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FB1 TT TU AER

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VfL Frotheim

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TuRa Espelkamp II

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3

FC Oppenwehe

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4

TuS Levern

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5

SV Hüllhorst-Ob.

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6

TuSpo Rahden

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7

SV Schnathorst II

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0

8

TuS Gehlenbeck II

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0

9

BSC Blasheim II

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10

TuS Dielingen II

0

0

11

Holsener SV

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0

12

TuS Oppendorf

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0

13

FC Pr. Espelkamp II

0

0

14

Türk Espelkamp

0

0

15

TuS Tengern III

0

0

16

OTSV Pr. Oldendorf

0

0

 

Was macht eigentlich Martin Niemeyer?

Martin Niemeyer (44) wohnt in Essern bei Diepenau, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet als Lehrer an einer Berufsschule in Neustadt am Rübenberge am Steinhuder Meer. Zwischen 1995 und 2000 kickte er für den VfL Frotheim im Sturm, half auch im Aufstiegsjahr 2002/03 noch einige Male aus. Er begann nach der Frotheimer Abstiegssaison 1995/96, als es mit Platz 3 sofort und unerwartet wieder in die Kreisliga A ging. Hierzu trug er mit über 20 Saisontoren bei. 1997 war er maßgeblich am Gewinn des Hallenmasters beteiligt, wo er auch Torschützenkönig wurde. 1997 trainierte er die Frotheimer A-Jugend (damals u.a. mit Dennis Spilker, Simon Speck und Christian „Elso“ Mehrhoff). Leider war seine Zeit von vielen Verletzungen geprägt: Das Innenleben seiner Knie ist aufgrund zahlreicher Kreuzbandrisse deutlich jünger als er selbst, in seiner Frotheimer Zeit zog er sich einen Kreuzbandriss und einen Jochbeinbruch zu.

vfl-frotheim.de: Was sind deine Hobbys?

Martin Niemeyer: Ich bastle seit einiger Zeit an einem Flugzeug. Klar, Fußball gehört auch immer noch dazu, ich spiel ja auch gerne, wenn sich die Gelegenheit ergibt und Inline-Hockey. Und Familie…

vfl-frotheim.de: Wie geht es dir gesundheitlich?

M.N.: Zurzeit gut, schmerzfrei.

vfl-frotheim.de: Wo hast du noch gespielt?

M.N.: Ich habe in der Jugend in Pr. Oldendorf angefangen. Dann habe ich in Rahden gespielt, von da bin ich zum Bünder SV gegangen. Mit 20 oder 21 hatte ich meine erste große Verletzung (Anm.: Kreuzbandriss), danach habe ich noch mal in Rahden in der Ersten gespielt. Drei Jahre später kam mit etwa 23 meine zweite große Verletzung im Knie (Anm.: Kreuzbandriss). Ich habe dann nach der Verletzung zwei Jahre in Pr. Oldendorf in der Ersten gespielt, wieder Verletzung, dann nach einer sehr langen Pause beim VfL Frotheim angefangen. Da war ich knapp 31.

vfl-frotheim.de: Wie bist du damals zum VfL gekommen?

M.N.: Über Rainer Wilhelmy und Ralf Fiebich, die mich auf irgendeiner Party angesprochen haben, sie seien abgestiegen und wahrscheinlich hat es daran gelegen, dass nicht genug Tore geschossen wurde. Dann habe ich gesagt, ich weiß jemanden, der Tore schießen kann, aber ich weiß nicht, ob es hält. Und dann war die Abmachung, ich spiele, ich trainiere, so lange, bis ich mich wieder schwer verletze oder bis ich zu alt bin.

vfl-frotheim.de: Was fällt dir als erstes zu deiner aktiven Zeit beim VfL ein?

M.N.: Viel Spaß, viel Lachen. Man wird aufgenommen, so wie man ist. Man wird da sofort reingenommen in die Gemeinschaft

vfl-frotheim.de: Was war dein größtes positives Erlebnis?

M.N.: Als Michael Kütemann angefangen hat, den Ball abzuspielen. (lacht) Nein! Ganz schwer zu sagen, das waren so viele gute Erlebnisse…der Gewinn des Hallenmasters gehört sicherlich dazu, eher sogar als der Aufstieg 96, der mehr purer Zufall war.

vfl-frotheim.de: Was war dein größtes Negativerlebnis?
 

Niemeyer_Martin

Martin Niemeyer daheim in Niedersachsen, April 2009

M.N.: Mein Kreuzbandriss 1998 und der Bruch der Augenhöhle. Das war danach, als ich gerade wieder fit war.

vfl-frotheim.de: Warum hat es für den VfL damals nicht für die Bezirksliga gereicht?

M.N.: Ich denke mal, die Mannschaft war zwar gut, aber nicht auf allen Positionen ausgeglichen genug besetzt dafür.

vfl-frotheim.de: Gibt es eine erzählenswerte Anekdote?

M.N.: (erzählt unter großem Gelächter mehrere nicht-jugendfreie Geschichten, sie haben überwiegend mit Geschlechtskrankheiten und -teilen zu tun) Eine Sache, an die ich ab und zu mal denken muss, als Uwe Götze (Anm.: damals Spielertrainer bei SV Börninghausen) im Spiel zu Stephan Hußmann gesagt hat: „Du bist der größte Blindfisch, der hier auf dem ganzen Platz rumläuft.“ Fünf Minuten später hat Düse dann mit einem Traumkopfball das 1:1 geschossen und sagte beim Zurücklaufen zu Götze: „Wie fühlt man sich, wenn der größte Blindfisch ein Tor schießt?“

Hallenmasters_1

Martin Niemeyer freut sich mit Stephan Hußmann (links und Christoph Speck (Mitte) über ein Tor beim Hallenmasters 1997

Niemeyer_Martin2

Ein Bild von 1999: Das Diepholzer Kreisblatt schrieb vom “bulligen Sturmtank”...

vfl-frotheim.de: Hast du noch Kontakt zu alten Mannschaftskameraden?

M.N.: Nur zu Achim Stierle und Christoph Speck. Wenn ich Leute zufällig treffe, ist es so, als wenn ich sie gerade gestern gesehen hätte, aber gepflegten Kontakt eigentlich nicht.

vfl-frotheim.de: Welche fünf Dinge verbindest du mit dem VfL Frotheim?

M.N.: (1) Nach dem Training am Sportplatz sitzen und in einer top-witzigen Runde bis spät in die Nacht Bier trinken. (2) Körperlich harte Mannschaft, es wurde beim Fußball immer hart gekämpft. (3) Es war nie ein Problem, dass es sehr alte und sehr junge Fußballer gab. Man verstand sich einfach, es war homogen. (4) Masseur auf dem Platz (Anm.: Stephan Hußmann). (5) Viel herzlicher als bei den anderen Vereinen, gute Kameradschaft, keine Söldnertruppe.

vfl-frotheim.de: Verfolgst du noch das, was heute beim VfL passiert?

M.N.: Nicht regelmäßig, aber wenn ich eine Zeitung aus dem Kreis Lübbecke in die Hand kriege, schaue ich mir den Sportteil an und sobald ich Kontakt zu Frotheimern habe, frage ich nach. Ab und zu gucke ich mal ins Internet.

vfl-frotheim.de: Bist du noch sportlich aktiv?

M.N.: Ja, im Kollegensport.

vfl-frotheim.de: Welches waren die fünf besten Frotheimer, mit denen du zusammen gespielt hast?

M.N.:
1. Stefan Rose, weil er ein absolut kompletter Spieler war. Einsetzbar auf allen Positionen und er hätte auch höherklassig spielen können.
2. Michael Kütemann, ganz stark, weil er unheimlich gut am Ball war, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Schnell, trickreich und als er abgeben konnte, auch ein guter Torvorbereiter.
3. So ziemlich der stärkste über die ganze Zeit war Peter Riechmann. Ein richtig guter Manndecker, ein Topspieler.
4. Dann Taner (Anm.: Uzunpollat) fand ich war ein ganz, ganz starker Torwart. Strahlte Sicherheit und Ruhe aus. Das hat was für das Spiel gebracht.
5. Volker Waßmann war abgeklärt, abgezockt, es war sehr schwierig, an ihm vorbeizukommen. Und obwohl er schon immer relativ langsam war, hat er auch mit schnellen Stürmern keine Probleme gehabt, weil er mit seiner selten linken Tour irgendwie immer gut da stand und keiner hat`s mitgekriegt. Mir ist nur irgendwann aufgefallen, dass er langsamer geworden ist, als er langsamer war als ich (lacht).

(April 2009)

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