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FB1 TT TU AER

1

VfL Frotheim

0

0

2

TuRa Espelkamp II

0

0

3

FC Oppenwehe

0

0

4

TuS Levern

0

0

5

SV Hüllhorst-Ob.

0

0

6

TuSpo Rahden

0

0

7

SV Schnathorst II

0

0

8

TuS Gehlenbeck II

0

0

9

BSC Blasheim II

0

0

10

TuS Dielingen II

0

0

11

Holsener SV

0

0

12

TuS Oppendorf

0

0

13

FC Pr. Espelkamp II

0

0

14

Türk Espelkamp

0

0

15

TuS Tengern III

0

0

16

OTSV Pr. Oldendorf

0

0

 

Die 1920-er und 1930-er

Der Sportverein Frotheim von 1925 - Die frühen Jahre

Turngemeinde Frotheim
- 1930-1935 (1934/35: 3. Kreisklasse)
- 1935/36 - 3. Kreisklasse
- 1936/37 - 3. Kreisklasse
- 1937/38 - 2. Kreisklasse
-
1938/39 - 3. Kreisklasse

Der Sportverein Frotheim von 1925 - Die frühen Jahre

Schon wenige Jahre nach Gründung des Sportvereins “verschaffte man sich Respekt” in der Umgebung und spielte “um 1930 herum einige Jahre in der Bezirksklasse”, wie es in der Chronik (Festschrift von 1975) heißt. Zeitzeugen bestätigten diese Aussage, konnten aber die genauen Jahreszahlen nach so vielen Jahren nicht mehr rekonstruieren. Zweites Rekonstruktionsproblem: Die Tageszeitungen berichteten damals noch nicht konsequent und regelmäßig über den Lokalsport, wie das heute der Fall ist. Dementsprechend ist es schwer, einschlägiges Material zu finden. Bei der Interpretation der vorhandenen Informationen kann mit aller Vorsicht gesagt werden,
(1) dass die Gegner Hunnebrock, Löhne, Mennighüffen, Holzhausen, Lübbecke,  Gehlenbeck, Enger, Blasheim, Stift Quernheim und Oberbauerschaft hießen.
(2) dass der Sportverein zwischen 1928/29 und 1932/33 (1933 wurde die freien Arbeitervereine von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst; noch 1932 besiegte man Quernheim und Gehlenbeck hoch) höherklassig spielte und
(3) dass die Liga „2. Gauklasse“ hieß.

Wer diesbezüglich über genauere Informationen verfügt, möge sich melden, um das Wissensloch zu stopfen.

Mehr Informationen über die Hintergründe der Gründungszeit
 

1932_05_31_LK_Fussballergebnis

Einer der wenigen Zeitungsartikel zu Fußballspielen des Sportvereins, hier aus dem Lübbecker Kreisblatt vom 31.5.1932.

1926 - Sportverein Frotheim

 

Sportverein Frotheim 1926

Dieses Foto des Sportvereins Frotheim aus dem Jahr 1926 ist m.W. das einzige aus den 1920-er Jahren. Nicht auf dem Bild: Farbe

obere Reihe von links: Fritz Flachmeier, Hußmann, Friedrich Bölk, Hermann Blase, August Lückermann

mittlere Reihe von links: Friedrich Flachmeier, Hermann Blase, H. Rollmann

untere Reihe von links: Heinrich Brandhorst, H. Bösch, Hermann Kronshorst
 

Fußball in der Turngemeinde Frotheim

1930-1935 (1934/35: 3. Kreisklasse)

In den Serien 1930/31 (Gründungsjahr der Turngemeinde Frotheim) und 1931/32 konnte die Turngemeinde keine Fußballmannschaft aufbieten. Dafür hatte man eine Handballmannschaft, die in der Bezirksklasse spielte (1931/32 und 1932/33). Mit der Auflösung des Sportvereins wechselten zahlreiche Fußballer zur Turngemeinde, sodass man ab 1932/33 und 1933/34 jeweils eine Mannschaft stellen konnte, die allerdings nur sporadisch an Freundschaftsspielen teilnahm.

Erst 1934/35 griff die Turngemeinde aktiv in den Ligabetrieb ein. Man spielte in der 3. Kreisklasse in dem von den Nationalsozialisten neu strukturierten Ligasystem. Höchste Spielklasse war die Gauliga (vor dem Krieg 16 Gaue im Deutschen Reich), darunter kam die Bezirksklasse, dann die Kreisklassen 1-3, die vierte Kreisklasse wurde abgeschafft. Die moderne Ligastruktur bedeutete einerseits einen wichtigen Schritt in Richtung Leistungskonzentration, andererseits waren die Folgen des Naziterrors für die Vereine Verbote und Sanktionen gegenüber Arbeitervereinen (s. Auflösung des Sportvereins Frotheim) und gegenüber jüdischen Vereinen.

Obwohl die Turngemeinde in der 3. Kreisklasse spielte, kann man dies schwerlich mit der heutigen Kreisliga C vergleichen. In der ersten und zweiten Kreisklasse spielten Mindener, Lübbecker und Herforder Vereine. In der Bezirksklasse gab es Mannschaften wie Arminia Bielefeld, Lippstadt, Hamm, Beckum, Paderborn und VfB Bielefeld. 

1934/35 belegte Frotheim in einem 8er-Feld einen Mittelfeldplatz. Eine Abschlusstabelle liegt nicht vor. Aber unten stehend mal zwei Zeitungsausschnitte, um den Zeitgeist der Spielberichterstattung zu veranschaulichen, die etwa seit 1931 sehr viel reger wurde als noch in den 1920-ern.
 

1934_10_03_WB_Getmold-Frotheim 1934_11_13_WB_Frotheim-Isenstedt

Beide Spielberichte stammen aus dem Westfalenblatt, links vom 3.10.1934, rechts vom 13.11.1934.

Tabelle vom 28.11.1934

Pl

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Pkt

1

Isenstedt

6

5

1

0

24 : 8

10 : 2

2

Blasheim

6

4

2

0

16 : 14

8 : 4

3

Getmold

7

3

3

1

13 : 18

7 : 7

4

Turngemeinde Frotheim

7

2

3

2

16 : 19

6 : 8

5

Vehlage

5

3

2

0

10 : 9

6 : 4

6

Gehlenbeck

5

2

2

1

9 : 7

5 : 5

7

Alswede

6

1

4

1

11 : 18

3 : 9

8

Fabbenstedt

6

1

4

1

12 : 15

3 : 9

1934_ca_Muckum-TurngemeindeFrotheim

Turngemeinde “DT” Frotheim

Dieses Foto kann leider nicht mehr genau datiert werden. Vermutlich stammt es aus dem Jahr 1934, möglicherweise ist es auch von 1936. Es zeigt die Mannschaften der Turngemeinde Frotheim (blaue Trikots, weiße Hosen) und von Muckum (gestreifte Trikots) nach einem Freundschaftsspiel in Muckum. Ganz rechts am Bildrand zu sehen sind Ernst Frese und links daneben Fritz Blase, der 1. Vorsitzende des aufgelösten freien Arbeiterclubs Sportverein Frotheim, der nunmehr als Schwimmwart in der Turngemeinde fungierte. Unten die Namen der Frotheimer.

obere Reihe von links: Gustav Flachmeier, Emil Flachmann, Heinrich Brandhorst (schon im Sportverein aktiv, s. Foto oben), Wilhelm Horstmeier (schon im Sportverein aktiv, s. Foto oben), Ernst Feldmann, Fritz Blase (1. Vorsitzender SV Frotheim, Schwimmwart Turngemeinde), 1. Vorsitzender Ernst Frese

mittlere Reihe von links: Fritz Bösch, Karl Hußmann, August Schlottmann (Schloßmann?)

untere Reihe von links: Hermann Hußmann, Fritz Horstmeier, Fritz Kummer (
s. Abb. rechts), August Flachmeier
 

1935/36 - 3. Kreisklasse

Auch für diese Saison liegt leider keine Abschlusstabelle vor, aber eine von kurz vor Serienschluss. Die Turngemeinde belegte wie schon im Vorjahr einen Mittelfeldplatz.
 

Tabelle vom 10.3.1936

Pl

Verein

Sp

S

U

N

Pkt

1

Vehlage

11

8

1

2

17 : 5

2

Alswede

11

6

2

3

14 : 8

3

Turngemeinde Frotheim

12

6

1

5

13 : 11

4

Getmold

11

6

1

4

13 : 9

5

Rahden

10

5

1

4

11 : 9

6

Fabbenstedt

10

3

0

7

6 : 14

7

Varl

9

0

0

9

0 : 18

1935_10_13_TGFrotheim

Turngemeinde “DT” Frotheim 1935

Dieses Foto stammt vom 13.10.1935 und wurde nach dem 5:3-Heimspielsieg gegen Varl aufgenommen.

von links nach rechts: Fritz Bösch, Hermann Hußmann, Hermann Gottschalk, unbekannt, Gustav Flachmeier, Fritz Horstmeier, Karl Hußmann, Fritz Kummer, August Flachmeier, Emil Flachmann, Friedrich Waßmann, Ernst Frese

1936/37 - 3. Kreisklasse

1937_01_26_WB_AbschlusstabelleKK3

Wegen personeller Engpässe mussten früher immer mal wieder Mannschaften mitten in der Serie abgemeldet werden, in diesem Jahr gleich drei Teams in der 3. Kreisklasse. Die Turngemeinde stieg als punktgleicher Tabellenzweiter in die 2. Kreisklasse auf.

1937/38 - 2. Kreisklasse

1937_10_26_WB_Alswede-Frotheim

Dieser Spielbericht stammt vom 27.10.1937. Zu Beginn der Serie startete die 2. Kreisklasse mit sechs Mannschaften, im laufenden Betrieb stockte man auf acht Mannschaften auf. Am Ende waren es nur noch sieben. Nach gutem Start schwächelte die Turngemeinde in der Rückrunde (die schon Anfang März zu Ende war) und stieg als Tabellenletzter ab.

Pl

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Pkt

1

Blasheim

12

8

2

2

23 : 14

18 : 6

2

Eininghausen

12

9

0

3

44 : 30

18 : 6

3

Lübbecke

12

7

1

4

33 : 14

15 : 9

4

Gehlenbeck

12

4

2

6

24 : 21

10 : 14

5

Pr. Oldendorf

12

3

4

5

20 : 18

10 : 14

6

Holzhausen

12

3

2

7

16 : 31

8 : 16

7

Frotheim

12

1

3

8

16 : 42

5 : 19

1938/39 (3. Kreisklasse) und danach...

Nach dem Abstieg musste die Turngemeinde wieder zurück in die 3. Kreisklasse. Die unten stehende Tabelle vom 12.12.1938 ist das letzte Zeugnis dieser Serie. 1939 stand ganz im Zeichen der Aufrüstung, der politjschen Krisen und des drohenden Krieges, der schließlich am 1.9. ausbrach. Aufgrund dessen hatten die Lokalzeitungen Anderes zu berichten, als über Dorffußball zu schreiben. Dementsprechend gibt es auch über die Serien danach keine amtlich dokumentierten Informationen.

Pl

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Pkt

1

Oppendorf

6

4

1

1

28 : 10

9 : 3

2

Frotheim

6

3

2

1

17 : 10

8 : 4

3

Varl

4

4

2

0

8 : 5

6 : 2

4

Rahden

5

1

1

3

8 : 9

3 : 7

5

Tonnenheide

5

0

0

5

7 : 33

0 : 10

Die “Erste” früher

1940 - 1954

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2000_FritzKummer

Fritz Kummer (hier eine Abbildung aus dem Jahr 2000), langjähriger Frotheimer Fußballer, starb als einer der Letzten aus dieser Mannschaft (2007).