Counter script
FB1 TT TU AER

1

VfL Frotheim

0

0

2

TuRa Espelkamp II

0

0

3

FC Oppenwehe

0

0

4

TuS Levern

0

0

5

SV Hüllhorst-Ob.

0

0

6

TuSpo Rahden

0

0

7

SV Schnathorst II

0

0

8

TuS Gehlenbeck II

0

0

9

BSC Blasheim II

0

0

10

TuS Dielingen II

0

0

11

Holsener SV

0

0

12

TuS Oppendorf

0

0

13

FC Pr. Espelkamp II

0

0

14

Türk Espelkamp

0

0

15

TuS Tengern III

0

0

16

OTSV Pr. Oldendorf

0

0

 

Die Entwicklung des Sportplatzneubaus

An dieser Stelle sind Interview, Zeitungsausschnitte und sonstige Materialien zu finden, die den Weg von der Planung bis zur Realisierung des Sportplatzneubaus nachzeichnen: Interview (Oktober 2011), Zeitungsartikel und Spendenbilder (November 2012), Bericht Jahreshauptversammlung 2013 (Februar 2013), Zeitungsartikel zur Sportplatzeinweihung, bewegte Bilder (Video, Juni 2014)

Interview zum Stand der Dinge - Oktober 2011

Die Vorstandsmitglieder Matthias Fegel, Volkmar Krato, Achim Stierle und Torsten Döding bilden den harten Kern der “Task Force Sportplatzneubau”, die sich vor etwa einem Jahr gegründet hat. Neben einigen anderen Köpfen, die in Sachen Planung, Finanzierung, Sponsorenrekrutierung und weiterer Organisation mit unterstützten, zeichnen sie verantwortlich für das aufwändigste VfL-Projekt seit dem Neubau des Sportplatzes Mitte vor über 35 Jahren. Im Interview stehen sie Rede und Antwort, um die VfL-Mitglieder über den Ist-Stand des Projektes zu informieren.

vfl-frotheim.de: Geht der Bau überhaupt los oder wann geht der Bau los?

Torsten Döding: Er geht sicherlich los. Gesagt haben wir mal, zwischen vier und sieben Jahren soll das fertig sein. Davon sind jetzt zwei Jahre weg.

Matthias Fegel: Ich hab immer gesagt, in drei bis fünf Jahren sind wir fertig. Wir sind damals davon ausgegangen, dass wir mehr Geld kriegen. Wenn das Geld da wäre, wären wir weiter.

Torsten Döding: Dann würde der Bagger den ersten Diesel verbrennen.


vfl-frotheim.de: Warum ist Frotheim fast der einzige Verein im Kreis, der nur einen bespielbaren Platz hat?

Volkmar Krato: Vielleicht hatten wir uns zu spät darum bemüht.

Matthias Fegel: Damals gab es etliche Schwierigkeiten. Der Platz sollte ja auch eigentlich ins Dorfzentrum. Das war möglicherweise ein Planungsfehler aus alten Zeiten oder der Bedarf war nicht abzusehen. Vielleicht hat man über die Platzgröße der vorderen Spielfläche nicht groß nachgedacht.


vfl-frotheim.de: Angenommen, der Platz steht. Welcher wird der Hauptplatz sein?

Matthias Fegel: Der jetzige, wie gehabt.

Torsten Döding: Der neue Platz wird da sein für den Trainingsbetrieb, für Spiele der Damen- und Juniorenmannschaften. Auch mal in der Woche abends tut das dem Hauptplatz nicht weh, wenn drauf traininert wird. Aber in der dunklen, nassen Jahreszeit würde man dann auf den neuen gehen, wenn da mal eine Flutlichtanlage drankommt.

Matthias Fegel: Unser Traum wäre, den Hauptplatz mal ein Jahr ruhen zu lassen.

Torsten Döding: Den quasi umpflügen, komplett von links auf rechts drehen. Neu einsäen und ihn ein Jahr ruhen lassen.


vfl-frotheim.de: Was eine Beleuchtungsanlage voraussetzt.
 
Torsten Döding: Richtig.


vfl-frotheim.de: Was bedeutet Errichtung eines neuen Sportplatzes eigentlich genau? Welche Arbeiten werden vorgenommen? Wird z.B. ein neuer, sportplatzspezifischer Boden eingebaut?

Matthias Fegel: Nein. Wir haben mehrere Angebote reingeholt. Die beste Variante mit sportplatzspezifischen Boden lag bei etwa 250.000 €. Und wir vom Vorstand haben uns dagegen entschieden, weil wir das nicht stemmen können. Wir haben eine zweite Variante beschlossen, wo wir uns sehr sicher sind und wo wir auch mit Fachleuten drüber gesprochen haben, dass sie für unsere Verhältnisse reicht. Das heißt, wir werden keine Drainage einbauen.

Torsten Döding: Auch mit Blick auf die Baupläne des jetzigen Sportplatzes sind wir zu dem Entschuss gekommen, dass der sandige Untergrund eine Drainage nicht unbedingt notwendig macht.
 

2011_10_SportplatzTaskForce

Das Foto ist zwar gestellt, die Arbeit, die der harte Kern der ”Task Force” Sportplatzneubau leistet, ist jedoch echt. Volkmar Krato, Torsten Döding, Matthias Fegel und Achim Stierle beraten, organisieren, tauschen sich aus und konzipieren.

vfl-frotheim.de: Welche Arbeiten müssen gemacht werden?

Matthias Fegel: Die Bäume samt Wurzeln sind bereits weg. Böschung abtragen, gucken, wie viel gesunder Mutterboden darin ist und dann neuen Mutterboden auffahren. Fläche ebnen. Ein weiteres Auskoffern ist nicht geplant.

Achim Stierle: Wir haben eine schriftliche Zusammenstellung. Enthalten ist eine Wasserzuleitung, eine Erweiterung der vorhandenen Flutlichtanlage, Satz Tore plus Netze, Ballfangnetz verzinkt mit Montage, Untergrund des Baugeländes vorbereiten, Demontage des vorhandenen Zauns, was schon passiert ist, Boden bearbeiten 0,5m tief auf- und abtragen inklusive vermessen, überschüssigen Boden laden und abfahren, Rohr- und Kabelgraben ausheben, Leitungen verlegen und verfüllen, Sportplatzrasen liefern, Fläche einsäen einschließlich düngen. Das ist unsere Berechungsgrundlage.

Matthias Fegel: Wir sind insgesamt etwa bei einer Summe von ungefähr 100.000 €.


vfl-frotheim.de: Sind eine Beleuchtungs- und eine Lautsprecheranlage eingeplant?

Torsten Döding: Mit der neuen Beleuchtungstechnik reichen schon vier Pfosten mit Kannen aus.

Achim Stierle: Um erstmal den Trainingsbetrieb auch abends gewährleisten zu können, sind provisorisch zwei Strahler geplant, die an den vorhandenen Masten befestigt werden. Insgesamt kostet das 10.000 €, darin ist allerdings die komplette Verka-belung für nachher alle Masten enthalten.

Torsten Döding: Etwa 2.000 € kostet ein Flutlichtmast mit Strahlern, allerdings ohne Anschluss und ohne Befestigung und Einbau. Eine Lautsprecheranlage soll auch kommen.


vfl-frotheim.de: Ihr habt einen Finanzierungsplan erstellt. Wie viel Geld ist denn vor-handen und wieviel wird noch gebraucht?

Volkmar Krato: Wir haben ca. 33.000 €. Fast alles ist durch die Bausteinaktion zustande gekommen. Etwa zwei Drittel fehlen noch.

Achim Stierle: Durch Privatspenden und das von uns organisierte Osterfeuer ist auch was reingekommen. Davon haben wir letztlich Quadratmeter gekauft.


vfl-frotheim.de: Fühlt ihr euch von der Stadt Espelkamp und der Politik ausreichend unterstützt.

(10 Sekunden Schweigen)

Matthias Fegel: Ja. Die sagten, sie haben kein Geld. Wenn wir den Antrag vor zehn Jahren gestellt hätten, hätten wir wahrscheinlich mehr gekriegt. Über unsere Dorfpolitiker wird schon das eine oder andere geregelt, leider nicht aber die großen Sachen.


vfl-frotheim.de: Börninghausen hat vor einiger Zeit 750.000 € vom Land gekriegt, um den Aschenplatz zu renovieren. Seid ihr neidisch oder sollten wir unseren Platz mit Dioxin verseuchen?

Matthias Fegel (lacht): Wenn wir auf ein Römergrab treffen sollten, würden wir auch mehr Unterstützung kriegen. Aber dann wird leider auch Baustopp sein.

Torsten Döding: Das kann man zwar nicht mit unserem Fall vergleichen, aber wenn man das liest, wird man schon neidisch. Das zeigt, dass irgendwo immer noch Geld vorhanden ist.

Matthias Fegel: Ich glaube auch, man kann noch Geld kriegen. Aber dafür bräuchten wir eine Art Manager, der von so etwas richtig viel Ahnung hat und der vor allem Zeit hat, um versteckte Gelder aufzutreiben. Aber das ist sehr zeitaufwändig.


vfl-frotheim.de: Vielleicht fehlt uns auch die politische Versiertheit oder politische Be-harrlichkeit?

Achim Stierle: Genau das. An dieser Stelle finde ich nämlich die Unterstützung der Stadt zu wenig. Dass die in dem Moment gesagt hätten: „Wir können euch zwar kei-ne Gelder geben, aber jegliche Unterstützung, seien es Arbeiten vom Bauhof, Bauplanungen, Vermessungen. Oder Anträge ausfüllen…“

Matthias Fegel: Damals haben sie gesagt, sie übernehmen die Fläche und die Projektierung. Das mit der Fläche haben sie gemacht, nur bei der Projektierung sind sie zurückgerudert. Leider ist ja auch nichts protokolliert worden. Ich bleibe dabei: Uns fehlt einer, der Zeit hat und weiß, wo man den Hebel ansetzen muss, um Geld für solche Vorhaben zu kriegen.


vfl-frotheim.de: Wenn ihr die Uhren auf 2008 zurückdrehen könntet, würdet ihr irgendetwas anders machen?

Torsten Döding: Nein. Was in unseren Möglichkeiten lag, haben wir gemacht.

Volkmar Krato: Gut wäre, wenn man die Uhr zehn Jahre zurückdrehen könnte.


vfl-frotheim.de: Auf welche Eigenleistung oder Mehrbelastungen müssen sich die VfL-Mitglieder einstellen?

Matthias Fegel: Eine Beitragserhöhung kann zum Thema werden, was aber nicht nur am Sportplatzneubau allein liegt. Das hat auch mit dem Angebot des VfL zu tun. Unser jetziges Angebot kann man mit den Mitgliederbeiträgen so eben noch erhalten, aber nicht weiter ausbauen. Und zur Eigenleistung: Wir werden Leute mit Equipment, die zum Beispiel einen Trecker haben, gezielt ansprechen, uns mitzuhelfen, aber wir werden keinen zwingen.

Torsten Döding: Einige von denen haben sich auch schon angeboten.


vfl-frotheim.de: Wird es eine einmalige Sonderzahlung für die Frotheimer Vereinsmitglieder geben, so wie es bei Pr. Espelkamp der Fall war?

Matthias Fegel: Nein, das kommt für uns nicht in Frage.


vfl-frotheim.de: Wie läuft es bei der Bausteinaktion?

Torsten Döding: Im Vergleich zu anderen Vereinen, die eine ähnliche Aktion gestartet haben, ist das ganz gut angelaufen. Aber jetzt stagniert es.

Matthias Fegel: Die Großsponsoren haben ihr Geld gegeben. Aber von einigen aus dem eigenen Verein sind wir schon etwas enttäuscht. Jetzt fehlt der kleine Zehner.

Volkmar Krato: Bis jetzt haben nur ungefähr 80 Mitglieder etwas gespendet. Das ist für einen Verein von fast 1.100 Mitgliedern schon etwas enttäuschend. Nicht einmal 8% des ganzen VfL…

Achim Stierle: Es haben auch einige Privatpersonen etwas gegeben, die nicht einmal Mitglieder sind oder die seit Jahren nicht auf dem Sportplatz waren.

Matthias Fegel: Ich hoffe, dass wir noch Vereinsmitglieder mobilisieren können, noch etwas in die Bausteinaktion reinzugeben.

Volkmar Krato: Irgendwie wird das nicht genügend honoriert, dass wir als Vorstand sehr viel Zeit in die Geschichte stecken.


vfl-frotheim.de: Man wird nicht alle Adressaten über die Homepage erreichen. Wie kann man diese anderen denn mobilisieren?

Achim Stierle: Es war schon bewusst so, dass wir nicht gleich alles Pulver verschießen wollten, sondern immer mal wieder die Aktion anschieben. Es war aber auch gleich klar, dass das ganze Zeit braucht.

Matthias Fegel: Klar könnte man von Tür zu Tür tingeln, aber wir wollen auch nicht betteln gehen.


vfl-frotheim.de: Wie aufwändig ist die ganze Projektplanung und -organisation?

Matthias Fegel: Wir sitzen einmal im Monat zusammen und sprechen darüber, sind aber auch zwischendurch immer am Ball. Es ist ständig Thema in Vorstandssitzungen. Es ist kein Full-Time-Job, und das könnten wir ja auch gar nicht leisten, aber jeder hat seine Aufgaben und arbeitet nebenher daran. Es ist zeitintensiv, aber es ist zu packen.

Volkmar Krato: Wir warten jetzt im Prinzip darauf, dass weiter Geld reinkommt. Die momentane Arbeit dreht sich eigentlich nur darum, die Bausteinaktion weiter anzuschieben.


vfl-frotheim.de: Wie lange habt ihr über einen Kunstrasenplatz nachgedacht?

Achim Stierle: 10 Minuten, bis das erste Angebot reinkam. Es ist 150.000 € von un-serer Realität entfernt.


vfl-frotheim.de: Was passiert mit dem Geld der Bausteinaktionen, wenn der Sport-platzneubau nicht zustande kommt?

Torsten Döding: Gehen wir davon aus, dass der Neubau realisiert wird. Sollte es nicht klappen, müssten wir neu darüber nachdenken.

Matthias Fegel: Das Ding wird gebaut, daher brauchen keine Gelder zurückgezahlt werden. Fertig!

Achim Stierle: Wir haben eine ganz klare Kalkulation. Wir wollen 60.000 – 70.000 € zustande bekommen. Wir können ein Darlehen aufnehmen, das in maximal zehn Jahren wieder zurückgezahlt wird und das wir tragen können, um uns oder unsere Nachfolger nicht zu hart zu belasten.



vfl-frotheim.de: Ich fasse das Finanzielle zusammen. Zwei Drittel der Summe fehlen, in der Vereinskasse ist nichts, was man in das Projekt hineintun könnte. Etwa 30.000 € sollen durch ein zinsgünstiges Darlehen aufgebracht werden?

Achim Stierle: Genauso ist es.


vfl-frotheim.de: Welche Unterstützung von außen wünscht ihr euch?

Achim Stierle: Wir wünschen uns, dass jeder, der sich irgendwie mit dem Verein verbunden fühlt, sich an der Bausteinaktion beteiligt. Unser großes Problem ist, dass sich viele, viele häufig nach dem aktuellen Stand erkundigen, aber einige von denen selbst noch nichts zur Bausteinaktion beigetragen haben.

Matthias Fegel: Dazu brauchen wir viele freiwillige und fleißige Bauhelfer, damit wir endlich loslegen können.


vfl-frotheim.de: Was können denn die Mitglieder als bauliche Eigenleistung einbrin-gen?

Matthias Fegel: Kabelkanäle buddeln mit dem Spaten, Erde bewegen, den Platz begradigen, Harken, Sträucher pflanzen.

Achim Stierle: Und alles, was die Technik betrifft. Leute, die aus dem Fach Wasser kommen, Leute, die aus dem Fach Strom kommen.

Matthias Fegel: Steine sammeln, wenn wir keinen vernünftigen Mutterboden haben sollten.


vfl-frotheim.de: Zurück zur Eingangsfrage. Wann geht der Bau denn nun los?

Matthias Fegel: Wenn die Bausteinaktion abgeschlossen ist. 

 

VfL Frotheim freut sich über zweite Spielfläche – tonnenweise Erdreich wurde bewegt (November 2012)

Die „Rohbauphase“ des Sportplatzneubauprojekts ist abgeschlossen. Unklare Situation rund um das Flutlicht.
 

„Ihr habt wirklich richtig Glück gehabt“, stellte Baumaschinenführer Michael Lösing von der Firma Heiler fest. „Der Untergrund war optimal, fast der gesamte Boden konnte wieder verwendet werden und sogar das Wetter passte.“
Gemeinsam mit der renommierten Bielefelder Firma Heiler Sportplatzbau realisierte das Frotheimer Tiefbauunternehmen Oepping das VfL-Projekt „Zweite Spielfläche“ innerhalb von nur zehn Tagen. Wobei Heinrich Oepping jeden Tag vor Ort ist und ihm der Bau schon allein aus privaten Gründen am Herzen liegt. Als VfL-Kicker der 1950-er Jahre und Bezirksliga-Stammgast hat er ein besonderes Interesse daran, den Junioren und Senioren bessere Spiel- und Trainingsmöglichkeiten zu eröffnen.

Bereits seit vielen Jahren laufen die Überlegungen zum Bau einer zweiten Spielfläche auf dem vereinseigenen Sportgelände. Denn der VfL Frotheim ist (bzw. war) einer der wenigen Vereine, die über lediglich eine einzige Fußballfläche verfüg(t)en. Und das trotz seiner Mitgliederstärke von knapp 1.100 Sportlern.
Im Jahr 2008 wurden aus diesen Überlegungen konkretere Pläne. Der Wunsch, oder besser: die Notwendigkeit wurde der Stadt Espelkamp unterbreitet. 2009 erwarb die Stadt das entsprechende Grundstück an der Südseite des Hauptplatzes beim inzwischen verkaufsbereiten Eigner.

Den Bau selbst hatte der VfL Frotheim jedoch nun ganz alleine zu stemmen. Man bildete eine Sportplatz-Task Force, welcher die Bauplanung und Baufinanzierungsplanung obliegt. Fachliche Unterstützung erhielt man dabei von Heinrich Steinmann, der nicht nur für die architektonischen Arbeiten verantwortlich zeichnete, sondern auch bei den Nivellierungsarbeiten die federführende Kraft war.
Innerhalb der Task Force war man sich schnell einig, dass man die Vereinsmitglieder nicht zur Zahlung von Sonderbeiträgen verpflichten wollte. Stattdessen schrieb man lokale und regionale Unternehmen an, doch leider brachte dies trotz einiger großzügiger Zuwendungen nicht den erhofften finanziellen Erfolg.

2011 wurde das inzwischen erarbeitete Bau- und Finanzierungskonzept des Projekts „Zweite Spielfläche“ der Jahreshauptversammlung vorgestellt. Zum Zweck der Geldbeschaffung unterteilte man den Hauptplatz in 7.208 jeweils 1qm große Parzellen (Bausteine), die für je 10 € symbolisch verkauft werden sollten. Jeder „Käufer“ erhält seitdem eine symbolische Besitzurkunde, und der Name wird sowohl auf einer etwa 6qm-großen Spendentafel – zu sehen im Eingangsbereich des Frotheimer Sportplatzes – sowie auf der vereinseigenen Webseite verewigt. Beides wird regelmäßig aktualisiert.
Doch die Bausteinaktion lief nur schleppend an. Und so bildete der VfL Frotheim vor einigen Monaten ein „Haus-zu-Haus“-Team, das die Dorfbevölkerung quasi „abklappert“. Nach wie vor ist man fleißig dabei, Bausteine zu „verkaufen“. Die Erfahrungen des Haus-zu-Haus-Teams rund um den engagierten Charly Schlottmann, der seine Freizeit aufgrund der Bausteinaktion kaum noch anderweitig nutzt, sind dabei fast ausschließlich positiv. Eine unerwartete Welle von Solidarität seitens der Frotheimer Dorfbevölkerung schwappte dem Team entgegen. So mancher Klönschnack wurde gehalten, sodass kaum einer aus dem Team ein Haus in weniger als 15 Minuten verließ. Insgesamt ist die Spendenbereitschaft der Frotheimer hier doch deutlich höher, als es der holprige Start befürchten ließ. Einschließlich einiger größerer Summen von betuchteren Unternehmern wurden nunmehr ungefähr 60% der Bausteine veräußert. Die finanzielle Hürde, um die Raupen rollen zu lassen, wurde damit genommen.

Inzwischen wurden Bäume, Büsche und sonstige Pflanzen entfernt, tonnenweise Erdreich abgetragen, bewegt und schließlich mit lasergesteuerten Bulldozern nivelliert und verdichtet. Innerhalb von zehn Arbeitstagen verbrauchten die Baufahrzeuge schätzungsweise 4.000 Liter Diesel. Die Rohbauphase ist abgeschlossen. Im Frühjahr wird eingesät und der VfL hofft, dass der Sportplatz zur neuen Serie bespielbar sein wird.
Das wird allerdings auch davon abhängen, wieviele Gelder noch beschafft werden können. Ein Ballfangzaun, eine Lautsprecheranlage und vor allem eine Flutlichtanlage stehen noch auf der Agenda der VfL-Task Force. Außerdem attestierte der Bauleiter von Heiler nach der Entnahme von Bodenproben dem 37 Jahre alten Hauptplatz einen desolaten Zustand. Eine Komplettsanierung ist im Prinzip unumgänglich. Leider ist trotz eines Darlehens die Finanzierung dieser weiteren Anschaffungen noch nicht gesichert.

Daher wird der VfL mit dem „Klinkenputzen“ fortfahren. Außerdem hofft man, dass die Stadt sich an dem einen oder anderen weiteren zu bauenden oder anzuschaffenden Objekt finanziell beteiligen wird. Nicht nur die zahlreichen Junioren- und Seniorenfußballteams des VfL Frotheim wollen auf einem ebenen Geläuf spielen, das das Bänderverletzungsrisiko minimieren dürfte. Insbesondere die ambitionierten Bezirksligakicker von Trainer Holger Sarres, zu deren Heimspielen im Schnitt nahezu 200 Zuschauer erscheinen, wollen unbedingt auf einem konkurrenzfähigen Rasenplatz gegen den Ball treten.
 
Aus diesen Gründen freut sich der VfL Frotheim über weitere Spender und Unterstützer, bedankt sich aber umgekehrt bei allen herzlich, die das Sportplatzneubauprojekt bisher unterstützt haben.

 

VfL-Sportplatzneubau05_Spatenstich

von links nach rechts: Christoph Speck, Achim Stierle, Heinrich Oepping, Matthias Fegel, Volkmar Krato, Torsten Döding

2012_11_09 - Krabbelgruppe Spende VfL Frotheim
2012_07_03 - Schenkung Förderverein (5)

Die Krabbelgruppe Isenstedt/Frotheim beteiligt sich mit 200€ an der Bausteinaktion (November 2012).

Der Betreuungsverein der Grundschule Frotheim “erwirbt” Bausteine für 600 € (Juli 2012).

Arbeiten am neuen Sportplatz gehen auf die Zielgerade (Februar 2013)

2013_02_11_Vorstand

Christian Meerhoff (v. l.), Helmut Döding, Patrick Hellmann, Sandra Baganz, Torsten Döding, Volkmar Krato, Heinrich Keller (SoVD Frotheim), Achim Stierle, Jörg Brammeier, Matthias Fegel und Charly Schlottmann.
 

Espelkamp-Frotheim. Die Arbeit und Mühe hat sich gelohnt. "Die Arbeiten am neuen Sportplatz sind weitestgehend abgeschlossen", freut sich Matthias Fegel. Der Vorsitzende des VfL Frotheim konnte in seinem Bericht während der Jahreshauptversammlung aber nicht nur Positives über das neue Spielgelände berichten.
 Der Winterball des Sportvereins im vergangenen Jahr war ein Erfolg – ebenso wie das Sportfest. "Ein gelungenes Fest, das ohne ein eingespieltes Team und eine gute Planung nicht machbar wäre", dankte Fegel der großen Helferschar.
 
Der Frotheimer Sportplatz ist inzwischen so weit hergestellt, dass im Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, der Rasen eingesät wird. Die Herrichtung des Umfeldes wie die Montage der Tore und Eckfahnen wird später erfolgen. "Wir vom Vorstand hoffen, den Platz schon im Sommer für eine optimale Saisonvorbereitung für alle Mannschaften nutzen zu können", ist Matthias Fegel optimistisch. Eine offizielle Einweihung wird natürlich noch gefeiert.

Darüber hinaus ist die Sportwerbewoche vom 21. bis 26. Mai in Planung. Auch bei den Aktivitäten der Dorfgemeinschaft wie der Aktion "Saubere Landschaft" oder dem Dorfpokalschießen ist der VfL dabei.

Bei den Wahlen wurden der 1. stellvertretende Vorsitzende Achim Stierle, der 1. Geschäftsführer Torsten Döding und der1. Kassierer Christian Meerhoff einstimmig bestätigt. Einzig der 2. stellvertretende Kassierer Helmut Döding, dem Matthias Fegel für seine langjährige Vorstandsarbeit dankte, trat nicht mehr an. Sein Nachfolger ist Patrick Hellmann. Matthias Fegel (1. Vorsitzender), Volkmar Krato (2. stellvertretender Vorsitzender), Rainer Wilhelmy (1. stellvertretender Geschäftsführer), Andreas Kühl (2. stellvertretender Geschäftsführer) und Sandra Baganz (1. stellvertretende Kassiererin) komplettieren den Vorstand.

Zu den angenehmen Aufgaben eines Vorsitzenden gehört die Ehrung treuer Mitglieder. Ausgezeichnet wurden Thorsten Hellmann und Heidi Weigelt für die 15-jährige aktive Mitgliedschaft, Ulrike Harder, Ingrid Kellweries, Karin Stockmann, Frank van Beek und Maik Wittenbrink für die 25-jährige passive Mitgliedschaft sowie Ingrid Berner, Jörg Brammeier und Peter Riechmann für die 30-jährige aktive Vereinszugehörigkeit. Zum guten Schluss stellte Heinrich Keller, 1. Vorsitzender des Frotheimer Sozialverbandes, die Arbeit des Sozialverbandes vor und überreichte dem VfL eine Spende für die Baustein-Aktion des Sportvereins.

Quelle: Neue Westfälische, 11.2.2013

Einweihung mit 24-Stunden-Turnier (Juni 2014)

Espelkamp-Frotheim. Zufrieden blickt "Greenkeeper" Dirk Baganz auf das satte Grün der neuen, zweiten Frotheimer Spielfläche. Mit Argusaugen hat er das Gras nicht nur wachsen sehen, sondern nahezu gehört. Er hat das Terrain nach der Einsaat außerdem gepflegt, bewässert, gedüngt und gemäht.

 Die Idee und Notwendigkeit einer zweiten Spielfläche beim VfL Frotheim wurden 2007 immer akuter, nachdem man bereits vor 30 Jahren darüber nachgedacht hatte. Unter anderem scheiterte es seinerzeit daran, dass der Grundstückseigner nicht verkaufswillig war. In den späten 1980er Jahren sollte hinter dem Hauptplatz eine Tennisanlage gebaut werden – doch auch daraus wurde nichts.
 
 Nun befindet sich auf der Südseite des Sportgeländes der neue Stolz des VfL Frotheim: ein schnurgerader Fußballplatz mit nagelneuer Flutlichtanlage, dichtem und stabilem Rasen, mit gut bespielbarer Bodenhärte. Kein Vergleich zu dem löchrig-holprigen Hauptplatz der "Sandhasenarena", dem 40 Jahre Beackerung – das entspricht etwa 9.000 Spielen und noch viel mehr Trainingseinheiten – merklich zugesetzt haben. Das war und ist gleichzeitig das Hauptargument für die Notwendigkeit einer zweiten Spielfläche, die sonst so ziemlich jeder Verein im Kreis hat.

 Als die Idee konkret wurde, halfen Heinz Steinmann und Heinrich Oepping kräftig mit. Heinz Steinmann kümmerte sich um den architektonischen und organisatorischen Part, die Planungs-, Vermessungs- und Nivellierungsarbeiten. Heinrich Oepping, Vereinsmitglied und Förderer, war von Anfang bis Ende in die Bauarbeiten involviert und zeigte sich als stets kompetenter und ansprechbarer Tiefbauexperte.

 Neben der ortsansässigen Firma Oepping sorgte das Bielefelder Sportplatzbauunternehmen Heiler mit seinen lasergesteuerten Spezialfahrzeugen für die entsprechende Präzision bei den Tiefbauarbeiten. Die selbe Firma übrigens zeichnet für die Rasenqualität von zwölf der 18 Bundesligastadien verantwortlich.

 Bis auf das Grundstück hat der VfL Frotheim den Bau einschließlich der Flutlichtanlage aus Bordmitteln realisiert. Möglich gemacht wurde das vor allem durch den unermüdlichen Einsatz von "Charly" Schlottmann und die eigens für das Projekt gebildete "Task Force".

 Sehr schleppend lief die 2011 initiierte Bausteinaktion an, bei der der Frotheimer Hauptplatz in 7.200 Parzellen eingeteilt und diese als "Bausteine" für je zehn Euro symbolisch erworben werden konnten. Kommunikator Schlottmann und die "Task Force" nahmen sich der Sache an. Sie stellten ein "Haus-zu-Haus"-Team auf, das versuchte, Menschen im direkten Gespräch für den Bausteinkauf zu erwärmen.

 Im Eingangsbereich des Sportplatzes steht eine etwa sechs Quadratmeter große Spendentafel, ein entsprechendes Pendant gibt es unter vfl-frotheim.de. Und dort kann man sehen, wie breit gestreut die Käuferlandschaft ist: Jung und Alt, Frotheimer, Nicht-Frotheimer, Schulen, (Kinder) Mannschaften, Teams anderer Vereine, örtliche Klein- und Großunternehmer und viele mehr.

 Mit manchen Enttäuschungen musste der VfL anfangs umgehen. Erstaunt zeigte man sich später darüber, wie hoch die Spendenbereitschaft und die Solidarität ist, wenn man nur direkt mit den Menschen ins Gespräch kommt. Die Bilanz nach dem letzten verkauften Baustein 2014: über zwei Jahre Arbeit, ungezählte Gespräche, Telefonate und E-Mails, viele Stunden Organisation und Verwaltung, über 750 unterschiedliche Spender.

 Für die Einweihung – umrahmt vom Sportfest (10. bis 15.Juni) – hat sich der VfL Frotheim etwas Besonderes einfallen lassen: ein 24-Stunden-Turnier, an dem alle Fußballmannschaften beteiligt sind. Der Anstoß erfolgt am Freitag, 13.Juni, um 17 Uhr. Genau einen Tag später findet dann die offizielle Einweihungszeremonie statt, zu der natürlich alle Spender, Käufer und Förderer herzlich eingeladen sind.

 Zum Programm gehören Ansprachen von wichtigen lokalen Funktionären, ein Luftballonkünstler sorgt für Unterhaltung, als Eyecatcher werden ein Airman und ein Skybeamer aufgebaut sein. Dazu gibt es während des offiziellen Teils Freigetränke. Nähere Informationen, Multimedia sowie den Link zum Wikipedia-Eintrag des VfL Frotheim unter www.vfl-frotheim.de.

verfasst von Christoph Speck; abgedruckt in der Neuen Westfälischen (1.6.2014)
 

Rückblick in bewegten Bildern

nach oben

Bausteinaktion

Entwicklung des Sportplatzbaus

Homepage