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FB1 TT TU AER

1

VfL Frotheim

0

0

2

TuRa Espelkamp II

0

0

3

FC Oppenwehe

0

0

4

TuS Levern

0

0

5

SV Hüllhorst-Ob.

0

0

6

TuSpo Rahden

0

0

7

SV Schnathorst II

0

0

8

TuS Gehlenbeck II

0

0

9

BSC Blasheim II

0

0

10

TuS Dielingen II

0

0

11

Holsener SV

0

0

12

TuS Oppendorf

0

0

13

FC Pr. Espelkamp II

0

0

14

Türk Espelkamp

0

0

15

TuS Tengern III

0

0

16

OTSV Pr. Oldendorf

0

0

 

VfL Frotheim I - Spielberichte

Spieltag 1, Spieltag 2, Spieltag 3, Spieltag 4, Spieltag 5, Spieltag 6, Spieltag 7, Spieltag 8, Spieltag 9, Spieltag 10, Spieltag 11, Spieltag 12, Spieltag 13, Spieltag 14, Spieltag 15, Spieltag 16, Spieltag 17, Spieltag 18, Spieltag 19, Spieltag 20, Spieltag 21, Spieltag 22, Spieltag 23, Spieltag 24, Spieltag 25, Spieltag 26, Spieltag 27, Spieltag 28, Spieltag 29, Spieltag 30

...in Unterzahl

1. Spieltag (15.8.2010): VfL Frotheim – SV Hüllhorst-Ob.    1 : 0  (0 : 0)
 
Viel Laufarbeit bei strömendem Regen

Wo steht man nach 19 Gegentoren in sechs Vorbereitungsspielen und fünf Wochen Schweißarbeit? Wo steht man, wenn einige etablierte Stammkräfte fehlen? Der Verletztenmisere zum Trotz begannen die Frotheimer engagiert und hatten von Anfang an mehr vom Spiel. In den ersten 15 Minuten ergaben sich drei gute Einschussmöglichkeiten durch Marvin Stierle, Thomas Szramowski und Bastian Pott, die allesamt vom stark haltenden Hüllhorster Torwart zunichte gemacht wurden.
Im weiteren Verlauf neutralisierten sich beide Teams auf sehr ordentlichem A-Liga-Niveau. Wirklich Zwingendes in den Strafräumen gab es auf beiden Seiten dementsprechend kaum.

Fast eine Halbzeit in Unterzahl

In der 47. Minute unterlief Frotheims Libero Janes Hußmann ein Foulspiel, für das er zu Recht die gelbrote Karte erhielt. Mit einem Mann weniger auf dem Platz hatten die Gäste nun deutlich mehr Ballbesitz als noch im ersten Abschnitt. So richtig brenzlig wurde es vor den Frotheimer Kasten jedoch trotz einiger guter Freistoß- und Schussgelegenheiten nicht. Meist war noch ein Frotheimer Bein dazwischen oder Frotheims Keeper Christoph Gerling hielt sicher. Oder die Hüllhorster scheiterten an ihrem eigenen Unvermögen und schossen oder köpften weit am Kasten vorbei. Der VfL stellte allerdings auch clever die Räume zu und nutzte eine seiner wenigen Konterchancen. Bastian Pott spielte den Ball in die Schnittstelle der Hüllhorster Viererkette, Sebastian Bollmeier umkurvte den Torwart und netzte aus kurzer Distanz ein (83.). Danach bemühten sich die Gäste um den Ausgleich, aber die kampfstarken Frotheimer hielten gut dagegen und ließen nichts wirklich Gefährliches mehr zu.

Aufgrund der engagierten Leistung - 45 Minuten zu zehnt und das Tor in Unterzahl geschossen - ein verdienter Sieg gegen eine gute Hüllhorster Mannschaft.

 

Aufstellung: C. Gerling, J. Hußmann, D. Wenig, A. Kasten, S. Depping, J, Schütte, B. Pott, S. Bollmeier (87. A. Janzen), T. Borchert, M. Stierle (53. C. Speck), T. Szramowski (53. C. Kellweries)

Tore: 1 : 0  Bollmeier (83.)

Gelbrot: Hußmann (47.)
 

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Vermeidbare Niederlage

2. Spieltag (22.8.2010): TuS Levern – VfL Frotheim    2 : 0  (1 : 0)
 
Solide und brotlos gegen solide und effektiv

Mit hängenden Köpfen schritten die Frotheimer Kicker Richtung Kabine. Alle wussten, dass diese Niederlage gegen den TuS Levern vermeidbar war.
Doch der letzte Konter zum 2:0 in die Frotheimer Drangphase hinein bedeutete die Entscheidung.
Aber von Anfang an: Levern ging mit der ersten brauchbaren Offensivaktion des gesamten Spiels durch Uhlig in Führung. Ein Abspielfehler im Frotheimer Mittelfeld, das in der Vorwoche gegen Hüllhorst-Oberbauerschaft noch so stark spielte, leitete diesen Treffer ein.
Danach bekam der VfL das Spiel zwar in den Griff und kombinierte sich mehrere Male gefällig in den gegnerischen Sechzehner; so richtig zwingend war das jedoch nicht, was die Mannen von Holger Sarres aufs Parkett legten. Levern beschränkte während des gesamten Spiels darauf, tief in der eigenen Hälfte zu stehen und auf Frotheimer Fehler zu warten. Und die kamen mehrfach, sodass der VfL mit etwas Pech auch mit 0:2 in die Halbzeitpause hätte gehen können.

Kaum Änderungen im zweiten Spielabschnitt

Im Prinzip verlief das Spiel genauso wie in der ersten Halbzeit. Frotheim machte das Spiel, Levern stellte sich hinten rein.
Gefühlte 25 Flanken brachte der VfL in den Leveraner Strafraum, teils aus dem Spiel heraus, weitgehend jedoch durch Ecken und Freistöße. Doch leider war eine harmloser als die andere. Die meisten fing der kaum einmal ernsthaft geprüfte Keeper der Gastgeber, ansonsten entschied Levern die Kopfballduelle zumeist für sich.
In den letzten 15 Minuten intensivierte Frotheim seine Offensivbemühungen, welche jedoch altbacken, ideen- und tempolos waren. Beim Spielaufbau schlichen sich immer wieder Fehler ein, was zwei Minuten vor Schluss vom TuS Levern genutzt wurde. 89 Minuten nahm Stürmer Uhlig nicht am Spiel teil, traf aber zweimal. Soviel Effektivität riecht nach der Torjägerkanone.

Eine solide, aber brotlose Leistung reichte in Levern nicht für einen Punkt, obwohl von den Spielanteilen her ein Unentschieden gerecht gewesen wäre. Levern reichte dagegen eine solide, aber effektive Leistung, um den VfL im Schongang locker zu bezwingen.
Das war zu wenig Leidenschaft (keine gelbe Karte), Kreativität und Präzision (keine klare Torchance), um gegen eine sehr mittelmäßige A-Liga-Mannschaft zu gewinnen.

 

Aufstellung: C. Gerling, A. Kasten, S. Depping, J. Hußmann, J. Schütte, B. Pott, T. Borchert, C. Kellweries (78. W. Degen), D. Brandenburg (68. A. Janzen), T. Szramowski, M. Stierle

Tore: 1 : 0  Uhlig (5.), 2 : 0  Uhlig (88.)

 

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Unbefriedigendes Unentschieden

3. Spieltag (8.9.2010): VfL Frotheim – SuS Holzhausen    2 : 2  (1 : 1)
 
Zerfahrenes Spiel

Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein über weite Strecken zerfahrenes Spiel. Zweikämpfe und zahlreiche überhastete Pässe auf beiden Seiten bestimmten das Geschehen auf seifigem Geläuf bei leichtem Regen. Zu Beginn war Holzhausen bissiger in den Zweikämpfen und kam einige Male zum Torabschluss. So kann man den Führungstreffer durch Koch (22.) als verdient bezeichnen. Erst nach etwa 30 Minuten wurde Frotheim zweikampfstärker und sicherer im Kombinationsspiel. Und jetzt zeigte sich auch die Verwundbarkeit der Holzhauser Abwehr. Drei große Möglichkeiten gab es für den VfL, zweimal musste Holzhausen auf der Linie für den schon geschlagenen Keeper klären. Außerdem ahndete der Nettelstedter Schiedsrichter weder ein Handspiel noch ein Foul an Sebastian Bollmeier, beides geschehen im Holzhauser Strafraum. In die Drangphase der Frotheimer fiel jedoch folgerichtig der verdiente Ausgleichstreffer durch einen Kopfball von Tobias Borchert kurz vor der Pause.

VfL vergibt zu viele Chancen

Die zweite Halbzeit bot den Zuschauern deutlich mehr, zumindest aus Frotheimer Sicht. Der VfL diktierte jetzt das Spielgeschehen und erspielte sich Chancen im Dreiminutentakt. Leider wurden selbst klarste Chancen nicht genutzt. Außerdem zeigte der Holzhauser Torwart eine sehr starke Leistung. Und wie schon in der ersten Hälfte konnten seine Verteidiger zweimal auf der Linie abwehren. Frotheims Offensivbemühungen erhielten jedoch in der 60. Minute einen Dämpfer, als Bastian Pott nach einem Eckball ein Eigentor unterlief. Nur fünf Minuten später gelang Bastian Pott ein zweiter Treffer, diesmal zum Glück per Kopf in den Holzhauser Torwinkel.
Kurz darauf pfiff sich der Unparteiische ins Rampenlicht. Er wertete eine Abwehraktion von Simon Depping, die Torwart Gerling aufnahm, als Rückpass (von der Sorte „Kann man geben, muss man nicht“). Der Freistoß von der Fünfmeterkante landete in der Mauer. Beim Gegenangriff wurde Frotheim im Mittelfeld „taktisch“ gefoult (wie so oft), doch der SR ließ weiter laufen (wie so oft). Als sich Christoph Gerling darüber echauffierte, entschied der SR auf indirekten Freistoß im Frotheimer Sechzehner. Doch Holzhausen vergab auch dieses Geschenk. In den letzten Minuten hätten beide Teams noch den Siegtreffer erzielen können, doch es sollte nicht mehr sein.

Die Chancen und die Spielanteile hätten zwingend den zweiten Frotheimer Sieg bedeuten müssen. Künftig muss entweder von Anfang an so gespielt werden wie in der zweiten Halbzeit, als man endlich den Eindruck gewann, dass die Mannschaft ernst macht, oder die Torchancen müssen besser genutzt werden. Am besten beides.
 

Aufstellung: C. Gerling, A. Kasten, D. Wenig, J. Hußmann, S. Depping, J. Schütte, B. Pott, T. Borchert (69. D. Brandenburg), C. Kellweries (46. C. Meyhoff), S. Bollmeier, M. Stierle (79. A. Janzen)

Tore: 0 : 1  Koch (22.), 1 : 1  Borchert (43.), 1 : 2  Pott (60. Eigentor), 2 : 2  Pott (65.)

 

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Knapp, aber verdient

5. Spieltag (12.9.2010): VfL Frotheim – TuRa Espelkamp    1 : 0  (0 : 0)
 
Das Ding will nicht rein

Nach dem Punktverlust gegen Holzhausen vier Tage zuvor sollte es gegen TuRa Espelkamp klappen mit dem zweiten Dreier.
In den ersten 15 Minuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend, danach verzeichnete der VfL ein deutliches Chancenplus. Ein Freistoß von Christoph Meyhoff wurde vom Torwart gut gehalten, danach köpfte Tobias Borchert knapp am Tor vorbei. Ein weiterer Freistoß landete an der Latte, der Nachschuss wurde nicht genutzt. TuRa, obwohl keinesfalls schwach, konnte aus dem Spiel heraus nichts wirklich Zwingendes in der Offensive zuwege bringen. Drei Freistöße flogen über das Frotheimer Gehäuse.
Das Spannendste am Spiel waren die Schiedsrichterentscheidungen, denn diese waren unstet wie der Mistral in Südfrankreich. Wer Foul spielte, bekam nicht selten den Freistoß, Abseitsentscheidungen wurden scheins nach dem Zufallsprinzip getroffen. Einige Zuschauer vermuteten schon, dass das Spiel vom 23. Mann entschieden wird, wozu es zum Glück allerdings nicht kam.

Freistöße

Das Übergewicht des VfL hatte auch in der zweiten Halbzeit Bestand. Doch wieder wurden klare Einschusschancen liegen gelassen. So musste ein weiterer direkter Freistoß von Christoph Meyhoff herhalten, um Frotheim in Führung zu bringen.
Auf der Gegenseite wollte der Mann in Gelb eine Unsportlichkeit von Keeper Christoph Gerling gesehen haben, der den Ball tatsächlich aufreizend lässig gegen einen heranstürmenden TuRaner aufnahm. Gelb gab es obendrein. Doch beide Freistöße (der SR ließ – warum auch immer – wiederholen) landeten in der Mauer.
Frotheim verpasste es, den Sack vorzeitig zuzumachen. Marvin Stierle vergab die dickste Möglichkeit, als er frei vorm Torwart auftauchte, doch dieser parieren konnte. Einige verheißungsvolle Szenen in Form von Pässen in die Spitze endeten meist mit einem Pfiff. Ob es tatsächlich immer Abseits war, darf bezweifelt werden. Aber es gibt halt in der Kreisliga A keine technischen Hilfsmittel.
Unter dem Strich schaukelte der VfL die Partie sicher nach Hause, denn außer den beiden geschenkten Freistößen gab es keine nennenswerte Szene mehr.

Ein hoch verdienter, aber viel zu knapp ausgefallener Sieg. Immerhin ließ man gegen TuRas starke Offensive im Prinzip keine echte Torchance zu, eine Steigerung gegenüber dem Holzhausen-Spiel.

 

Aufstellung: C. Gerling, D. Wenig, J. Hußmann, S. Depping, J. Schütte, B. Pott, T. Borchert, C. Kellweries, C. Meyhoff (85. C. Speck), S. Bollmeier, M. Stierle (89. P. Kulp)

Tore: 1 : 0  Meyhoff (63.)

 

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“Torschusspanik”

6. Spieltag (19.9.2010): SV Schnathorst – VfL Frotheim    2 : 0  (0 : 0)
 
Das Ding will immer noch nicht rein!

Im Grunde ist der Ablauf des Spiels schnell erzählt.
In den ersten zehn Minuten hatte der VfL vier Hundertprozentige, darunter ein Lattenfreistoß, die (mal wieder) nicht reingemacht wurden. Nach 15 Minuten konnte sich der Gastgeber aus der Umklammerung befreien und das Spiel etwas ausgeglichener gestalten. Chancenverhältnis zur Pause: 10:2 für den VfL, Spielstand: 0:0.

Der VfL spendet großzügig, Schnathorst nimmt an

In der zweiten Halbzeit legten die Schnathorster ihren Respekt ab und wurden griffiger in den Zweikämpfen. Dennoch hätte Frotheim auch in dieser Phase die Führung erzielen müssen. Doch es kam wie es kommen musste: Schnathorst bekam einen (fragwürdigen) Freistoß von der Sechzehnerkante zugesprochen, dieser landete abgefälscht links unten neben dem Pfosten im Netz. Frotheim agierte jetzt seltsamerweise leb- und ideenlos, Schnathorst ließ dagegen kaum noch etwas zu. Im Gegenteil: Die dritte gute Kontergelegenheit nutzten sie fünf Minuten vor Schluss zum 2:0, das jetzt nicht einmal mehr unverdient war.

Normalerweise führt man zur Halbzeit mindestens 3:0 gegen den – mit Verlaub – bisher schwächsten Saisongegner. Doch der Aufsteiger zeigte gute Moral und erzwang den Sieg, wohingegen Frotheim dieses Spiel von der Sorte „Da kannste noch ’ne Stunde spielen und schießt trotzdem kein Tor“ aufgrund der unkonzentrierten Torabschlüsse überflüssigerweise abschenkte. Selbst in Schuld!


 

Aufstellung: C. Gerling, D. Wenig, J. Hußmann, S. Depping (46. A. Kasten), J. Schütte (70. A. Janzen), B. Pott, T. Borchert, C. Kellweries (75. C. Speck), C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle

Tore: 1 : 0  Riegmann (61.), 2 : 0  Sparenborg (82.)

 

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Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

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Arbeitssieg

4. Spieltag (22.9.2010): OTSV Pr. Oldendorf – VfL Frotheim    0 : 2  (0 : 2)
 
Entscheidung in den ersten zehn Minuten

Die ersten zehn Minuten verliefen fast genauso wie im Spiel wenige Tage zuvor gegen den SV Schnathorst. Der VfL war drückend überlegen und hatte gleich einige Torchancen. Der wesentliche Unterschied: Dieses Mal wurden zwei davon genutzt. Beide Treffer erzielte Sebastian Bollmeier, das 1:0 per Flachschuss in die rechte untere Torwartecke, das 2:0 durch einen fulminanten Linksschuss, der die Lokalpresse dazu bewog, den Rechtsfuß zum Linksfuß umzubetiteln.
Oldendorf war kalt erwischt worden und hatte Mühe, in die Begegnung zu kommen. Frotheim beschränkte sich nach einer Viertelstunde darauf, den Vorsprung zu verwalten und aus sicherer Defensive und Ballbesitz weitere Torchancen herauszuspielen. Und die kamen, wenn auch nicht so zahlreich wie noch in der Anfangsphase. Doch wie schon gegen Schnathorst fanden diese nicht den Weg ins Tor, wobei sich der Oldendorfer Keeper als mit Abstand bester Spieler seines Teams erwies.
Kurz vor der Halbzeit hatte der Gastgeber seine ersten beiden Torchancen. Ein Schuss von Olfert strich knapp am Tor vorbei. Die dickste Chance wurde von Janes Hußmann vereitelt, der in höchster Not klären konnte.

Spiel wurde zum Arbeitssieg

Die Oldendorfer wurden mit zunehmender Spieldauer bissiger in den Zweikämpfen und hielten die Partie offen. Allerdings gelang es ihnen nicht, sich in gute Torschusspositionen zu bringen. So plätscherte die Partie vor sich hin, denn der VfL tat nur das Nötigste, um den Vorsprung zu sichern. Auf beiden Seiten zeigten die Torhüter bei Freistößen, wie schön sie fliegen können. Frotheim verpasste es, in mehreren Kontersituationen den Deckel drauf zu machen. Doch über wirklich Ereignisreiches kann man nicht mehr berichten.

Was auch ein Kantersieg hätte werden könnte, wurde zum Arbeitssieg, weil Oldendorf eine gute Moral zeigte.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, J. Hußmann, S. Depping, J. Schütte, B. Pott (75. A. Janzen), T. Borchert, C. Kellweries, C. Meyhoff (68. C. Speck), S. Bollmeier, M. Stierle (78. D. Brandenburg)

OTSV Pr. Oldendorf
: J. Nickel, G. Wiens, A. Jamo, T. Westphal, W. Olfert, E. Wiens, R. Olfert, D. Daubendiek (66. M. Fricke), P. Fast, E. Olfert, T. Ziebell (57. P. Bredemeier)

Tore: 0 : 1  Bollmeier (2.), 0 : 2  Bollmeier (10.)
 

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Geplatzter Knoten

7. Spieltag (26.9.2010): VfL Frotheim – E. Tonnenheide    7 : 1  (3 : 1)

Marvin Stierle mit Hattrick

Weder mit dem Spielverlauf noch mit dem Endergebnis hätte wohl jemand der zahlreichen Anwesenden gerechnet.
Frotheim begann sehr druckvoll und erspielte sich gleich mehrere Hochkaräter. Trainer Holger Sarres ärgerte sich noch über eine vergebene Großchance, da klingelte es schon im Kasten von Gästekeeper Sven Hesemann. Marvin Stierle traf zum überfälligen 1:0 – und das in der 6. Minute. Nur wenige Zeigerumdrehungen später ließ er das 2:0 folgen.
Die lethargisch wirkenden und überforderten Tonnenheider kamen überhaupt nicht ins Spiel, allerdings schien sie das nicht sonderlich zu stören. Vom Kampfgeist der Vorsaison war nicht mehr viel zu sehen.
Zwar verflachte das Spiel danach etwas, der VfL blieb aber brandgefährlich. Aber erst kurz vor dem Pausenpfiff machte Marvin Stierle den Hattrick perfekt. Fast im Gegenzug, in der letzten Aktion der ersten Hälfte, traf Tonnenheide mit dem einzigen ernsthaften Torschuss zum schmeichelhaften Anschlusstreffer.

Kantersieg

Wer jetzt geglaubt hat, Tonnenheide würde wie beim 6:6 gegen Isenstedt, als sie einen 4-Tore-Rückstand aufholen konnten, zurückkommen und fighten, sah sich getäuscht. Zwischen der 48. und der 67. Minute schraubte der VfL das Ergebnis durch Treffer von Christoph Meyhoff, Sebastian Bollmeier, Bastian Pott und freundlicherweise ein Eigentor weiter in die Höhe. Und obwohl Frotheim danach zwei Gänge herausnahm, kam man immer noch zu Torchancen, die allerdings nicht mehr genutzt wurden. Auch über ein zweistelliges Resultat hätte sich der Gast tatsächlich nicht beklagen dürfen.

Dieser Kantersieg bei einem Chancenverhältnis von 15:3 darf keinesfalls überbewertet werden, da die Gäste die Qualität ihres zweifellos guten Kaders in keiner Sekunde abgerufen haben und irgendwo zwischen rabenschwarzer Tag und Arbeitsverweigerung agierten. Frotheim kann’s egal sein.

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, J. Hußmann, S. Depping (65. A. Kasten), J. Schütte, B. Pott, T. Borchert, C. Kellweries (60. D. Brandenburg), C. Meyhoff (73. C. Speck), S. Bollmeier, M. Stierle

Eintracht Tonnenheide:
S. Hesemann, T. Peper, P. Dökel, D. Düvel, O. Sander, B. Heinz (52. N. Schlottmann), M. Ahrens (30. D. Stoll), M. Bohnhorst, T. Blase, M. Anderson, M. Riesen

Tore:
1 : 0  Stierle (6.), 2 : 0  Stierle (15.), 3 : 0  Stierle (44.), 3 : 1  Stoll (45.), 4 : 1  Meyhoff (48.), 5 : 1  Bollmeier (61.), 6 : 1  Bohnhorst (65. Eigentor), 7 : 1  Pott (67.)

 

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Derbysieg

8. Spieltag (5.10.2010): SC Isenstedt – VfL Frotheim   2 : 4 (2 : 1)

Frühes Tor

Die knapp 350 Zuschauer sahen ein Derby, das den Namen wirklich verdiente. Eine tolle Kulisse beim Nachbarschaftsderby der Kreisliga A. Das Spiel war geprägt von harten, aber fairen Zweikämpfen und zwei Mannschaften, die mit vielen Emotionen das Spiel für sich entscheiden wollten.
Frotheim erwischte einen Auftakt nach Maß, denn nach 30 Sekunden hieß es nach einem Meyhoff- Freistoß 0:1 für den Gast aus Frotheim. Die Isenstedter waren deutlich verunsichert durch diesen frühen Rückstand und Froheim versuchte weiterhin, den ISC früh unter Druck zu setzen. Die ersten zehn Minuten gehörten dem VfL, wobei man sich eine weitere gute Möglichkeit durch Marvin Stierle heraus spielen konnte. Stierle vernaschte seinen Gegenspieler, setzte aber aus 16 Metern zu hoch an.  Dieser Schuss von Stierle war wohl ein Startsignal für „Die Macht vom Mittellandkanal“. Ab diesem Moment - wie ausgewechselt - erspielte sich der ISC eine Handvoll Tormöglichkeiten. Die erste Hundertprozentige führte nach einem Eckball zum verdienten Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 15. Minute durch ein Kopfballtor von Tobias Böker. Frotheim, sichtlich geschockt durch den Ausgleich, kam nicht mehr wie gewünscht in die Zweikämpfe. Der ISC war bis zur Halbzeit fast immer den berühmten „Schritt schneller“ am Ball. Folgerichtig fiel das 2:1 durch Christian Vogt in der 30. Minute, zwei Frotheimer Spieler waren einen Tick zu spät. Weitere Chancen durch Koch (2), Henning Kirchner und Sebastian Vogt blieben vom ISC fahrlässig ungenutzt. In dieser Phase des Spiels mussten sich die Frotheimer bei ihrem Schlussmann Christoph Gerling bedanken, der die verunsicherte Frotheimer Mannschaft im Spiel hielt. Die Frotheimer wären vielleicht geschlagen gewesen, wäre ein weiterer  Treffer für den ISC gefallen.

Emotionen

Holger Sarres fand wohl in der Kabine die richtigen Worte, zudem wurde kurz nach der Pause der Kapitän der jungen Frotheimer Mannschaft, Bastian Pott, eingewechselt. Direkt nach Wiederanpfiff dürften sich die Frotheimer nicht beschweren, wenn der (gute) Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt gezeigt hätte. Christoph Gerling riss Sebastian Vogt vor den Augen des Schiedsrichters zu Boden, aber der Pfiff blieb aus. Jedoch lieferten die „Sandhasen“ eine geschlossene, zielstrebige Mannschaftsleistung in den zweiten 45 Minuten. Die Zweikämpfe wurden wieder besser angenommen und die beiden starken Stürmer des ISC konnten weitestgehend im Schach gehalten werden. Die Wende kam mit dem 2:2 durch einen satten Schuss aus 16 Metern durch Sebastian Bollmeier 55. Minute. Wo in der ersten Halbzeit fast jeder Ball unkontrolliert nach vorne geschlagen wurde, fanden die Frotheimer nach dem Ausgleich immer besser zu ihrem Kurzpassspiel und kontrollierten dadurch Ball und Gegner. Doch weitere Torchancen waren außer einem zu Unrecht nicht gegeben Tor durch Meyhoff Mangelware. In der Schlussphase des Spiels wirkten die Isenstedter müde, konnten nicht mehr nachlegen und schienen mit dem Unentschieden zufrieden zu sein. Die Frotheimer hingegen, angetrieben von ihrem Trainer, versuchten das dritte Tor zu erzielen. In der 85. Minute war Tobias Borchert nach einer hohen Flanke in den 16er zur Stelle und verlängerte den Ball ins lange Eck, zum viel umjubelten 2:3-Führungstreffer  für den VfL Frotheim. Der ungeschlagene Isenstedter Sport-Club warf alles nach vorne und kassierte in der Schlussminute nach einer tollen Kombination von Pott, Stierle und Bollmeier das alles entscheidende 2:4 in der Nachspielzeit.
Nach dem Spiel gab es für den VfL kein Halten mehr und der Sieg wurde lautstark bejubelt.

Gegen einen durchaus starken SC Isenstedt wurde ein nicht unverdienter Sieg eingefahren. In der ersten Halbzeit, hätte man sich nicht beschweren können, wenn man mit 3:1 bzw. 4:1 ins Hintertreffen geraten wäre.  Doch aufgrund der Leistung in der zweiten Halbzeit wusste die Sarres Elf  zu überzeugen, der Sieg war verdient. Noch vor einem Jahr hätte man wohl so ein „Spitzenspiel“ verloren, ist daran eine positive Entwicklung der Mannschaft zu erkennen... ?!

(von Christoph Meyhoff)
 

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, J. Hußmann (60.C. Speck), S. Depping, J. Schütte (51. B. Pott), T. Borchert, C. Kellweries, D. Brandenburg (81. D. Gräve), C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle

SC Isenstedt:
S. Kösling, T. Bölk, D. Kahre (85. T. Kottkamp), M. Böker, T. Böker (88. R. Oevermann), D. Kröcker, C. Vogt, H. Kirchner (75. T. Engelage), C. Götze, A. Koch, S. Vogt

Tore:
0 : 1  Meyhoff (1.), 1 : 1  T. Böker (15.), 2 : 1  C. Vogt (30.), 2 : 2  Bollmeier (55.), 2 : 3  Borchert (85.), 2 : 4  Bollmeier (90.+2)


 

Dritter Derbysieg

9. Spieltag (10.10.2010): VfL Frotheim – TuS Gehlenbeck    6 : 1  (4 : 0)

Geschenkte erste Halbzeit

Die etwa 100 Zuschauer bekamen ein seltsames Spiel zu sehen.
Die Gäste aus Gehlenbeck versuchten es mit der gleichen Taktik wie im letztjährigen Rückspiel; sie zogen sich bis zur Mittellinie zurück und warteten auf Frotheimer Fehler, um dann mit ihren schnellen Stürmern zum Erfolg zu kommen.
In den ersten 20 Minuten ging diese Taktik auf. Zwar erspielte sich Gehlenbeck keine nennenswerte Möglichkeit (ein Kopfball flog einen Meter über das Tor), doch auch der VfL brachte zunächst kaum Zwingendes zuwege. Die Grünen konnten in dieser Phase nicht an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Trainer Sarres monierte die zu Recht fehlende „Körperspannung“, mehrere „leichte Bälle“ gingen verloren. Umso verwunderlicher dann die Führung für den Gastgeber durch Marvin Stierle nach allerdings sehr schöner Kombination. Der VfL hatte jetzt den richtigen Ansatz gefunden, um die tief stehenden Gehlenbecker samt Viererkette zu überwinden: Lange Bälle über das dicht gestaffelte Mittelfeld oder schnelle Ballstafetten. Auf diese Weisen fielen auch die nächsten drei Tore durch Christoph Meyhoff (per wunderschöner Direktabnahme unter die Latte) und zweimal Sebastian Bollmeier. Weitere gute Tormöglichkeiten wurden ausgelassen. Mit einem Minimum an Arbeitsaufwand wurde ein Maximum an Ertrag erspielt.

Trainingsspiel in der zweiten Hälfte

Nach zehn Minuten hatte der VfL durch zwei Stierle-Treffer den Sack zugemacht. Zwischen der 46. und 75. Minute hatten die Frotheimer weitere gute Torchancen, die jedoch vom besten Gehlenbecker, Keeper Struckmeier, zunichte gemacht wurden.
Gehlenbeck war nun scheinbar unschlüssig, ob sie eine höhere Niederlage vermeiden oder Ergebniskosmetik betreiben wollten. Jedenfalls standen meist 18 Spieler in der Gehlenbecker Hälfte, teilweise wie beim Handball rund um den Sechzehner.
Etwa eine Viertelstunde vor Schluss konnte Wetter abschwächen, als er einen Kopfball in den Winkel setzte. Das war der zweite und letzte Torschuss der Gehlenbecker der gesamten Begegnung.
Über den Rest der jetzt immer langweiliger werdenden Partie darf der Mantel des Schweigens gelegt werden.

Auf beiden Seite insgesamt ganze vier Eckbälle, keine gefährlichen Freistoßsituationen, zwei Gelbe Karten wegen Meckerns, aber sieben Tore.
Mit wenig Aufwand wurde eine an diesem Tag uninspirierte Gehlenbecker Mannschaft, die eine Klasse schlechter spielte als noch im letzten Spiel gegen den VfL, klar und auch in der Höhe verdient geschlagen. Die Frotheimer Freude hielt sich in Grenzen, wusste man doch, dass man sich trotz des hohen Sieges nicht mit Ruhm bekleckert hatte.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, S. Depping, D. Gräve (74. A. Janzen), C. Speck, T. Borchert, J. Schütte (74. P. Kowalczyk), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle (63. T. Szramowski)

TuS Gehlenbeck:
M. Struckmeier, T. Czarnetta, T. Bringewatt, H. Hölscher, M. Nowozin, P. Hölscher, C. Rührup (46. T. Jager), O. Wehmeyer (87. D. Benus), S. Wetter, A. Kottkamp, J. Gerdom (46. C. Rohs)

Tore:
1 : 0  Stierle (21.), 2 : 0  Meyhoff (30.), 3 : 0  Bollmeier (38.), 4 : 0  Bollmeier (40.), 5 : 0  Stierle (47.), 6 : 0  Stierle (55.), 6 : 1  Wetter (69.)

 

VfL verliert hässliches Spiel

10. Spieltag (17.10.2010): FC Lübbecke – VfL Frotheim    2 : 1  (1 : 1)

Spielerische Elemente Mangelware in Halbzeit 1

Der VfL erwischte den besseren Start und bestimmte zu Beginn das Geschehen.
Nach etwa 15 Minuten konnte der FC Lübbecke das Spiel offen gestalten und kam jetzt zu zwei guten Tormöglichkeiten nach Eckbällen. Ein schlimmer Frotheimer Abwehrfehler wurde vom agilen Manske zur Lübbecker Führung verwertet.
Die Begegnung wurde intensiver. Den entschlossener wirkenden Lübbeckern kam die Tatsache entgegen, dass der Schiedsrichter auf beiden Seiten fast alles durchlaufen ließ (“Soll ich jeden Killefitt pfeifen?”).
Frotheim versuchte, in die Begegnung zurückzukommen und hatte durch einen Kopfball von Tobias Borchert, den ein Lübbecker Verteidiger noch so eben an den Pfosten lenken konnte, ihre bis dahin beste Chance. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit fiel dann aber doch der nicht unverdiente Ausgleich durch einen Kopfballtreffer von Christoph Speck.

Spielerische Elemente Mangelware in Halbzeit 2

Und wieder kam der VfL gut aus der Kabine, doch wieder kein Ertrag in Form von Zählbarem. Dies war fast die einzige Phase des Spiels, in der mal so etwas wie Kombinationsfußball aufkam. Daraus resultierten zwei gute Torchancen, die jedoch beide vergeben wurden. Auf der Gegenseite traf der eingewechselte Thoss zum 2:1. Der VfL reklamierte umsonst die Abseitsstellung des Torschützen.
Danach fiel Frotheim kaum noch etwas ein. Lübbecke stand tief und schaffte es weitgehend, den Ball aus dem eigenen Sechzehner herauszuhalten. Bei den wenigen Frotheimer Torgelegenheiten war stets ein Abwehrbein dazwischen. Lübbecke hatte seinerseits die Möglichkeit, frühzeitig den Deckel draufzumachen, scheiterte aber ebenfalls.

Der FC hat unter dem Strich nicht unverdient gewonnen, weil Frotheim mit deren englischen „80er-Jahre-Kick-and-Rush“ – lange Bälle auf die kopfballstarken Stürmer, ansonsten tief stehen und verbissen verteidigen – nicht so richtig klarkam. Dazu hatten mehrere Frotheimer einen schwarzen Tag erwischt – zu viele, um dieses unansehnliche Spitzenspiel zu gewinnen.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig (80. P. Kowalczyk), S. Depping, D. Gräve (65. T. Szramowski), C. Speck (85. A. Janzen), T. Borchert, J. Schütte, B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle

FC Lübbecke:
D. Gilbert, T. Manske, M. Holle, D. Heuer, D. Griese, S. Burkert, S. Blase, J. Sudermann, M. Hohmeier, S. Keller (83. M. Redekopp), S. Manske (46. A. Thoss)

Tore:
1 : 0  Manske (15.), 1 : 1  Speck (35.), 2 : 1  Thoss (64.)

 

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Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

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Den Tabellenführer in der letzten Sekunde geschlagen

11. Spieltag (24.10.2010): VfL Frotheim – Union Varl    3 : 2  (1 : 0)

VfL mal wieder mit besserem Start

Satte 150 Zuschauer bildeten einen würdigen Rahmen für dieses Spitzenspiel.
Schon nach 20 Sekunden wurde Varl kalt erwischt, doch Frotheims Christoph Meyhoff zielte aus kurzer Distanz knapp über das Tor. In der ersten Viertelstunde war der VfL klar am Drücker und erst mit zunehmender Spieldauer gelang es dem Tabellenführer, das Spiel offen zu gestalten. Ein Kopfball von Bastian Pott strich knapp am Tor vorbei, Christoph Meyhoff traf aus 25m nur den Innenpfosten bei einem Freistoß. „United“ kam dann aber auch zu Chancen; Christoph Gerling musste zweimal sein Können unter Beweis stellen. Kurz vor der Halbzeitpause nutzte Meyhoff eine schöne Kombination zur überfälligen Führung.

Hochspannung in der Schlussphase

Unerwartet passiv kamen die Varler aus der Kabine. Frotheim nutzte dies zum verdienten 2:0. Doch fast im Gegenzug konnte Sven Kassen das Leder aus etwa 10m in das Tornetz wuchten. Das war der Weckruf für die Nordkreisler, jetzt mehr für die Offensive zu tun.
Zwischen der 60. und 85. Minute hatte Varl seine beste Phase, als der VfL dem hohen Tempo der ersten Halbzeit und dem tiefen Boden Tribut zollen musste. Drei hundertprozentige Torchancen konnte der Tabellenführer nicht nutzen. Auf der Gegenseite hatten sie Glück, als ein Distanzschuss von Tobias Borchert an die Latte knallte und Dennis Brandenburg aus kurzer Entfernung zu harmlos abschloss. Ein Foul von Christoph Speck an Kassen will der Schiedsrichter auf der Strafraumlinie gesehen haben. Der Gefoulte verwandelte den fälligen Elfmeter selbst.
In der letzten Minute der Nachspielzeit konnte der VfL endlich einen seiner Konter zu Ende spielen. Christoph Meyhoff traf zum 3:2. Nur wenige Sekunden später pfiff der Schiedsrichter ab.

Dieses vor allem für die Zuschauer interessante, intensive und weitgehend faire Duell auf Augenhöhe entschied Frotheim glücklich, aber in Anbetracht der besseren Chancen über die gesamte Spielzeit hinweg nicht unverdient für sich
 

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, P. Kowalczyk (77. D. Brandenburg), C. Speck, B. Pott, S. Borchert, S. Depping, J. Schütte, C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle (T. Szramowski)

Union Varl:
C. Sander, D. Pöttker, B. Drumann, K. Kröger, S. Numrich, S. Wegehöft, S. Kassen, J. Streich (60. C. Bommelmann), A. Lange, P. Meier, P. Spreen

Tore:
1 : 0  Meyhoff (44.), 2 : 0  Bollmeier (53.), 2 : 1  Kassen (55.), 2 : 2  Kassen (84., FE), 3 : 2  Meyhoff (90.+3)

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Deutlicher, als das Ergebnis aussagt

12. Spieltag (31.10.2010): TuS Tengern III – VfL Frotheim    2 : 3  (0 : 1)

Schiri verspätet sich – Teil 1

Über eine Viertelstunde ließ Schiedsrichter Cetinkaya Spieler, Trainer und Zuschauer auf seine Anwesenheit warten (man stand buchstäblich im Regen), bis es zur ungewohnten Anstoßzeit von 12.17 Uhr (eigentlich 12 Uhr) losging.
Der Boden des sehr kleinen Tengeraner Nebenplatzes war äußerst tief und rutschig. Dementsprechend schwer taten sich beide Teams, ein konstruktives Spiel aufzuziehen.
Die erste Gelegenheit hatte Frotheims Angreifer Sebastian Bollmeier, der freistehend vor dem Tengeraner Gehäuse dem Keeper in die Arme schoss.
Tengerns Dritte hielt gut dagegen und machte Frotheim vor allem im Mittelfeld das Leben schwer. Auf dem eh schon engen Platz wurden die Räume noch enger gemacht, außerdem resultierten brauchbare Konterchancen für Tengern aus Frotheimer Ballverlusten. Zweimal vergab der Gastgeber gute Möglichkeiten nur knapp. Besser machte es auf der Gegenseite Marvin Stierle, der nach einem Abwehrfehler zur Führung einschob.
Frotheims Spiel wurde nun etwas „klarer“, man agierte weniger „klein-klein“ und hatte dadurch ein deutlicheres Übergewicht. Doch die mehrfach vorhandene Gelegenheit, die Führung auszubauen, wurde verpasst.

Schiri verspätet sich – Teil 2

Als Cetinkaya zur zweiten Halbzeit anpfeifen wollte, bemerkte er, dass ein wichtiges Schiedsrichterutensil – nämlich der Stift für wichtige Spielnotizen – fehlte. Diesen zu holen bedeutete erstens für ihn den weiten Weg zurück in die Tengeraner Katakomben anzutreten und zweitens die weitere Verschwendung von fünf Minuten Lebenszeit für die Wartenden.
Irgendwann ging es zum Glück weiter. Gleich die erste gute Torchance des zweiten Abschnitts nutzte Goalgetter Bollmeier zum 2:0, nachdem gleich zwei Tengeraner Verteidiger offensichtlich die falsche Schuhwahl getroffen hatten und auf dem seifigen Untergrund Gleichgewichtsschwierigkeiten offenbarten.
Jetzt deuteten Ergebnis und Spielverlauf auf einen gemütlichen Frotheimer Sieg ohne viel Aufwand hin, wenn nicht der Mann in Orange eine lustige Handelfmeterentscheidung getroffen hätte. Seltsamerweise fanden die Frotheimer das gar nicht so lustig. Bohlmann war’s egal, er traf zum Anschlusstreffer.
Eine knappe Viertelstunde später wurde Sebastian Bollmeier nach schöner Einzelleistung im Sechzehner elfmeterreif ins Straucheln gebracht, schaffte es aber noch, zum Schuss anzusetzen, der allerdings vom guten Torwart Lehmann über die Latte gelenkt wurde. Erst dann allerdings ertönte der Strafstoßpfiff, und diesmal waren es die Mannen von Trainer Steinmeier, die sich ob der fragwürdigen Entscheidung echauffierten. Das nennt man wohl ausgleichende Ungerechtigkeit. Christoph Meyhoff versenkte den ersten Frotheimer Saisonelfmeter sicher.
Danach verpasste es der VfL, seine Konter konsequenter auszuspielen, um das Ergebnis klarer zu gestalten. Doch stattdessen wurde der insgesamt wenig zwingenden Tengeraner Offensive ein weiteres Tor geschenkt. Dieses Mal war die VfL-Defensive allerdings selbst schuld. Dennis Beinke nutzte die Verwirrung in der Frotheimer Hintermannschaft, die kurzzeitig in Unterzahl agieren musste. In den letzten Minuten einschließlich der vierminütigen Nachspielzeit passierte nichts Gravierendes mehr.

Diese weitgehend faire Begegnung gewann der VfL verdient trotz einer nur durchschnittlichen Leistung gegen bemühte Tengeraner. Das Ergebnis fiel unter dem Strich knapper aus, als der Spielverlauf tatsächlich war. Pflicht erfüllt, und auf dem kleinen Platz muss man erst mal gewinnen.

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, S. Depping, C. Speck, C. Kellweries, T. Borchert, D. Gräve (57. D. Brandenburg), C. Meyhoff, B. Pott, S. Bollmeier (85. A. Janzen), M. Stierle (73. T. Szramowski)

TuS Tengern III:
B. Lehmann, C. Küffmeier, M. Grätz, V. Ac, L. Bohlmann, M. Bohlmann, N. Jasinski, A. Benftima, J. Kröger, S. Nuhanovic, C. Lücking


Tore:
0 : 1  Stierle (19.), 0 : 2  Bollmeier (48.), 1 : 2  A. Bohlmann (58. HE), 1 : 3  Meyhoff (72. FE), 2 : 3  Beinke (84.)
 

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Kantersieg gegen überfordertes Schlusslicht

15. Spieltag (28.11.2010): SVHO II – VfL Frotheim    0 : 7  (0 : 3)

Gemütliche Führung bei Eiseskälte

Das erste Spiel nach vierwöchiger Zwangspause (Totensonntag und Matschwetter) gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht SV Hüllhorst-Oberbauerschaft “Reloaded” konnte - Kunstrasen sei Dank - trotz satter Minusgrade durchgeführt werden.
Zehn Minuten brauchte der VfL, heute ohne Janes Hußmann, Simon Depping, Dennis Brandenburg und Daniel Wenig, um sich an das Geläuf zu gewöhnen.
Dann entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, nämlich das des Gastgebers, der über weite Strecken der ersten Halbzeit überfordert war. Der VfL ließ Ball und Gegner laufen. Die Folge war eine Flut an Torgelegenheiten, die weitestgehend nicht vernünftig zum Abschluss gebracht wurden. Dennoch dauerte es nicht lange, bis es im Hüllhorster Kasten schepperte – Marvin Stierle traf nach zwölf Minuten. Nur vier Minuten später konnte Thomas Szramowski per Abstauber erhöhen. Das schönste Tor des Tages erzielte Bastian Pott per Rückzieher unter die Latte (32.). In den letzten zehn Minuten schalteten die Frotheimer herunter und Hüllhorst durfte auch einmal aufs Tor schießen, ohne wirklich gefährlich zu werden.

Unschöne Szenen kurz vor dem Ende

Gleich nach Wiederanpfiff zeigte sich das gleiche Bild wie zwischen der 10. und der 35. Minute. Frotheim im Vorwärtsgang und gleich der erste Torschuss saß (46.). Drei weitere Treffer fielen zwischen der 69. und 75. Minute, darüber hinaus ließ Frotheim einige weitere gute Tormöglichkeiten liegen. Etwa ab dem 0:5 agierten zwei scheinbar frustrierte Hüllhorster etwas ruppiger. Dies bekam unter anderem Christoph Speck zu spüren, der in der 80. Minute gefoult wurde. Daraufhin bildete sich ein Rudel, wobei sich selbiger Hüllhorster nicht im Griff hatte und Frotheims Meyhoff ins Gesicht schlug. Der Platzverweis war die logische Konsequenz.
In den letzten zehn Minuten besannen sich beide Mannschaften wieder auf das Fußballspielen, ohne dass noch groß etwas passierte.

Das war ein relativ locker herausgespielter Sieg, der im Grunde zweistellig hätte ausfallen müssen. Frotheim wird gut daran tun, weder Spiel noch Ergebnis über zu bewerten. Wenn es denn stattfindet, wartet nämlich am nächsten Sonntag die Erste von Hüllhorst-Oberbauerschaft am selben Ort, und dies wird ein ganz anderes Kaliber sein. Das hat das Hinspiel gezeigt.
 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk (72. A. Kasten), J. Schütte, C. Speck, T. Borchert (64. P. Kulp), T. Szramowski, C. Kellweries, C. Meyhoff, B. Pott, S. Bollmeier, M. Stierle (64. D. Gräve)

SV Hüllhorst-Oberbauerschaft II:
E. Helpling, Y. Leeker, M. Tielker, D. Braunsberger, D. Wedel, D. Reimer, S. Brune, P. Gaj, M. Velten, P. Tissen, A. Waimer (46. P. Geistdörfer)

Tore:
0 : 1  Stierle (12.), 0 : 2  Szramowski (16.), 0 : 3  Pott (32.), 0 : 4  Szramowski (46.), 0 : 5  Szramowski (70.), 0 : 6  Meyhoff (72. FE), 0 : 7  Bollmeier (75.)

Gelbrot: Brune (79.)

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Aller Anfang ist schwer

14. Spieltag (15.2.2011): VfL Frotheim – VfB Fabbenstedt    4 : 2  (2 : 1)

2:0 nach 15 Minuten

Der VfL kam sowohl gut aus der Winterpause als auch aus der Kabine und ging mit den ersten beiden Chancen gleich 2:0 in Führung. Beide Male traf Torjäger Sebastian Bollmeier.
Auf tiefem Geläuf und bei nasskaltem Wetter hatte Frotheim deutlich mehr vom Spiel, ohne zunächst jedoch zu weiteren zwingenden Torgelegenheiten zu kommen. Der Gast aus Fabbenstedt hielt gut dagegen, war insgesamt aber eher darauf aus, hinten sicher zu stehen und gelegentliche Konter zu setzen. Mit der ersten nennenswerten Tormöglichkeit traf der VfB dann auch zum Anschlusstreffer.

Fabbenstedt mit optimaler Chancenverwertung

Obwohl Frotheim das ganze Spiel über die aktivere und bessere Mannschaft war, begann nach der Halbzeit die Spiel entscheidende Phase. Fabbenstedt bestrafte nachlässiges Frotheimer Abwehrverhalten, indem sie eine 2-Stürmer-gegen-5-Verteidiger-Situation zum schmeichelhaften 2:2 nutzten. Das war die zweite und letzte Torchance des Gastes.
Frotheim brauchte allerdings noch eine ganze Weile, um den Hebel wieder umzulegen. Zwischen der 45. und 65. Minute kam man kaum einmal ernsthaft vor des Gegners Gehäuse. Dies änderte sich, als Marvin Stierle an der Strafraumgrenze gelegt wurde (ob das Foul tatsächlich im 16-m-Raum war, konnte man von außen nicht sehen). Den fälligen Elfmeter versenkte Christoph Meyhoff sicher. Dies war der Startschuss für die beste Frotheimer Phase, denn gegen jetzt müder und teilweise rüder werdende Gäste ergaben sich mehrere Tormöglichkeiten. Fabbenstedts Keeper Grabenkamp konnte sich mehrfach auszeichnen (2mal gegen Christoph Meyhoff, 1mal gegen Marvin Stierle, 1mal gegen Sebastian Bollmeier), ehe auch er sich nach einem Distanzschuss von Meyhoff geschlagen geben musste. Auch danach brannte es mehrfach lichterloh im Gästestrafraum, doch mehr als die vier Tore sollten nicht mehr fallen.

Nach langer Spielpause zeigte der VfL zwar keine berauschende (dies konnte man auch nicht erwarten), aber eine engagierte und spielerisch ansprechende Leistung. Positiv ist vor allem zu vermerken, dass eine kritische Phase, in der effektive Fabbenstedter einen 2:0-Tore-Rückstand aufholen konnte, erfolgreich überstanden hat.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping, J. Hußmann (55. C. Kellweries), J. Schütte, T. Borchert, D. Brandenburg (75. D. Gräve), C. Meyhoff, B. Pott, S. Bollmeier, M. Stierle (80. A. Janzen)

VfB Fabbenstedt:
M. Grabenkamp, Müller, Krüger, Schröder, Behnke, Hegemeier, Zoi, 
Giesdorf, Vogt, G. Grabenkamp, Schreier

Tore:
1 : 0  Bollmeier (14.), 2 : 0  Bollmeier (18.), 2 : 1  Grabenkamp (36.), 2 : 2  Grabenkamp (53.), 3 : 2  Meyhoff (62. FE), 4 : 2  Meyhoff (73.)
 

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Manchmal muss man auch mal mit einem Punkt leben können

18. Spieltag (20.2.2011): SuS Holzhausen – VfL Frotheim    2 : 2  (2 : 1)


Tiefschlaf in der Frotheimer Abwehr

Die zahlreichen Zuschauer sahen bei Eiseskälte kein hochklassiges, aber ein spannendes und intensiv geführtes Spiel.
In der ersten halben Stunde passierte nicht besonders viel, denn beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Einmal tauchten die Holzhauser gefährlich vor Christoph Gerlings Kasten auf, auf der anderen Seite pfiff der Schiedsrichter dem VfL zwei glasklare Torchancen wegen angeblicher Abseitsstellung ab.
In der 35. Minute leistete sich die nicht gerade sattelfeste Frotheimer Abwehr 90 Sekunden Tiefschlaf, die Holzhausen effektiv zu nutzen wusste. Zuerst stand bei einem Standard Holzhausens mit Abstand bester und torgefährlichster Spieler – Jörg Bohlmann – völlig blank am Fünfer und musste den Ball nur noch mit der Glatze einnicken. Scheinbar unter Schock ließ der VfL lediglich wenige Sekunden nach dem Anstoß Holzhausen fast unbedrängt zum 0:2 einschießen.
Der verdiente Anschlusstreffer fiel eine Minute vor der Pause durch Goalgetter Sebastian Bollmeier, der den Torwart umspielte und aus spitzem Winkel verkürzte.

Verdienter Ausgleich kurz vor Schluss

Frotheim hatte in der gesamten zweiten Hälfte mehr vom Spiel, wobei man nur äußerst selten zwingend wurde. Tief war der Boden, tief standen die Holzhauser und lang droschen sie abgefangene Bälle aus der eigenen Hälfte, sodass der Ball im Frotheimer Mittelfeld nicht so sicher lief wie gewohnt. Zwei Distanzschüsse von Christoph Meyhoff und Janik Schütte sowie einen aufs Tor gestocherten Ball von Paul Kowalczyk nach einer Ecke hielt Holzhausens Keeper Lars Pollert bravourös. Doch in der 86. Minute war auch er machtlos, als Christoph Meyhoff einen Freistoß aus 23m in den Winkel schoss. Danach passierte nicht mehr viel.

Wie schon im Hinspiel war Holzhausen ein schlagbarer Gegner, denn außer einigen Standards und den 90 Sekunden Gästeschlaf bekamen die Bahndämmler in der Offensive nicht viel auf die Kette, in der Defensive waren sie deutlich stärker. Der VfL – sichtlich geschwächt durch das Fehlen von Kapitän Bastian Pott und Libero Janes Hußmann – konnte immerhin einen 2-Tore-Rückstand aufholen und hat gegen einen Mitkonkurrenten zumindest nicht verloren. Aufgrund der Spielanteile hat Frotheim zwei Punkte verloren, aufgrund des späten Ausgleichstores kann und muss man mit dem Punkt gut leben.

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, D. Wenig, C. Kellweries (80. T. Szramowski), S. Depping, J. Schütte, T. Borchert (46. D. Gräve), D. Brandenburg (66. A. Janzen), C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle

SuS Holzhausen:
L. Pollert, T. Leese, M. van Brackel, D. Zielke (74. A. Vidmer), J. Bohlmann, M. Sambol (52. C. Forward), A. Hegner, C. Dobson, S. Ludwig, J. Titkemeyer, A. Koch

Tore:
1 : 0  Bohlmann (35.), 2 : 0  Koch (36.), 2 : 1  Bollmeier (44.), 2 : 2  Meyhoff (86.)
 

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Die frühen 2010-er

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Mühsam errungene drei Punkte

19. Spieltag (1.3.2011): VfL Frotheim – OTSV Pr. Oldendorf    2 : 1  (1 : 1)


Oldendorfer Führung

Eiskalte Temperaturen, ein schneidiger Wind, 70 Zuschauer und das holprige Frotheimer Geläuf stellten den Rahmen für dieses Nachholspiel dar.
Der VfL war die Spiel bestimmende und „reifere“ Mannschaft, jedoch machten die abstiegsbedrohten Oldendorfer dem VfL durch hohe Laufbereitschaft und harte Zweikampfführung das Leben madig. Frotheim erspielte sich zwar bessere Torchancen, doch die Gäste tauchten bei Kontern nicht selten gefährlich vor dem VfL-Kasten auf. So schnackelte es dann auch in der 13. Minute, als E. Olfert nach einer schönen Einzelleistung per 16m-Schuss ins rechte untere Eck zum dennoch überraschenden 1:0 traf. Frotheim zeigte sich aber nicht geschockt und hatte durch Tobias Borchert mit einem satten Linksschuss sowie einen Freistoß Christoph Meyhoffs die besten Ausgleichschancen. Beide Male reagierte Torhüter Nobbe bravourös. In der 32. Minute fiel dann allerdings das überfällige 1:1 durch Bastian Pott. Einen Freistoß bugsierte Janes Hußmann an den Pfosten, von da köpfte Pott unbedrängt ein.

Brotlose zweite Hälfte

Konnte man im ersten Abschnitt noch von einem klaren Frotheimer Chancenplus sprechen, so traf das für Halbzeit 2 eher nicht mehr zu. Das Spiel plätscherte eine halbe Stunde lang vor sich hin, denn beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Dem VfL behagten jetzt härter spielende Oldendorfer (der Schiedsrichter verteilte mehrere gelbe Karten) und der holprige Platz überhaupt nicht. Direkt nach der Halbzeit stand Marvin Stierle frei vorm Tor, doch Nobbe hielt. In der 70. Minute hatte Oldendorf die Riesenchance zur Führung, aber diesmal konnte sich Christoph Gerling auszeichnen. In der 77. Minute bekam Frotheim einen Freistoß zugesprochen, über den sich der OTSV um die Familien Olfert, Fast und Wiens bitterlich beschwerte. Bastian Pott war es egal, er versenkte den Ball zum 2:1. In der letzten Viertelstunde hätte Frotheim den Sack zumachen müssen, doch beste Chancen wurden vergeben. In der 87. erwies Daubendick (er war drei Minuten zuvor eingewechselt worden) seiner blau gekleideten Mannschaft einen Bärendienst, indem er wegen zweifachen Meckerns mit Gelbrot vom Platz flog.

Im Lexikon unter „Arbeitssieg“ könnte man Bildmaterial von diesem Spiel stellen. Frotheim hat zwar durchaus verdient gewonnen, doch die Sarres-Mannen taten sich äußerst schwer. Oldendorf haderte noch nach Spielschluss mit dem Schiedsrichter, an dem es jedoch sicherlich nicht gelegen hat.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping, J. Hußmann, J. Schütte (69. C. Kellweries), T. Borchert, D. Brandenburg (59. D. Gräve), B. Pott, C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle (87. D. Wenig)

OTSV Pr. Oldendorf:
Nobbe, Miller, Westphal, W. Olfert, E. Wiens, G. Wiens, 
Solihi (Wolf), R. Olfert, P. Fast, E. Olfert, V. Fast (Daubendick)

Tore:
0 : 1  E. Olfert (13.), 1 : 1  Pott (32.), 2 : 1  Pott (77.)
 

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Giftiges Spitzenspiel

20. Spieltag (6.3.2011): TuRa Espelkamp – VfL Frotheim    1 : 1  (0 : 1)

Frotheim besser in der ersten Hälfte

Die Lokaljournaille hatte schon im samstäglichen Sportteil eine Art „Mini-Hype“ angeschoben. Dazu kam feinstes Kaiserwetter. Das lockte eine Menge Zuschauer nach Alt-Espelkamp zum Spitzenspiel Erster gegen Vierter.
Gegen die in diesem Jahr noch verlustpunktfreien TuRaner begann der VfL stärker und dominierte die erste Halbzeit über weite Strecken. Doch außer Sebastian Bollmeiers Treffer zum 1:0 sprang nichts Zählbares dabei heraus. Der Gastgeber konnte den Spielverlauf ab der 35. Minute ausgeglichen gestalten und hatte seine beste und einzige Chance durch einen Distanzschuss, der knapp über die Latte strich und den viele TuRaner Zuschauer schon im Tor wähnten.

Torchancen Mangelware

Mit zunehmender Spieldauer kam nicht nur mehr Gift, sondern auch mehr Galle in die Begegnung. Dabei lief das Spiel hauptsächlich von Sechzehner zu Sechzehner, denn im Wesentlichen neutralisierten sich beide Teams. Dennoch konnten die Schaulustigen ein schnelles und spannendes A-Liga-Spiel sehen.
Je länger das Spiel lief, desto mehr monierten die Frotheimer Spieler an den aus ihrer Sicht einseitigen Entscheidungen des Schiedsrichters (der in diesem schwer zu pfeifenden Spiel wahrlich nicht zu beneiden war) herum, und selbst der sonst so besonnene Holger Sarres wurde einmal richtig laut. Es half nichts; TuRa bekam Freistoß um Freistoß zugesprochen und der VfL sammelte fleißig Gelbe Karten. Richtiger Fußball wurde aber auch noch gespielt. Christopher Kellweries’ satter Distanzschuss konnte von Keeper Daniel Löwen noch so eben an die Latte gelenkt werden, Christoph Meyhoffs Freistoß verfehlte den Winkel nur um Zentimeter. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte TuRa in Person des eingewechselten Rüter ein Kopfballtor nach einem Eckball erzielen. Die zweite Espelkamper Torchance des gesamten Spiels bedeutete gleichzeitig den Endstand. Die letzten zwölf Minuten musste Frotheim in Unterzahl spielen, denn Bastian Pott war inzwischen mit seiner zweiten Gelben Karte zum Zuschauen verdammt. Bis zum Schlusspfiff, den vermutlich der Schiedsrichter am meisten herbeisehnte, passierte nichts Nennenswertes mehr.

In der ersten Hälfte hat es der VfL verpasst, mehr Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen. Nach Wiederanpfiff wurde die Führung zu lange verwaltet, ohne großartig etwas für die Offensive zu tun. Das ging wie so oft nach hinten los. Nach dem Ausgleich und der „Gelbroten“ war es dann zu spät. Mit Jammern über Zweikampfhärte oder einseitiges Pfeifen ist jedoch nichts gewonnen.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping, J. Hußmann, J. Schütte (67. T. Szramowski), C. Kellweries, T. Borchert (67. D. Brandenburg), B. Pott, C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle (83. D. Wenig)

TuRa Espelkamp:
D. Löwen, S. Martens, W. Rogalsky, M. Klasing, E. Lepp, V. Wiens (55. F. Rüter), E. Schall, T. Gräber, M. Reiss, S. Dück, F. Lechner

Tore:
0 : 1  Bollmeier (24.), 1 : 1  Rüter (75.)

Gelb-Rote Karte: Pott (78.)
 

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VfL muss sich gegen Schnathorst mit Unentschieden begnügen

21. Spieltag (13.3.2011): VfL Frotheim – SV Schnathorst    1 : 1  (0 : 0)

80% Ballbesitz

Was soll man zu solch einem Spiel noch sagen? Über die gesamten 90 Minuten entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, und zwar auf das des SV Schnathorst. Die Schnathorster waren stets darauf bedacht, das Frotheimer Kombinationsspiel zu unterbinden, um sich irgendwie ein Erfolgserlebnis zu ermauern, was sich unter anderem daran festmachen lässt, dass der gegnerische Torwart Sewing bereits von der ersten Minute an auf Zeit spielte, so dass es gefühlte 2 Minuten dauerte, bis ein Abstoß vom Tor durchgeführt wurde. Frotheim machte von Beginn an das Spiel, tat sich allerdings sehr schwer gegen die massive und kompakte Deckung des SVS, die mit 11 Mann in der eigenen Hälfte verteidigten, so dass die Frotheimer immer wieder dazu gezwungen wurden, den Ball nochmals wieder quer zu spielen, da sich vorerst keine Lücken im Abwehrverbund der Schnathorster ergaben. In der 20 Minute gab es dann aber die erste dicke Torchance des VfL, als Sebastian Bollmeier nach schönem Zuspiel von Christoph Meyhoff den Ball mit vollem Risiko direkt nahm, ihn aber über das Gästegehäuse schoss. Ein weiteres Mal verpasste Bastian Pott eine Hereingabe nur knapp und ein direkter Freistoß vom „Herrn des ruhenden Balles“ (Zitat NW-Redaktion ) Christoph Meyhoff verpasste den linken Torwinkel nur knapp. Schnathorst konnte in dieser ersten Halbzeit nur eine nennenswerte Gelegenheit verzeichnen, als ein langer Pass auf Daniel Riegmann von selbigem aus ca. 35 Metern direkt auf das Gehäuse von Christoph Gerling geschossen wurde und der Ball dabei nur knapp über das Tor ging.

Schnathorster Sonntagsschuss

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich nicht wirklich ein anderes Bild. Die Frotheimer berannten das Schnathorster Gehäuse, aber irgendwie wollte die Murmel nicht ins Netz. So kam es dann wie es kommen musste; in der 70. Minute wagten sich die Schnathorster mal wieder vors gegnerische Gehäuse und diese Aktion sollte von Erfolg gekrönt sein. Der Ball kommt in den Frotheimer Strafraum, Christoph Gerling macht sich lautstark bemerkbar, dass er den Ball aufnehmen möchte, allerdings kommt ihm Paul Kowalczyk zuvor, doch dieser trifft den Ball nicht richtig und der Querschläger landet direkt vor den Füßen von Schnathorsts Top-Torjäger Daniel Riegmann, der den Ball aus 18 Metern in den linken Torwinkel hämmert. Keine Abwehrchance für Christoph Gerling. Nun mussten die Frotheimer noch offensiver agieren. Es ergaben sich einige Einschussmöglichkeiten, die aber allesamt ungenutzt blieben. So dauerte es dann bis zur 87. Minute, ehe ein Flachschuss von Sebastian Bollmeier von Marvin Stierle zum viel umjubelten Ausgleich ins gegnerischen Tor abgefälscht wurde. Dies war aufgrund des Spielverlaufs mehr als verdient. Fortan machten die Frotheimer weiter Druck und hatten bereits in der 89. Minute die Chance zum Siegtreffer, als Thomas Szramowski freistehend am Gästekeeper scheiterte. Im Gegenzug musste der VfL noch einmal tief durchatmen, als ein Schnathorster Angreifer freistehend vor Christoph Gerling den Ball knapp übers Tor köpfte. Eine letzte Gelegenheit für den VfL sollte sich dann in der 5-minütigen Nachspielzeit doch noch ergeben, doch Janes Hußmann traf nach Hereingabe von Sebastian Bollmeier per Kopf nur den Pfosten. Dieses war dann auch die letzte Chance im Spiel, so dass sich der VfL mit dem Unentschieden begnügen musste und somit die Taktik des SVS, irgendwie was Zählbares aus Frotheim mitzunehmen zum Leid des VfL auch aufging.

(Christian Mehrhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping, J. Hußmann, J. Schütte (69. D. Brandenburg), C. Kellweries, T. Borchert (65. T. Szramowski), B. Pott (52. D. Wenig), C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle

SV Schnathorst:
B. Sewing, S. Stremming, S. Lobach, L. Georgewitsch, B. Budde (76. P. Grüning), T. Habermehl, R. Kirschbaum, M. Jacobs (63. F. Klassen), D. Riegmann (84. N. Sparenborg), F. Peitzmeier, N. Rührup

Tore:
0 : 1  Riegmann (71.), 1 : 1  Stierle (87.)
 

Derbysieg in Tonnenheide

22. Spieltag (20.3.2011): E. Tonnenheide – VfL Frotheim    1 : 4  (0 : 0)

Torlos in die Kabinen

Bei bestem Fußballwetter stand das Derby gegen die abstiegsbedrohten Eintrachtler aus Tonnenheide an. Wieder einmal fanden auch ca. 60 Frotheimer Zuschauer den Weg nach Tonnenheide, um die Truppe des VfL zu unterstützen. Ganz besonders freute man sich auf Seiten der Spieler über den Besuch von Hans-Gustav Berner. Im Gegensatz zum Schnathorst-Spiel musste Trainer Holger Sarres aus Verletzungsgründen auf den etatmäßigen Libero Janes Hußmann verzichten, der allerdings durch Christopher Kellweries hervorragend ersetzt wurde. Eine zweite Änderung ergab sich noch im Abwehrverbund, wo Paul Kowalczyk durch Daniel Wenig ersetzt wurde.

Von Beginn an entwickelte der VfL viel Druck und war die Spiel bestimmende Mannschaft. Immer wieder wurden durch kluge Pässe aus dem Mittelfeld die Stürmer und vor allem Bastian Pott in Szene gesetzt. Bastian Pott war es dann auch, der die erste dicke Frotheimer Chance zu verzeichnen hatte, als er nach Vorlage von Christoph Meyhoff den Tonnenheider Libero Manuel Seewald aussteigen ließ, dann aber über den Kasten des Tonnenheider Gehäuses schoss. Die Tonnenheider wussten sich in der ersten Halbzeit nur mit langen Bällen zu helfen, die aber allesamt recht sicher von der Frotheimer Deckung abgefangen wurden. Und rutschte doch mal ein Ball durch, so war Torwart Christoph Gerling auf dem Posten. Wirkliche Torgefahr entwickelten die Eintrachtler in der ersten Halbzeit nicht. Wiederum Bastian Pott war es dann, der die zweite dicke Chance zu verzeichnen hatte, als er sich im Strafraum wieder gegen einen Tonnenheider Verteidiger durchsetzte, aber erneut zu hoch zielte und der Ball wieder über das Tor ging. Nach einem weiteren Zuspiel von Christoph Meyhoff tauchte Sebastian Bollmeier alleine vor Tonnenheides Keeper Hesemann auf, doch auch er zielte zum Leid der Frotheimer Zuschauer am Tor vorbei. Erneut konnten in der ersten Hälfte die sich bietenden Torchancen nicht genutzt werden, so dass es mit einem für die Tonnenheider schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen ging.

Bessere Chancenverwertung in den zweiten 45 Minuten

In der zweiten Halbzeit ergab sich ein nicht wirklich anderes Bild. Der VfL blieb weiterhin die dominant und nun sollten auch endlich die Tore fallen. So war es in der 58. Minute Sebastian Bollmeier, der zur längst überfälligen 1:0-Führung für den VfL einschoss, nachdem vorher Bastian Pott vor dem Tor gescheitert war, der Abpraller dann aber von Bolle zur Führung ins Tor geschossen wurde. Nun war der Knoten endlich geplatzt und innerhalb von nur 15 Minuten wurde das Spiel entschieden, denn es dauerte wiederum nur vier Minuten, bis Christoph Meyhoff einen Freistoß aus ca. 20 Metern direkt im Tonnenheider Tor unterbrachte. Keeper Hesemann machte dabei keine gute Figur und auch Meyhoff meinte nur, dass das wohl einer seiner eher schlechteren Freistöße war. Egal, Hauptsache die Kugel war im Netz. Alles andere war unwichtig. Nun brachen bei den Tonnenheidern alle Dämme und man bekam den Eindruck, dass man sich auf Tonnenheider Seite seinem Schicksal ergab. Nach einem langen Ball von Christopher Kellweries entwischte Sebastian Bollmeier ein weiteres Mal seinem Gegenspieler und per elegantem Heber über den herauseilenden Hesemann netzte er zum 3:0 für den VfL ein. Nur drei Minuten später, also in der 69. Minute, war es dann Janik Schütte vergönnt, per sattem Distanzschuss aus 18 Metern das 4:0 zu erzielen. Wiederum machte Tonnenheides Keeper keine gute Figur, als er den Ball durch die Hosenträger rutschen ließ. Nun machte sich Zufriedenheit breit und die Frotheimer ließen es etwas ruhiger angehen, blieben aber immer wieder gefährlich, doch weitere Chancen (unter anderem durch Thomas Szramowski und Dennis Brandenburg) blieben ungenutzt. Der Tonnenheider Frust entlud sich dann noch in der 75. Minute, als Verteidiger Patrik Dökel Spielmacher Christoph Meyhoff an der Mittellinie mit beiden Beinen voraus umgrätschte und folgerichtig vom gut leitenden Unparteiischen die Rote Karte zu sehen bekam. In der 88. Minute war man auf Seiten der Frotheimer Abwehr wohl in Gedanken schon in der Kabine, so dass nach Zuspiel von Stefan Heidemann, der sträflich allein gelassene Marc Anderson noch zum 1:4 einschießen konnte. Der Sieg geriet aber natürlich nicht mehr in Gefahr.

Der VfL siegte hoch verdient in Tonnenheide und mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit hätte der Sieg auch durchaus noch etwas höher ausfallen können. Nach den beiden Unentschieden gegen TuRa Espelkamp und den SV Schnathorst wurde somit endlich wieder ein Dreier eingefahren.



(Christian Mehrhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, D. Wenig, C. Kellweries, D. Gräve (59. D. Brandenburg), T. Borchert, J. Schütte, B. Pott (75. P. Kowalczyk), S. Bollmeier (69. T. Szramowski), C. Meyhoff, M. Stierle

Eintracht Tonnenheide:
S. Hesemann, D. Bergsieker, P. Dökel, S. Schmidt (69. N. Peper), M. Seewald, M. Bohnhorst (56. T. Peper), M. Ahrens, D. Möhle, D. Stoll, M. Anderson, M. Riesen (62. S. Heidemann)

Tore:
0 : 1  Bollmeier (58.), 0 : 2  Meyhoff (64.), 0 : 3  Bollmeier (68.), 0 : 4  Schütte (73.), 1 : 4  Anderson (88.)

Rote Karte:
Dökel (75.)

 

VfL meistert die Auswärtshürde

16. Spieltag (22.3.2011): SV Hüllh.-O’bauer. – VfL Frotheim    2 : 5  (1 : 2)

Endlich mal eine ebene Spielfläche

Am Dienstag, den 22.3.2011 stand das nächste schwere Auswärtsspiel der Sarres-Truppe beim ambitionierten SV Hüllhorst-Oberbauerschaft an, der bisher allerdings hinter den eigenen Ansprüchen und Erwartungen weit zurück bleibt. Die Aufstellung der Gäste mit starkem Offensivpotential in Person von Mustafa Halili, Sergej Helpling, Sascha Best und Serkan Bodur ließ Einiges erwarten, doch wie sagte Coach Sarres in seiner Besprechung vor dem Spiel so schön, wir gucken nur auf uns und wollen denen unser Spiel aufdrücken, egal wer da bei denen gleich aufläuft. Und so war es dann auch. Der VfL machte das Spiel und der Hüllhorster Kunstrasenplatz kam dem Kombinationsspiel der Sarres-Truppe sehr entgegen und schon nach zwei Minuten hatte Sebastian Bollmeier die erste Chance der Gäste, aber sein Schuss aus 18 Metern ging über das Tor des Gastgebers. Fünf Minuten später war es erneut Bollmeier, der nach feinem Zuspiel von Christoph Meyhoff, in die Schnittstelle der Hüllhorster Viererkette durchstartete, aber am herauseilenden Keeper des SVHO scheiterte. Vom angesprochenen Offensivpotential des SVHO war bisher nichts zu sehen. Der Gastgeber stand tief in der eigenen Hälfte, wartete auf  Kontermöglichkeiten und war bei Standards immer wieder gefährlich. So ergaben sich nach Eckbällen und Freistößen immer mal wieder durchaus aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten. In der zwölften Minute war es dann Serkan Bodur, der an der Torauslinie Christopher Kellweries und  Simon Depping aussteigen ließ, danach Torwart Christoph Gerling umkurvte und zum 1:0 für den SVHO einschob. Zuvor hatte trotz Hinweises von Coach Sarres Simon Depping auf Abseits gespielt, was in dieser Situation mal gänzlich in die Hose ging. Der VfL zeigte sich aber keineswegs geschockt und machte da weiter, wo er vor dem Rückstand schon angesetzt hatte: sicheres Kombinationsspiel und Zug zum Tor. Es ergaben sich einige Ausgleichmöglichkeiten für den VfL, doch es sollte bis zur 28. Minute dauern, bis Dominik Gräve mit einem gefühlvollen Lupfer das verdiente 1:1 besorgte. Die gastgebenden Hüllhorster protestierten hier vergeblich auf Abseits. Weiter ging es in Richtung Gehäuse des SVHO und zum einem, wie sagt man so schön, psychologisch günstigen Zeitpunkt kurz vor der Halbzeit fiel dann auch die 2:1-Führung für den VfL. Freistoß durch Christoph Meyhoff, Kopfballverlängerung durch Sebastian Bollmeier und der aus dem Hintergrund heraneilende Tobias Borchert nagelte das Leder mit gefühlten 120 km/h in die Maschen. Was für ein Strahl!

Frotheim kontert gegen gute Hüllhorster

Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause und nach dieser bot sich mit einmal ein komplett anderes Bild in den ersten 20 Minuten. Nun war es der SVHO, der ordentlich Druck aufbaute und das Gästetor berannte. Die Frotheimer waren auf einmal nicht mehr wieder zu erkennen und erlaubten sich viel zu viele Fehler im Spielaufbau. Immer wieder wurden die Bälle im Mittelfeld leicht abgegeben, oder man leistete sich zum Teil katastrophale Fehlpässe. Man geriet stark unter Druck und hatte das Gefühl, dass nunmehr der VfL auf die Kontertaktik setzt. Es ergaben sich einige Einschussmöglichkeiten für den Gastgeber, doch diese waren allesamt nicht von Erfolg gekrönt. Vor allem der sehr agile Serkan Bodur machte der Frotheimer Defensive das Leben verdammt schwer. Man muss sagen, dass der Ausgleich in dieser Phase nicht unverdient gewesen wäre. Es dauerte dann bis zur 68. Minute, ehe Bastian Pott eine Ecke von Christoph Meyhoff links oben in den Knick einköpfte. Doch der SVHO gab sich nicht auf und hatte kurze Zeit später die 100%ige Chance zum Anschlusstreffer, als Mustafa Halili und Serkan Bodur zu zweit auf Torwart Gerling zuliefen, Halili ganz uneigennützig abspielte, Bodur den Ball versenkte, doch der Treffer wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Richtige Entscheidung des Unparteiischen, da Bodur sich bereits vor dem Ball befand, als dieser von Halili rüber gelegt wurde. Glück für den VfL. Quasi im Gegenzug wurde Sebastian Bollmeier durch einen hohen Diagonalball aus dem Halbfeld von Dennis Brandenburg in Szene gesetzt. Bollmeier lief aufs gegnerische Gehäuse zu, vertendelte fast den Ball, bekam ihn aber doch wieder unter Kontrolle und legt dann schön auf den völlig freistehenden Thomas Szramowski ab, der zum vorentscheidenden 4:1 traf. In der 85. Minute konnten die Hüllhorster dann noch mal Ergebniskosmetik betreiben, als erneut Bodur zum 4:2 traf. Letzter Höhepunkt dieser torreichen Partie war dann das 5: 2 kurz vor Schluss durch Bastian Pott, der wiederum nach einer Ecke von Christoph Meyhoff einköpfte.

Alles in allem ein verdienter Sieg des VfL, der über die gesamte Spielzeit gesehen die Mehrzahl und auch die besseren Chancen besaß. Nun freut sich ganz Fußball-Frotheim auf das anstehende Derby gegen die Nachbarn vom Isenstedter Sportclub.


(Christian Mehrhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, D. Wenig, C. Kellweries, D. Gräve (65. T. Szramowski), T. Borchert, J. Schütte (81. P. Kowalczyk), B. Pott, C. Meyhoff, S. Bollmeier, M. Stierle (65. D. Brandenburg)

SV Hüllhorst-Oberbauerschaft:
W. Cerek, J. Sartison, W. Geistdörfer, W. Moser, M. Wüllner, M. Halili, E. Geistdörfer, S. Bodur, T. Schwagmeier (75. H. Grätz), S. Best (46. C. Schlüter), S. Helpling (75. B. Wengrzik)

Tore:
1 : 0  Bodur (12.), 1 : 1  Gräve (28.), 1 : 2  Borchert (42.), 1 : 3  Pott (68.), 1 : 4  Szramowski (76.), 2 : 4  Bodur (85.), 2 : 5  Pott (89.)
 

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Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

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VfL feiert erneuten Derbysieg gegen den ISC

23. Spieltag (27.3.2011): VfL Frotheim – SC Isenstedt    2 : 0  (0 : 0)


Ausgeglichene erste Hälfte

An diesem Wochenende war es mal wieder so weit: DERBYTIME gegen den Nachbarn vom ISC und die äußeren Bedingungen hätten gar nicht besser sein können. Strahlender Sonnenschein und eine stattliche Kulisse von über 350 Zuschauern boten den richtigen Rahmen für dieses Spiel. Es fehlte also nur noch eins: Ein Sieg gegen den ISC.
Und es ging auch gut los für den VfL, denn bereits in der vierten Minute hatte Bastian Pott die Führung für den VfL auf dem Kopf, doch Gästekeeper Felix Krucke konnte parieren. Das wäre ein Auftakt nach Maß gewesen. Doch auch der VfL hatte dann in der achten Minute die erste gefährliche Situation zu überstehen, als eine Flanke in den Frotheimer Strafraum segelte, Daniel Vogt den Ball volley nahm, der Aufsetzer aber über das Tor ging. Es war in der gesamten ersten Hälfte ein sehr ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Eine der größeren Möglichkeiten für den VfL hatte noch Tobias Borchert, der mit seinem Schuss aus elf Metern genau wie vorher Bastian Pott an Felix Krucke scheiterte. Aber auch der VfL hatte nochmals eine brenzlige Situation zu überstehen, als Libero Christopher Kellweries den Ball nicht rausbolzte, sondern sich in einen Zweikampf mit Chris Götze verstrickte, den Ball dabei verlor und den ISC quasi zum Führungstreffer einlud. Doch auch der eben genannte Chris Götze zielte freistehend am Frotheimer Gehäuse vorbei. Mit einem 0:0 ging es dann auch in die Halbzeit und die Zuschauer konnten sich erstmal bei Bier und Bratwurst erfrischen.

Größerer Frotheimer Wille

In Halbzeit zwei dauerte es dann bis zur 54. Minute, als Felix Krucke einen Schuss von Sebastian Bollmeier gut parierte, der Abpraller dann aber vor den Füßen von Bastian Pott landete und dieser den Ball ins leere Tor schoss und die vom Frotheimer Anhang viel umjubelte Führung erzielte. Auch nach der Führung blieb der VfL das engagiertere Team und den Frotheimern war der Siegeswille deutlich mehr anzumerken als dem Gegner. Beim ISC machte sich immer mehr Frust breit und auch spielerisch musste man auch als neutraler Beobachter feststellen, kam von den Gästen wenig rüber. Zwingende Torchancen ergaben sich für die Gäste im zweiten Durchgang nicht wirklich. Der VfL hingegen blieb in der zweiten Halbzeit immer wieder gefährlich und hatte gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Es dauerte dann aber bis zur 75. Minute, ehe das 2:0 fallen sollte. Dieses Mal war es Bastian Pott, der den Ball auf Sebastian Bollmeier ablegte und dieser zum bereits erwähnten 2:0 einnetzte. Nun hallten die ersten „Derbysieger, Derbysieger“-Sprechchöre über den Frotheimer Sportplatz. Wer nun als Fan des ISC eine Schlussoffensive erwartete, sah sich getäuscht. Die Frotheimer hatten weiterhin die besseren Möglichkeiten, unter anderem durch Sebastian Bollmeier, der den Ball bereits am Gästekeeper vorbei spitzelte, das 3:0 aber leider nicht erzielte, da ein heraneilender Gästespieler das Leder noch von der Torlinie kratzte. Andy Janzen hatte dann kurz vor Schluss ebenfalls die Chance auf 3:0 zu erhöhen, doch es war ihm leider nicht vergönnt den Sack endgültig zuzumachen. Der Sieg allerdings geriet nicht mehr in Gefahr, denn kurze Zeit später ertönte vom gut leitenden Schiedsrichter der Abpfiff und die Siegesfeier des VfL nahm seinen Lauf.
Bis lange nach dem Spiel saß man noch am Platz und feierte ausgelassen den erneuten Derbysieg gegen den ISC, bis man sich dann in Richtung Dorfzentrum aufmachte und noch bei Torwartlegende Dirk „Zischer“ Baganz einkehrte, wo dann bei Bacardi, Jim Beam und Bier weiter gefeiert wurde. Wie kann man sein Haus aber auch an einem so günstigen Standort bauen? Das liegt ja quasi direkt auf dem Heimweg der halben Mannschaft. Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle noch an unsere über den Abend verteilten Getränkelieferanten gerichtet, die uns immer wieder mit neuen Elektrolytgetränken versorgt haben. Ohne euch wäre die Veranstaltung wohl schon früher beendet gewesen. Wie lange es dann noch ging, kann ich persönlich nicht sagen, aber da einige Spieler spontan Urlaub genommen hatten, werden die Feierlichkeiten wohl noch etwas angedauert haben.

Ein verdienter zweiter Derbysieg gegen den ISC in dieser Saison und Siege gegen den Nachbarn aus Isenstedt sind doch immer noch die schönsten.



(Christian Mehrhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, D. Wenig, C. Kellweries, D. Gräve (82. P. Kowalczyk), T. Borchert, J. Schütte, B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff (70. D. Brandenburg), T. Szramowski (70. A. Janzen)

SC Isenstedt:
F. Krucke, T. Bölk, A. Riemer, C. Viermann (65. D. Kröcker), M. Böker, T. Böker (72. T. Engelage), C. Vogt (72. D. Kupser), C. Götze, A. Koch, F. Schwarz, S. Vogt

Tore:
1 : 0  Bollmeier (47.), 2 : 0  Pott (68.)

 

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VfL mit Arbeitssieg gegen den TuS Levern

17. Spieltag (29.3.2011): VfL Frotheim – TuS Levern    2 : 1  (1 : 0)

Personalnotstand

Vor ca. zwei Wochen sprach Coach Holger Sarres in einer Team-Besprechung noch an, wie schön es doch sei, dass man alle Spieler an Bord hat und aus dem vollen Schöpfen kann. Beim Spiel gegen Levern war dem dann nicht mehr so und die Mannschaft stellte sich quasi von alleine auf. Zu den derzeit schon Verletzten Marvin Stierle und Janes Hußmann, kamen mit Christopher Kellweries, „Hucky“ Meyhoff und Simon Depping drei weitere Spieler dazu, die gegen Levern aus Verletzungsgründen nicht auflaufen konnten. Da auch Thomas Szramowski berufsbedingt nicht zur Verfügung stand, fehlten insgesamt sechs Spieler, die sonst zum Aufgebot gehören. Christoph Speck rückte somit auf den Liberoposten, Paul Kowalczyk übernahm die Aufgaben von Simon Depping als Manndecker, Andy Janzen den Part im Sturm und Dennis Brandenburg spielte für Meyhoff hinter den Spitzen. Auf der Bank nahmen erst einmal Stefan Rose, Tobias Vorrath und Pascal Januschewski aus der II. bzw. III.  Senioren Platz.
Dem Frotheimer Spiel war von Beginn an anzumerken, dass es schwer sein würde, diese Ausfälle zu kompensieren, so dass sich in der ersten halben Stunde kein wirklich gutes Fußballspiel entwickelte. Man war zwar bemüht, das sonst so gefährliche Kombinationsspiel aufzuziehen, doch wirklich gelingen sollte das nicht. Die Platzverhältnisse taten ihr Übriges dazu, da der Ball auf dem harten, trockenen Boden doch das ein oder andere Mal nicht so einfach unter Kontrolle zu bringen war oder dieser gleich vor der Ballannahme schon versprang. Da kann man als Fußballer nur hoffen, was man sonst eigentlich überhaupt nicht mag, dass es vielleicht mal wieder regnet und sich die Möglichkeit bietet, dass Farmer Meyer den Platz walzen kann. Ein Leveraner merkte hierzu nach dem Spiel an, dass es bei ihnen aber mit dem Platz auch nicht besser aussehe, so dass es nicht nur in Frotheim diese Probleme gibt. Doch dies sei hier nur mal am Rande erwähnt.
Nun wieder zurück zum Spiel. Wie gut, dass dem TuS Levern in der Offensive auch nicht wirklich was Produktives einfiel, so dass oftmals mit langen Bällen operiert wurde. Lediglich nach Standardsituationen zeigten sich die Stiftsortler mal halbwegs gefährlich vor dem Frotheimer Gehäuse. Aber wie bereits erwähnt tat sich der VfL schwer, so dass es erst in der 33. Minute zur ersten nennenswerten Torchance kam, als Bastian Pott einen Freistoß direkt aufs Gehäuse der Gäste zirkelte, der Ball aber mit zu wenig Dampf geschossen war und somit problemlos vom Gästekeeper gehalten werden konnte. Bastian Pott war es dann auch in der 45. Minute, der gleich zwei Leveraner an der Mittellinie austanzte, dann den klugen Flachpass auf Sebastian Bollmeier spielte, dieser alleine aufs Leveraner Tor zu rannte und den Ball lässig am Torwart vorbei ins Netz schob. 1:0 für den VfL. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

Mühsamer Sieg

Im zweiten Durchgang musste der VfL-Anhang dann nicht so lange auf die erste erfolgreiche Aktion seiner Truppe warten. In der 47. Minute setzte Bastian Pott zu einem unwiderstehlichen Solo durch die komplette Leveraner Spielhälfte an, das später im Strafraum nur noch durch ein Foul zu unterbinden war. Der gut leitende Schiedsrichter Knicker zögerte keine Sekunde und entschied sofort auf Foulelfmeter für den VfL. Dominik Gräve konnte diesen sehr sicher im Gästetor unterbringen und es hieß 2:0 für den VfL. Eigentlich eine beruhigende Führung gemessen an den bisherigen spielerischen Aktionen, die der TuS Levern aufs Parkett zauberte und man musste nicht wirklich Angst haben, dieses Spiel noch aus der Hand zu geben. Doch die Zwei-Tore-Führung hielt nur bis zur 57. Minute an. Ein Freistoß der Gäste wurde in den Frotheimer Strafraum geschlagen, die Gastgeber konnten den Ball nicht klären, so dass aus dem Gewühl heraus der Anschlusstreffer für die Gäste fiel. Nun begann das große Zittern, denn der TuS Levern versuchte mehr Druck zu machen, was auch gelang, ohne sich dabei aber weitere gute Möglichkeiten herauszuspielen. Der VfL blieb bei zwei gut vorgetragenen Kontern allerdings noch mal gefährlich. Die größte Chance ergab sich hier für Andy Janzen in der 88. Minute, als Sebastian Bollmeier auf dem linken Flügel frei gespielt wurde, seine Flanke in den Strafraum kam, aber Janzen mit seinem Kopfball knapp über das Tor zielte.
So ergab sich dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit doch noch mal die Chance zum Ausgleich für den TuS Levern, als Spielertrainer Binder wiederum nach einer Standardsituation den Ball fünf Meter vor dem Tor noch mit der Fußspitze erreichte, der Ball aber zum Glück für die Frotheimer am rechten Pfosten vorbei segelte. So ertönte dann nach insgesamt dreiminütiger Nachspielzeit auch der Schlusspfiff, der nächste Dreier war eingefahren und in der Tabelle zog der VfL mit TuRa Espelkamp gleich.
Am kommenden Sonntag geht es dann weiter mit dem Auswärtsspiel beim TuS Gehlenbeck. Auch hier hofft der VfL wieder auf die Unterstützung seiner Fans.

Ein wichtiger Dreier im Kampf um den Platz an der Sonne in der A-Liga. Hätte man gegen Levern die Punkte liegen gelassen, wäre der Derbysieg vom vergangenen Wochenende wohl nichts wert gewesen. Der VfL verteidigte seine Führung nach dem Anschlusstreffer mit Glück, Geschick und absolutem Kampfgeist und am Ende sprang ein, aufgrund der besseren Torchancen, verdienter Sieg heraus.


(Christian Mehrhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, P. Kowalczyk, C. Speck, T. Borchert, B. Pott, D. Gräve (90. P. Januschewski), D. Brandenburg (78. T. Vorrath), J. Schütte, A. Janzen, S. Bollmeier

TuS Levern:
F. Rodenbeck, M. Henkel, T. Ahler, W. Ewangart, H. Binder, M. Niestrath, T. Hafer, S. Lohmeyer, T. Uhlig, D. Hegerfeld (62. S. Langelahn), W. Suckau

Tore:
1 : 0  Bollmeier (44.), 2 : 0  Gräve (50. FE), 2 : 1  Lohmeyer (53.)


 

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VfL im Glück

24. Spieltag (3.4.2011): TuS Gehlenbeck – VfL Frotheim    1 : 5  (1 : 1)

Gehlenbeck besser

Das nächste Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten TuS Gehlenbeck stand an. Nachdem sich im Spiel gegen den TuS Levern die Aufstellung von selber ergab, hatte Holger Sarres gegen Gehlenbeck wieder mehr Alternativen zur Verfügung, da sich Marvin Stierle, Simon Depping, Thomas Szramowski und Christoph Meyhoff einsatzbereit zurück meldeten. Das angekündigte vorerst letzte Spiel für Bastian Pott (Australienreise) wurde es dann doch nicht, da dieser im Abschlusstraining am Freitag umknickte und somit ein Einsatz im Spiel um den bis 1973 ausgetragenen Amtspokal nicht möglich war. So schwor man sich im Vorfeld schon darauf ein, dass man seinem Capitano mit einem Sieg ein ordentliches Abschiedsgeschenk bereiten wollte.
Doch es begann alles andere als gut für den VfL, denn Gehlenbeck entfachte von Anfang an ordentlich Druck und die Frotheimer Defensive stand auf sehr wackligen Beinen. So war es dann auch der TuS Gehlenbeck, der die erste Chance nach fünf Minuten besaß, diese aber nicht nutzen konnte. Die Frotheimer fanden schwer ins Spiel und ließen sich in der Defensive immer wieder durch lange Bälle überrumpeln. Trotzdem sollte auch der VfL seine erste Großchance relativ schnell in der zehnten Minute bekommen, als Christoph Meyhoff eine Flanke aus dem Halbfeld vors Gehlenbecker Tor schlug und Sebastian Bollmeier mit einem sehenswerten Kopfball leider nur die Latte traf. Doch auch weiterhin hatte der TuS Gehlenbeck mehr vom Spiel. In der 25. Minute flog mal wieder eine Flanke über die komplette Frotheimer Hintermannschaft hinweg, Jens Gerdom nahm den Ball volley, schoss dabei Christoph Speck an, von dem der Ball unfreiwillig vor die Füße eines weiteren Gehlenbeckers abgeblockt, dieser davon aber so überrascht war, kein Tempo mehr hinter den Ball bekam, so dass letztendlich Christoph Gerling den Ball auf der Linie parieren konnte. Eine weitere Schrecksekunde für den VfL; in der 30. Minute war es dann doch soweit und der TuS Gehlenbeck ging nach einem feinen Solo von Andre Kottkamp nicht unverdient mit 1:0 in Führung. An der Strafraumecke ließ Kottkamp sowohl Tobias Borchert als auch Libero Christoph Speck aussteigen, um dann mit einem trockenen Linksschuss ins kurze Eck zu vollenden. Die Gehlenbecker Führung sollte aber nicht von langer Dauer sein, denn bereits fünf Minuten später glich Thomas Szramowski die Führung nach Zuspiel von Christoph Meyhoff mit seinem Tor aus. Überschattet wurde diese erste Hälfte von einer Knieverletzung von Christoph Speck, der daraufhin vom Platz musste und nach der Halbzeit durch Dennis Brandenburg ersetzt wurde. Paul Kowalczyk rückte dafür auf den Liberoposten und Simon Depping übernahm die Aufgabe als Manndecker von Paul Kowalczyk. Mit einem 1:1 ging es dann in die Pause.

Gehlenbeck im Pech, Frotheim nutzt seine Chancen

Auch nach der Pause versuchte Gehlenbeck weiter den Ton anzugeben und so ergab sich in der 50. Minute die erste Chance für den Gastgeber, als ein Freistoß von Jens Gerdom aus gut 23 Metern unter die Latte des Frotheimer Gehäuses klatschte. Gerdom jubelte zwar, doch der Ball war nicht im Tor. Quasi im Gegenzug dann die Führung für den VfL. Sebastian Bollmeier wurde auf links frei gespielt und mit einem satten Linksschuss aus knapp 30 Metern erzielte er die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung. Gehlenbeck blieb auch nach dem Rückstand weiter gefährlich, doch das Glück blieb dem VfL treu. Denn bei einer Doppelchance für den TuS traf man gleich zwei Mal hintereinander den Pfosten. Und wieder zeigten sich die Frotheimer kaltschnäuziger, denn auch nach dieser Doppelchance setzte der VfL zu einem schönen Konter an, als Dennis Brandeburg den Ball diagonal auf Sebastian Bollmeier spielte und dieser dann im Strafraum nur noch durch ein Foul gestoppt werden konnte. Eine andere Entscheidung als Elfmeter kam hier nicht in Frage. Dieser wurde dann durch Christoph Meyhoff sicher verwandelt und so hieß es in der 64. Minute 3:1 für den VfL. Nunmehr war der Widerstand des TuS Gehlenbeck gebrochen und der VfL bekam die Räume, die er braucht, um sein Spiel aufzuziehen. Nach Ballverlust des TuS in der Vorwärtsbewegung wurde der Ball auf Dennis Brandenburg weitergespielt, der mit einer gefühlvollen Flanke Andy Janzen bediente und dieser den Ball in der 75. Minute zum 4:1 einnetzte. Doch das war noch nicht das Ende. Während sich immer mehr Frust beim TuS Gehlenbeck breit machte und man sich gegenseitig anschrie, spielte der VfL das Ganze nunmehr locker nach Hause und kam in der 84. Minute noch zum 5:1 Endstand, wiederum durch Sebastian Bollmeier.

Eine alte Fußballerweisheit bewahrheitete sich gestern: Machst du die Dinger vorne nicht rein, wirst du dafür irgendwann mit einem Gegentor bestraft und so war es auch gestern für den TuS Gehlenbeck.
Der VfL hingegen fuhr einen weiteren wichtigen Dreier im Kampf um die Meisterschaft ein, der sich im Nachhinein als äußerst wertvoll herausstellte, da die gesamte Konkurrenz durch Unentschieden oder Niederlagen patzte und der VfL nach diesem Spieltag die alleinige Tabellenführung übernahm. Weiter gehr es nun am kommenden Sonntag gegen den FC Lübbecke, gegen den man bisher noch nicht gewinnen konnte. Es wird also Zeit, dass diese Serie endlich mal gebrochen wird.

Der VfL landet einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg gegen den TuS Gehlenbeck, der lange Zeit auf Augenhöhe mit den Frotheimern spielte. Die bessere Chancenverwertung hat am Ende den Ausschlag für den Sieg gegeben, wobei der Sieg wenn man ehrlich ist, um zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, aber da fragt in ein paar Tagen kein Mensch mehr nach.


(Christian Mehrhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Wenig, P. Kowalczyk, C. Speck (45. D. Brandenburg), T. Borchert, J. Schütte, D. Gräve, S. Depping, S. Bollmeier, T. Szramowski (75. A. Janzen), C. Meyhoff (75. M. Stierle)

TuS Gehlenbeck:
M. Struckmeier, T. Czarnetta (75. S. Müller), C. Rohs, T. Bringewatt, M. Voss, P. Hölscher, C. Rührup, O. Wehmeyer, S. Wetter, A. Kottkamp, J. Gerdom

Tore:
1 : 0  Kottkamp (31.), 1 : 1  Szramowski (36.), 1 : 2  Bollmeier (49.), 1 : 3  Meyhoff (64. FE), 1 : 4  Janzen (78.), 1 : 5  Bollmeier (85.)


 

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Blutleere Vorstellung und Verletzungsmisere reloaded

25. Spieltag (10.4.2011): VfL Frotheim – FC Lübbecke    1 : 2  (1 : 1)

Wenig Erbauliches I - Das Spiel

Lübbecke war nach etwa 5-minütiger Phase des Abtastens nicht etwa die bessere, sondern eher die weniger schlechte Mannschaft in einem zerfahrenen Kick. Der VfL schaffte es kaum, auf dem desolaten Geläuf ein konstruktives Spiel hinzukriegen. Dem FCL gelang dies besser, indem er mit langen Bällen in die Spitze und dem wie immer körperbetonten Einsatz Frotheim gar nicht erst zur Entfaltung kommen ließ. Der VfL hingegen machte es dem Gast einfach, da man sich in vielen Zweikämpfen insbesondere in der Defensive äußerst unclever anstellte. Daraus resultierten zahlreiche Ballverluste und Freistöße für Lübbecke. Weil Frotheim an diesem Tag etwa 95% seiner Kopfballduelle verlor, brachten fast alle hohen Bälle Gefahr; so auch ein Freistoß in der 20. Minute, den Torwart Christoph Gerling zwar vom Tor fernhalten, aber nicht über die Torauslinie bugsieren konnte. Das Spielgerät wurde von einem Lübbecker sofort zurückgespielt und Hohmeier traf zum 1:0.
Konstruktives und Zwingendes gab es im weiteren Verlauf auf beiden Seiten kaum zu sehen. Das Spiel war eher geprägt durch viele hohe Bälle und zahlreiche Spielunterbrechungen. Wie aus dem Nichts fiel dann aber das 1:1 durch ein Eigentor des Führungstorschützen Hohmeier. Schmeichelhaft für den VfL, bezeichnend für den Spielverlauf.
Auch in der zweiten Hälfte gab es auf Frotheimer Seite kaum nennenswerte Möglichkeiten. Lübbecke dagegen erzielte nach kollektivem Sekundenschlaf der Frotheimer Hintermannschaft das 2:1 und hatte durch Konterchancen noch die Möglichkeit, erhöhen, was jedoch des Guten zuviel gewesen wäre. Auch die fast zehnminütige Nachspielzeit resultierend aus den zahlreichen Verletzungspausen konnte der VfL, inzwischen in Unterzahl (s. unten), nicht nutzen.

Wenig Erbauliches II - Verletzungen 2.0

Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff bekam Simon Depping in einem Zweikampf einen Schlag gegen die Wade und musste kurz danach raus. Im zweiten Abschnitt erwischte es Dominik Gräve, der einen Lübbecker Ellbogen ins Gesicht bekam und mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden musste (die letzten zehn Minuten agierte Frotheim daher in Unterzahl). Ebenfalls ins Krankenhaus gefahren wurde nach dem Spiel Keeper Gerling, der feststellen musste, dass der Torpfosten härterer Konsistenz ist als die eigene Bonje. Auswechslung und Verdacht auf Gehirnerschütterung. Feldspieler Thomas Szramowski ging für knapp zehn Minuten ins Tor, vereitelte sogar noch eine Hundertprozentige von Blase, ehe Reserve-Keeper Hendrik Becker sich umgezogen hatte und übernahm.
Ein verkorkster Sonntag, doch zum Glück dauerte das Spiel nicht noch länger, sonst hätte es vermutlich noch weitere Verletzte gegeben.

Kein einziger Frotheimer Spieler zeigte an diesem Sonntag Normalform, sodass der VfL für einen Sieg keine Sekunde in Frage kam und die drei Punkte absolut verdient an den Wiehen gehen. Etwas wenig Spielklasse, Spielfreude und Laufbereitschaft für höhere Ambitionen, aber vielleicht war es auch nur ein Sonntag, an dem einfach mal nichts klappt.
Nett von den Lübbeckern indes war, dass sie als faire Gewinner nach dem Spiel weder Häme zeigten noch sich als Gastmannschaft in irgendeiner Form daneben benahmen. Danke!

VfL Frotheim: C. Gerling (66. A. Janzen), D. Wenig, S. Depping (46. T. Szramowski), C. Kellweries, D. Gräve, T. Borchert, J. Schütte, D. Brandenburg (76. H. Becker), S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle

FC Lübbecke:
D. Gilbert, T. Manske, M. Holle, D. Heuer, D. Griese, S. Burkert, S. Blase, N. Dau, M. Hohmeier, J. Burkert (81. H. Talbi), M. Redekopp (67. S. Manske, 89. D. Babilon)

Tore:
0 : 1  Hohmeier (20.), 1 : 1  Hohmeier (41. Eigentor), 1 : 2  Blase (57.)
 

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Varl punktet in letzter Minute

26. Spieltag (17.4.2011): Union Varl – VfL Frotheim    1 : 1  (0 : 0)

Zerfahrenes Spiel

Der kleine Varler Platz war bei herrlichem Fußballwetter ordentlich besucht (davon ca. 80 Frotheimer), wobei deutlich weniger los war als beim Isenstedt-Derby.
In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein zerfahrenes, intensives, aber auch weitgehend faires Spiel. Insgesamt waren sowohl die Chancen als auch die Spielanteile bei leichten Varler Vorteilen einigermaßen gleich verteilt. Auf Frotheimer Seite scheiterten Sebastian Bollmeier und Christoph Meyhoff nur knapp. Die dickste Chance hatte Varl, doch Christoph Gerling konnte die Situation, als ein Varler Stürmer alleine auf ihn zukam, entschärfen.

Varl gleicht mit der letzten Chance aus

Im zweiten Abschnitt übernahm Varl das Kommando, war aber zumeist eher über Standards gefährlich als aus dem Spiel heraus. Man merkte beiden Mannschaften den Respekt voreinander an – das Ergebnis war kein sehr ansehnlicher Kick, denn sowohl Varl als auch Frotheim versuchten es häufig über hohe und lange Bälle, die in die Offensive geschlagen, fast gebolzt, wurden. Zweimal rückte der Schiedsrichter in den Mittelpunkt des Geschehens, als er nämlich sehr zum Varler Missfallen bei einem Strafraum-Zweikampf nicht auf Elfmeter entschied, und auf der anderen Seite Sebastian Bollmeier, der sich anschickte, frei auf das Varler Tor zuzulaufen, wegen angeblicher Abseitsstellung zurückpfiff (war deutlich kein Abseits).
In die Varler Angriffsbemühungen hinein fiel das 1:0 für den VfL. Christoph Meyhoff tanzte gleich vier Rothemden aus und schlug eine Flanke in die Mitte, die von Manndecker Daniel Wenig volley flach in die lange Ecke geschossen wurde (sein erstes Saisontor - was machte er eigentlich da vorne?). Varl warf in den letzten 20 Minuten alles nach vorne und wurde 50 Sekunden vor Spielende nach einem Borchert-Luftschloss mit dem 1:1 belohnt.

Die Ersatz geschwächten Frotheim verpassten es, in Varl einen Big-Point zu machen, wobei der Punkt für die Gastgeber zwar spät fiel, aber aufgrund der Spielanteile und der Torchancen unter dem Strich hoch verdient war. Somit bleibt es an der Spitze mehr als eng.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, D. Wenig, C. Kellweries, J. Schütte, T. Borchert, D. Brandenburg, A. Janzen (65. T. Szramowski), S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle (75. A. Kasten)

Union Varl:
C. Sander, B. Drumann, S. Lange, L. Meier (73. K. Kröger), S. Numrich, J. Streich, S. Kassen, M. Wolter (86. C. Bommelmann), A. Lange, P. Meier, P. Spreen

Tore:
0 : 1  Wenig (70.), 1 : 1  Lange (90.)

 

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Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

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Das dritte Spiel ohne Sieg

13. Spieltag (19.4.2011): HSC Alswede – VfL Frotheim    2 : 2  (0 : 2)

Schmeichelhafte Halbzeitführung

Zwei Tage nach dem bitteren Unentschieden gegen Union Varl musste der VfL zum Hinspiel (!) nach Alswede reisen, das eigentlich schon für 2010 angesetzt war und in den letzten Monaten bereits mehrfach abgesagt wurde. Die Personalnot expandierte indes zum Personalnotstand: Coach Sarres hatte seine Tasche mitgebracht, was wohl alles sagt, außerdem gingen mehrere Spieler angeschlagen in die Partie.
Zwei verunsicherte Mannschaften – Alswede aufgrund der Tabellensituation, Frotheim aufgrund des Fehlens zahlreicher bewährter Stammspieler – lieferten sich kein sehr ansehnliches und konstruktives Spiel. Alswede zeigte sich allerdings äußerst kampfstark, während man beim VfL auch konditionelle Verschleißerscheinungen auszumachen meinte. Die ersten 20 Minuten plätscherten vor sich hin, ehe Alswede durch zwei Distanzschüsse gefährlich wurde. Einer davon krachte an den Innenpfosten. Hier hätte sich Frotheim über die Führung der Gastgeber nicht beschweren dürfen. Danach bekam der VfL das Spiel jedoch besser in den Griff. Ein abgefälschter Freistoß von Christoph Meyhoff landete unhaltbar für den stets lautstarken Spielertrainer/Torwart Möller rechts unten im Eck. Kurz darauf erzielte Goalgetter Sebastian Bollmeier die etwas schmeichelhafte 2:0-Führung.


Defensive Aussetzer

Bis zur 60. Minute passierte im Prinzip bis auf zwei Frotheimer Torchancen gar nichts. Alswede war quasi „tot“ und keiner der Frotheimer Zuschauer rechnete damit, dass hier noch irgendetwas anbrennen könnte. Es war eins dieser Spiele, das man normalerweise mit gleichzeitigem Hochschrauben des Torkontos locker nach Hause schaukelt.
Doch Frotheim ließ sich durch das schlichte Alsweder Spiel – lange Schläge von Möller in die VfL-Hälfte und Vertikalpässe durch die Mitte – mehrfach überrumpeln. Ein Doppelschlag (63./65.) nach diesem Strickmuster bedeutete den überraschenden Ausgleich. Hier verweigerte die VfL-Defensive die Arbeit.
Zu allem Überfluss verletzten sich auch noch Christopher Kellweries, Marvin Stierle und Christoph Meyhoff, was den Krankenstand zusätzlich erhöht.
In den letzten 25 Minuten hatte Frotheim dann zwar mehr Ballbesitz und spielte etwas konstruktiver, aber bis auf eine Borchert-Chance kam nichts wirklich Zwingendes dabei heraus. Der HSC Alswede dagegen hatte gleich drei gute Möglichkeiten, das Spiel komplett umzubiegen und in einen Sieg zu verwandeln und gewann den Punkt gegen den Abstieg verdient.

Zum zweiten Mal in Folge unentschieden und eine Führung verschenkt, wie ärgerlich!
Auch das „letzte Aufgebot“ war durchaus in der Lage, die 2:0-Führung über die Zeit zu bringen. Durch einfachste Fehler hat Frotheim die verunsicherten Alsweder stark gemacht, also selbst in Schuld. Die Konkurrenz darf sich über den Ausrutscher der Frotheimer freuen, die es nun nicht mehr selbst in der Hand haben, am Ende den Platz an der Sonne einzunehmen.
Bleibt zu hoffen, dass innerhalb der nächsten zweieinhalb Wochen zumindest einige Akteure zurück in den Kader rutschen, denn in der momentanen Verfassung wird es so oder so nicht für ganz oben reichen.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, D. Spilker, P. Kowalczyk, C. Kellweries, D. Wenig, T. Borchert, D. Brandenburg, J. Schütte, S. Bollmeier, C. Meyhoff (66. H. Sarres), M. Stierle (59. A. Janzen)

HSC Alswede:
M. Möller, A. Kirchner, P. Engelhardt, K. Wölfer, D. Vullriede, J. Kuhlmann (81. F. Barlach), P. Katenbrink (59. N. Yalda), O. Jahnke, Y. Bauer, F. Freye (59. A. Faut), M. Strubel

Tore:
0 : 1  Meyhoff (31.), 0 : 2  Bollmeier (41.), 1 : 2  Jahnke (63.), 2 : 2  Yalda (65.)

 

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Teuer erkaufte Tabellenführung

27. Spieltag (8.5.2011): VfL Frotheim – TuS Tengern III    3 : 0  (1 : 0)

Wenig los an windigem Muttertag

Personell hatte sich die Lage nach zweieinhalb fußballlosen Wochen etwas entspannt. Es fehlten zwar immer noch Janes Hußmann (Oberschenkel), Thomas Szramowski (Arbeitsunfall), Bastian Pott (Australien), Paul Kowalczyk (familiär verhindert) und Christoph Speck (Kreuzband-OP), dafür gaben Christoph Meyhoff, Simon Depping, Marvin Stierle, Dominik Gräve und Christopher Kellweries grünes Licht. Holger Sarres musste sich gegen Tengern III nicht selbst einwechseln.

Gegen das nach TuRa Espelkamp zweitbeste Rückrundenteam begann der VfL hochkonzentriert und nahm das Heft gleich in die Hand. Nach zwei Frotheimer Warnschüssen klingelte es im Tengeraner Kasten (15.), als Torjäger Sebastian Bollmeier zum 1:0 traf.
Tengern III konnte das Spiel nach etwa 30 Minuten ausgeglichen gestalten, ohne jedoch allzu viel Torgefahr auszustrahlen. Lediglich bei Standards näherten sich die Kleeblätter dem Frotheimer Gehäuse. Der Tengeraner Keeper verhindert eine höhere VfL-Führung, indem er einen Flachschuss von Christoph Meyhoff parierte. Nach einem Eckball konnte ein Tengeraner einen Kopfball von der Linie kratzen.
Mit einer verdienten Führung ging es in die Pause.

Frotheim geschockt

In der zweiten Halbzeit waren beide Teams über 45 Minuten im Prinzip gleichwertig, wobei es auf beiden Seiten nur wenige Torchancen gab. Die Frotheimer Defensive stand deutlich besser als noch gegen Alswede.
Ein Freistoß von Christoph Meyhoff bedeutete das 2:0.
Kurz danach wurde Sebastian Bollmeier bestimmt unabsichtlich, aber doch hässlich bis brutal gefoult und musste gleich ins Krankenhaus gebracht werden (alle Außenbänder gerissen). Damit ist die Saison für den Goalgetter gelaufen.
Danach passierte 30 Minuten fast nichts mehr. Frotheim schien vom Ausfall Bollmeiers geschockt, auch die Zuschauer (nur 70 Besucher am Muttertag) waren äußerst ruhig. Allerdings agierte auch Tengern sehr passiv. Trotzdem gelang es dem Gast zwischen der 80. und 85. Minute, zweimal gefährlich vor den Frotheimer Kasten zu kommen. Pech hatten sie dabei mit einem Flachschuss an den Pfosten.
Zwei Minuten vor Spielende machte Marvin Stierle mit dem 3:0 den Deckel drauf.

Der Sieg war hoch verdient, aber teuer erkauft. Zwar brachten zwei Patzer der Konkurrenz die Tabellenführung, doch wird der VfL jetzt beweisen müssen, dass er auch den Ausfall mehrerer absoluter Leistungsträger in den verbleibenden drei Spielen verkraften kann.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, A. Kasten, S. Depping, C. Kellweries, J. Schütte, C. Meyhoff, T. Borchert, D. Brandenburg (88. P. Kulp), A. Janzen, S. Bollmeier (58. D. Gräve), M. Stierle

TuS Tengern III:
M. Homann, L. Bohlmann, D. Beinke, V. Ac (81. A. Bohlmann), M. Nuyken, A. Benftima, W. Hinter, P. Meier, C. Lücking, S. Nuhanovic, M. Kiel (82. K. Sander)

Tore:
1 : 0  Bollmeier (15.), 2 : 0  Meyhoff (52.), 3 : 0  Stierle (88.)

 

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Frotheim geht auf der Zielgeraden die Puste aus

28. Spieltag (15.5.2011): VfL Frotheim – HSC Alswede    1 : 5  (0 : 0)

Torlose erste Halbzeit

Aus den verschiedensten Gründen fanden sich sieben Frotheimer Spieler nicht auf dem Platz oder zumindest im Kader wieder.
Neben den Langzeitausfällen Elmar Windmann (Daumen) und Christoph Speck (Kreuzband-OP) fehlten verletzungsbedingt Janes Hußmann (im Lauftraining nach Faserriss) , Sebastian Breuer (Patellasehnenreizung) und der letzte Woche mit Bänderriss ausgefallene Torjäger Sebastian Bollmeier.
Privat verhindert waren, der seit einigen Wochen in Australien weilende Kapitän Bastian Pott und Verteidiger Paul Kowalczyk.

Das Spiel begann, wie man es erwarten konnte.
Frotheim versuchte das Spiel in die Hand zu nehmen, was aber aus unterschiedlichen Gründen nur teil– und ansatzweise gelang.
Zum einen zeigte der Gast aus Alswede eine engagierte Leistung, zum anderen verpasste es der VfL Frotheim, noch ruhiger und abgeklärter die eigenen Angriffe zu inszenieren.
So blieben die Offensivbemühungen des öfteren im Ansatz stecken, ohne die ganz große Effektivität zu erreichen. Trotzdem konnten die Gastgeber eine leichte Feldüberlegenheit verbuchen, wodurch Torchancen zumeist aus Schüssen aus der zweiten Reihe resultierten. Janik Schütte, Marvin Stierle und Christoph Meyhoff verpassten das Ziel jedoch knapp.
Die größten Gelegenheiten der ersten Halbzeit, resultierten jeweils aus Stellungsfehlern beider Abwehrreihen nach langen Bällen. Auf Frotheimer Seite gelang es Alexander Kasten einen  frei im Strafraum auftauchenden Alsweder Angreifer im letzten Moment entscheidend zu stören, auf der anderen Seite konnte Andreas Janzen, den sich dadurch bietenden Freiraum nicht schnell genug nutzen und wurde ebenfalls am Torabschluss gehindert.

Müßig darüber zu diskutieren, wie der weitere Spielverlauf der Partie gewesen wäre, wenn der Gast nach gut dreißig Minuten nur noch zehn Spieler zur Verfügung gehabt hätte.
Nach einem hässlichen Ellenbogencheck an Marvin Stierle entschied der Schiedsrichter zwar auf Freistoß, bestrafte die klare Tätlichkeit allerdings mit der falschen Kartenfarbe.
Dies soll und kann den weiteren Spielverlauf aber keineswegs erklären oder gar entschuldigen.

Frotheim geht unter

Begann die zweite Halbzeit noch ganz viel versprechend durch einen Torschuss von „Hucky“ Meyhoff, nahm das Unheil danach seinen Lauf.
In der 55. Spielminute führte eine falsche Einschätzung der Situation und sicher auch mangelnde Kommunikation dazu, dass ein im Strafraum auftauchenden Alsweder Angreifer von Torwart Christoph Gerling elfmeterreif gefoult wurde. Diesen verwandelte Bauer unter dem Jubel der wenigen Alsweder Zuschauer sicher.
Kurz nach dem daraus resultierenden Anstoß verlor der VfL den Ball in der Vorwärtsbewegung, die in dem Moment unsortierte und zu weit aufgerückte Abwehrreihe wurde mit einem einfachen Diagonalball düpiert und aus einer eigentlichen Überzahl wurde eine 1:1 Situation zwischen Stürmer und Torwart, die ebenfalls Bauer zu seinem Gunsten nutzen konnte.
Ab diesem Zeitpunkt verlor Frotheim völlig den Faden und in der Folgezeit entwickelte sich ein wahrlich enttäuschendes Spiel.
Die nun deutlich überlegenen Alsweder standen zum einen sehr kompakt und attackierten die Angriffsbemühungen der Heimmannschaft äußerst effektiv, sodass die Verunsicherung im Frotheimer Lager minütlich anzusteigen schien.
Dies führte zu einer mangelhaften Ballbehandlung und Fehlern im Spielaufbau, die immer wieder in schnell vorgeführten Angriffen der Alsweder endeten.
Eine dieser Situationen erbrachte eine Flanke von der linken Seite, die Daniel Wenig, bedrängt durch einen Gästeangreifer nur noch ins eigene Gehäuse bugsieren konnte.
Sehr kurzfristig keimte noch einmal Hoffnung im Frotheimer Lager auf, als der eingewechselte Thomas Szramowski aus kurzer Entfernung verkürzen konnte. Doch im direkten Gegenzug führte eine fast identische Situation wie beim 0:2 zur endgültigen Entscheidung. Hier muss sich die Mannschaft eine gewissen Blauäugigkeit, wenn nicht gar Fahrlässigkeit vorwerfen lassen.
Den Schlusspunkt einer über weite Strecken völlig missratenden 2. Hälfte, setzte der Alsweder Freye durch ein Abstaubertor, nachdem Keeper Christoph Gerling einen Fernschuss nicht ganz entschärfen konnte.
Unter dem Strich steht eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage.
Die ansonsten so wackeren Frotheimer Spieler, konnten die individuellen Fehler im Kollektiv nicht ausbügeln und gingen im weiteren Spielverlauf völlig verunsichert unter.

Eine bittere Niederlage, die ernüchtert und schnell abgehakt werden muss!
Nun gilt es alle Kräfte im Saisonendspurt zu bündeln, um in den letzten beiden Spielen eine deutlich verbesserte Leistung abrufen zu können.
Noch ist nichts verloren !!!

Wurden schon ein paar Pferde vor irgendeiner Apotheke gesichtet...???

 

(Holger Sarres)
 

VfL Frotheim: C. Gerling, A. Kasten (67. D. Gräve), D. Wenig, C. Kellweries (80. P. Kulp), J. Schütte, T. Borchert, D. Brandenburg, S. Depping, A. Janzen (58. T. Szramowski), C. Meyhoff, M. Stierle

HSC Alswede:
O. Kerejtek, M. Strubel, P. Engelhardt, K. Wölfer, O. Jahnke, J. Kuhlmann, A. Kirchner (54. F. Freye), A. Duffe, Y. Bauer (87. D. Vullriede), N. Yalda, F. Barlach

Tore:
0 : 1  Bauer (54.), 0 : 2  Bauer (57. FE), 0 : 3  Wenig (65. Eigentor), 1 : 3  Szramowski (74.), 1 : 4  Yalda (75.), 1 : 5  Freye (87.)

 

Frotheim hat es nicht selbst in der Hand

29. Spieltag (22.5.2011): VfB Fabbenstedt – VfL Frotheim    2 : 3  (2 : 2)

Fabbenstedt schockt Frotheim

Fast konnte man glauben, es ginge um die Deutsche Meisterschaft, denn von 15 Uhr bis 17.25 Uhr quäkten zahlreiche Lokalredakteure, Zuschauer und selbst ernannte Teamkommunikatoren Informationen zwischen Hüllhorst (gegen Varl), Fabbenstedt und Pr. Oldendorf (gegen Isenstedt) hin und her. Fast schon ein Ergebnisticker, gepriesen sei das Handyzeitalter. In zehn Jahren gibt es dann wohl Hologrammlivestreams an allen Sportplätzen.

Doch nun zum Spiel:
Den immer noch personell auf „Reserve“ laufenden Frotheimern kam der Regenguss der ersten 20 Minuten scheins nicht gerade entgegen. Mit der ersten vernünftigen Aktion des Spiels ging Fabbenstedt in Führung und schockte so den VfL.
Als der Regen nachließ, kam der VfL etwas besser ins Spiel, hatte jedoch mit den motivierten und griffigen Fabbenstedtern, denen man anmerkte, dass sie den VfL ärgern wollten, stets seine Probleme. Zwar hatte Frotheim mehr Ballbesitz, aber Schwierigkeiten, sich klare Torchancen herauszuspielen. Mit der ersten „richtigen“ Torchance besorgte Marvin Stierle den viel umjubelten Ausgleich.
Zehn Minuten vor der Halbzeit nahm Fabbenstedt gleich drei Geschenke an: Geschenk Nr. 1: Der Schiedsrichter glaubte, kurz vor dem Strafraum ein Foul gesehen zu haben und entschied auf direkten Freistoß. Geschenk Nr. 2: Die Frotheimer Mauer öffnete sich wie einst der Berg Sesam auf wundersame Weise, um dem Ball auch genug Platz zu machen. Geschenk Nr. 3: Torwart Christoph Gerling ließ den Ball abklatschen, sodass der Fabbenstedter Grabenkamp nur abzustauben brauchte. Zum Glück nutzte Frotheim eine seiner wenigen Chancen durch Marvin Stierle zum insgesamt verdienten Ausgleich in einem intensiven Spiel mit nur wenigen Torgelegenheiten auf beiden Seiten.

Marvin Stierle mit Dreierpack

Zwischen der 46. und 65. Minute hatte Frotheim seine beste Phase, und nicht von ungefähr führte der schönste Spielzug zum Tor des Tages, einem satten Flachschuss von Stierle, der rechts unten einschlug. In dieser Phase verpasste es Frotheim gegen müde wirkende Gastgeber, den Sack mit dem vierten Tor zuzumachen. Gleich mehrere Chancen wurden versiebt. Teilweise haderte man mit dem Schiedsrichter, der in einem im Grunde fairen Spiel mit gelben Karten nur so um sich warf und die eine oder andere unglückliche Abseitsentscheidung traf.
In den letzten 15 Minuten verschaffte sich dann der VfB ein deutliches Übergewicht. Zwar schafften sie es nicht, sich klare Torchancen zu erspielen, doch allein aufgrund des knappen Ergebnisses und der flinken Stürmer zitterte der VfL dem Schlusspfiff entgegen. Eine Großchance ließ der emsige Thomas Szramowski aus, das Nachschusstor von Janzen wurde korrekterweise wegen Abseitsstellung nicht gegeben. Kurz vor Schluss verlor der bereits verwarnte Christoph Meyhoff die Nerven und sah wegen Meckerns die Gelbrote Karte.

Letztlich gewann Frotheim ein Spiel verdient, weil man zwei Rückstände wettmachte, weil man den Sieg etwas mehr wollte und weil man ein leichtes Chancenplus hatte. Von der Spielanlage fand das Spiel auf Augenhöhe statt und es war bis auf wenige Phasen nicht bemerkbar, wer der Aufstiegsaspirant und wer die „Niemandslandmannschaft“ war. Kompliment an Fabbenstedt, für die es um nichts mehr ging und die sich wie schon Alswede in der Vorwoche sehr bemühten, das Aufstiegsrennen nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung werden zu lassen.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, D. Wenig, C. Kellweries, J. Schütte, T. Borchert, D. Brandenburg (87. P. Kowalczyk), D. Gräve (75. A. Kasten), T. Szramowski, C. Meyhoff, M. Stierle (78. A. Janzen)

VfB Fabbenstedt:
H. Bremermann, S. Kröger, J. Rolfs, L. Zeller, C. Schmidt, M. Böschemeyer, D. Shamoun, A. Zoi, M. Swierczewski, G. Grabenkamp, D. Vogt

Tore:
1 : 0  Vogt (2.), 1 : 1  Stierle (26.), 2 : 1  Grabenkamp (35.), 2 : 2  Stierle (43.), 2 : 3  Stierle (58.)

Gelbrote Karten:
Meyhoff (87.)

 

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Aufstieg!

30. Spieltag (29.5.2011): VfL Frotheim – SV Hüllh.-Oberb. II    3 : 0  (1 : 0)

Spontanparty bis in die Morgenstunden – Auch andere Teams feiern mit dem VfL

Die Frotheimer staunten nicht schlecht, als nach und nach die halbe Liga eintrudelte und das Sportfestzelt besetzte. Als das Bier alle war, wurde der Hut herumgereicht, um Kaltgetränke nachzuordern.
SuS Holzhausen, Union Varl und später auch der HSC Alswede waren personell stark vertreten. Nachmittags waren bereits die Oldendorfer und TuRaner zum Gratulieren im Trikot (!) erschienen, doch dazu später mehr.
Wie lange die Feier ging? Man munkelt etwas von 7 Uhr morgens…
Die Stimmung im Zelt lässt sich nicht adäquat in Worte fassen, man muss einfach dabei gewesen sein. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass alle beteiligten Frotheimer den 29.5.2011 wohl niemals vergessen werden. Gänsehaut-Feeling!
Die Zeit muss aber erst wieder um einige Stunden zurückgedreht werden.


15.01
Frotheim musste gegen den sieglosen Tabellenletzten gewinnen, gleichzeitig Tabellenführer ISC verlieren (direkter Frotheimer Aufstieg) oder zumindest unentschieden spielen (Entscheidungsspiel). Die VfL-Kreativabteilung fiel fast komplett aus, Christoph Meyhoff wurde (auch für ein eventuelles Entscheidungsspiel) gesperrt, Janes Hußmann war wieder dabei, Kaiserwetter, 400 Zuschauer, seltsame Atmosphäre zwischen Hoffen, Bangen, Nervosität und Anspannung. Frotheim kam mit AC/DCs „Hell’s Bells“ auf den Platz gelaufen.
Viele Zuschauer verfolgten das Geschehen mit den Augen, die Ohren aber waren auf Handy-Klingeltöne gepolt. Was würde der SC Isenstedt gegen die spielstarken TuRaner aus Espelkamp bewerkstelligen können? Wie würde sich TuRa in dem für sie bedeutungslosen Spiel verhalten?
Der in Australien weilende Bastian Pott war zumindest virtuell ebenfalls anwesend. Direkt am Spielfeldrand wurde ein Laptop aufgebaut und über Skype der Kontakt den ganzen Nachmittag gehalten. Irgendeiner saß immer auf dem Klappstuhl und hielt ihn über das Geschehen auf dem Laufenden (nebenbei informierte er über die Zwischenstände von Pr. Espelkamp II – SV Rödinghausen).


15.20 Uhr
Viel war nicht passiert. Aus Isenstedt, wo gute fünf Minuten später angepfiffen worden war, war bisher nichts zu hören gewesen. Den Frotheimern merkte man gegen SV Hüllhorst-Oberbauerschaft II nicht nur das Fehlen der halben Offensive an; die Jungspunde, Durchschnittsalter 21, hatte schlicht und ergreifend einen „Köttel in der Hose“. 80% Frotheimer Ballbesitz und ein paar Halbchancen gegen tief stehende Hüllhorster, waren zu verzeichnen, sonst nichts.

15.22 Uhr
Erste Frotheimer Torchance, doch im Gegenzug läuft ein Hüllhorster frei auf Christoph Gerling zu. Gehalten.

15.25 Uhr
Jubelschreie in Frotheim. „Der Turn- und Rasenverein Espelkamp hat soeben das 1:0 erzielt“, ließ es Torsten „Fazo“ Döding via Mikro über den Platz schallen. Doch immer noch wäre der ISC Meister.

15.29 Uhr
Janes Hußmann staubt zum 1:0 ab. Der Platz bebt.

15.30 Uhr
Kopfballchance für die Gäste, doch der Ball geht am Tor vorbei. Frotheim will gewinnen, wirkt aber gehemmt. Auch der Führungstreffer gibt kaum Sicherheit. Gut, dass es heute – mit Verlaub – „nur“ gegen den Tabellenletzten geht.

15.47 Uhr
Halbzeit in Frotheim. Der VfL führt knapp, aber verdient.

16.00 Uhr
Das Spiel in Frotheim läuft seit einer Minute wieder. Thomas Szramowski trifft zum 2:0. Es ist verdammt laut.

16.15 Uhr
Nichts Neues aus Isenstedt, nicht viel zu berichten vom eigenen Spiel. Der VfL, bemüht, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, spielt gehemmt, produziert viele Fehler, nutzt die Chancen nicht, zeigt kein gutes Spiel. Das war nicht anders zu erwarten (Tipp Holger Sarres: 4:0).

16.36 Uhr
Thomas Szramowski köpft eine Flanke zum 3:0-Endstand ein.


16.46 Uhr
Schiedsrichter Bakir aus Herford, der mit dem fairen Spiel überhaupt keine Probleme hatte, pfeift ab. Verhalten geballte Fäuste, gehemmtes Klatschen der Zuschauer.

16.47 Uhr
In Isenstedt sind noch ein paar Minuten zu spielen, die Frotheimer Spieler bilden rund um den „Bastian-Pott-PC“ einen Kreis. Wie hat Schalke sich eigentlich 2001 gefühlt?

16.50 Uhr
Das Endergebnis aus Isenstedt sickert durch. TuRa gewinnt 2:0.
Um angemessen zu schildern, was in den folgenden 15 Minuten passiert ist, kann ich leider zu schlecht schriftstellern.
(…)


Und später…

Zum ersten Mal seit Ende des Krieges steigt eine Frotheimer Fußballherrenmannschaft in die Bezirksliga auf. Danke, TuRa Espelkamp (Meistermacher) und Riesenrespekt für diese tolle Moral.
Über die eigene schwächste Saisonleistung darf getrost der Mantel des Schweigens gelegt werden. Das bestrittene Match spielte in den folgenden Stunden genauso wenig eine Rolle wie der Blick auf die bevorstehende Saison.
So richtig fassen konnte es zunächst keiner. Ungläubig schaute man sich an, knuddelte sich, begoss den Trainer mit Bier und ein bisschen Augenpipi wurde bei Einigen ebenfalls gesichtet. Zwischendurch überreichte Karl-Heinz Eikenhorst Simon Depping die Meisterschale.
Aus Gehlenbeck kam der OTSV Pr. Oldendorf – noch in Fußballmontur – angereist, um zu gratulieren und sich ein Bierchen abzuholen. Nur wenige Minuten später kamen dann die TuRaner, die mit „Meistermacher“-Sprechchören zu Recht von Mannschaft und Zuschauern gefeiert wurden. Schlichtweg ergreifend!

Nach Gerstensaftduschen, reichlich Freibier und 90-minütiger Planwagenfahrt quer durch Frotheim ging die Spontanparty im Festzelt weiter. Womit wir wieder am Anfang wären.


Fast wie ein Drehbuch

Ein Saisonfinale aus Frotheimer Sicht wie gemalt, fast wie ein Drehbuch.
Schadenfreude ist nicht angesagt, dafür war die ganze Serie zu knapp und zu ausgeglichen. Auch andere Mannschaften hätten es schaffen können. Glücklich, aber sicher nicht unverdient, hat es für den VfL Frotheim zum Aufstieg gereicht.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, A. Kasten, D. Wenig, J. Schütte, J. Hußmann, T. Borchert, D. Brandenburg (60. P. Kulp), S. Depping (61. P. Kowalczyk), T. Szramowski, D. Gräve, M. Stierle
Holger Sarres, Christian Mehrhoff, Bastian Pott, Christoph Meyhoff, Christopher Kellweries, Christoph Speck, Elmar Windmann, Sebastian Bollmeier, Andreas Janzen, Dirk Baganz, Zweite, Dritte, alle treuen Zuschauer, die Damenmannschaft, der Vorstand und alle, die hier aus Versehen nicht aufgezählt wurden

SV Hüllhorst-Oberbauerschaft II:
P. Geistdörfer, A. Kaufmann, M. Gringel, S. Knollmann (50. D. Wedel), M. Roggendorf, D, Salow (65. A. Waimer), C. Schlüter, B. Wengrzik, T. Will (20. H. Grätz), C. Rimkus, D. Mettenbrink

Tore:
1 : 0  Hußmann (28.), 2 : 0  Szramowski (46.), 3 : 0  Szramowski (80.)

Special Guests:
OTSV Pr. Oldendorf, TuRa Espelkamp, SuS Holzhausen, Union Varl, HSC Alswede
 

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