Counter script
FB1 TT TU AER

1

VfL Frotheim

0

0

2

TuRa Espelkamp II

0

0

3

FC Oppenwehe

0

0

4

TuS Levern

0

0

5

SV Hüllhorst-Ob.

0

0

6

TuSpo Rahden

0

0

7

SV Schnathorst II

0

0

8

TuS Gehlenbeck II

0

0

9

BSC Blasheim II

0

0

10

TuS Dielingen II

0

0

11

Holsener SV

0

0

12

TuS Oppendorf

0

0

13

FC Pr. Espelkamp II

0

0

14

Türk Espelkamp

0

0

15

TuS Tengern III

0

0

16

OTSV Pr. Oldendorf

0

0

 

VfL Frotheim I - Spielberichte 2011/12

Viel Aufwand – kein Ertrag

1. Spieltag (21.8.2011): VfL Frotheim – TuS Lohe  0 : 2 (0 : 1)

Fünf Minuten Tiefschlaf des VfL Frotheim, zwei Sekunden Tiefschlaf des Schiedsrichters

Knapp 250 Zuschauer hatten sich bei strahlendem Sonnenschein eingefunden, um das erste Frotheimer Bezirksligaspiel seit 80 Jahren anzuschauen.
Ganze 80 Sekunden dauerte es, bis es das erste Mal schepperte. Frotheim verschlief die Anfangsphase völlig, war anscheinend noch nervös, was Lohe nach einem krassem Abwehrfehler zum 1:0 nutzte.
Zwei Minuten später brannte schon wieder der Baum, als nämlich eine Loher Flanke in der Mitte keinen Abnehmer fand.
Nach fünf Minuten fing sich der VfL, nach einer Viertelstunde war man dann am Drücker. Zirka 65% Ballbesitz in der ersten Hälfte reichten, um einige Torchancen zu kreieren. Die erste hatte Marvin Stierle nach 18 Minuten, der aus 15m abzog, doch der beste Loher, Keeper Erdbrügger, konnte den Schuss entschärfen.
Die Spiel entscheidende Szene ereignete sich in der 32. Minute. Bastian Pott tauchte frei vor dem Tor von TuS Lohe auf, doch anstatt zu schießen schlug er einen Haken. Ein Loher Verteidiger warf sich dazwischen und nahm dabei auf dem Boden liegend die Hand zur Hilfe. Alle hatte es gesehen, außer einem. Trotz einer halben Sekunde Ballkontakt mit der Hand und der einzig richtigen Konsequenz, Elfmeter zu geben und die rote Karte zu ziehen, ließ der Schiedsrichter weiter spielen.
Mit einem Chancenverhältnis von 6:3 (Lohe traf bei einem Flankenversuch den Außenpfosten) ging es mit einer schmeichelhaften Gästeführung in die Kabine.

Frotheim nutzte die Torgelegenheiten nicht

In der zweiten Halbzeit war der VfL gleich wieder Spiel bestimmend. Lohe fand offensiv quasi nicht statt. Sie standen tief und gut gestaffelt in der Defensive und es war schwer, Torchancen herauszuspielen. Dennoch gelang es dem VfL vor allem zwischen der 50. und 70. Minute, einige glasklare Möglichkeiten zu schaffen. Vor allem Christoph Meyhoff war durch zwei Freistöße brandgefährlich, doch einer klatschte aus 8m Entfernung (indirekter Freistoß wegen Rückpass) an die Unterkante der Latte, einen hielt der Torhüter spektakulär.
In den letzten 20 Minuten war der VfL zwar bemüht und warf alles nach vorne, doch so richtig zwingend wurde man nicht mehr. Stattdessen kam es, wie es kommen musste. In der Nachspielzeit nutzte Lohe seine einzige Torchance der zweiten Halbzeit zum schmeichelhaften Endergebnis.

Der VfL hat sein erstes Lehrgeld bezahlt. Obwohl man die klar bessere Mannschaft war, reichte es nicht zum Punktgewinn. Lohe nutzte zwei seiner vier Torgelegenheiten, verwaltete ordentlich und ärgerte das Frotheimer Spiel mit vielen Fouls im Mittelfeld. Der VfL scheiterte an einer Fehlentscheidung des ansonsten ordentlich pfeifenden Unparteiischen, am gegnerischen Torwart und am eigenen Unvermögen. Das erste 6-Punkte-Spiel gegen einen Mitabstiegskandidaten ging leider in die Hose.
 

VfL Frotheim: C. Gerling, M. Gräve, D. Brandenburg (80. A. Kasten), D. Gräve (68. C. Kellweries), J. Hußmann, D. Simonjan (83. A. Janzen), E. Geistdörfer, B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle

TuS Lohe:
M. Erdbrügger, B. Behr, R. Dorn, A. Felde (87. D. Borcherding), D. Tölkemeier, G. Bloumis, J. Weber (58. L. Baumann), J. Flachmeier, M. Hejlek, C. Stühmeier (70. G. Vodola), P. Pausch

Tore:
0 : 1  Weber (2.), 0 : 2  Vodola (90.)
 

ST01_VfL-Lohe01
ST01_VfL-Lohe02

The same procedure as every Sunday

2. Spieltag (28.8.2011): VfL Herford – VfL Frotheim    2 : 1 (2 : 0)

Gut gespielt, viel investiert, unter Schiedsrichter-Entscheidungen gelitten, viele Chancen fahrlässig und inkonsequent liegen gelassen und am Ende verloren.
Auch das zweite Spiel des VfL in der neuen Umgebung Bezirksliga wurde knapp mit 2:1 verloren, und zwar gegen den Landesligaabsteiger VfL Herford.

Zu viel Respekt
Die ersten 25 Minuten des Spiels dominierten die Hausherren aus Herford auf ihrem Kunstrasenplatz nach Belieben. VfL Frotheim griff erst ab der Mittellinie an und ließ den Gegner auf sich zukommen. Die Herforder versuchten das Spiel breit zu machen und den Ball schnell laufen zu lassen, was phasenweise auch gut anzuschauen war. Gefährliche Torchancen konnten die Herforder sich dadurch aber nicht erspielen. Ein Stellungsfehler in der Hintermannschaft der Frotheimer bedeutete die erste Chance und gleichzeitig das erste Tor des Spiels. Aus einer nicht optimalen Position schloss der agile Herforder Stürmer schnell ab und ließ Torwart Gerling keine Chance. 1:0 für die Hausherren. Sichtlich geschockt ließen die Frotheimer den Herfordern immer mehr Platz zum Kombinieren und die Jungs von Trainer Sarres liefen dem Ball oft hinterher. Ein Eckballtor bedeutete dann nach 20 Minuten die 2:0-Führung, wobei man hier den Torschützen ungehindert köpfen ließ. Herford hatte bis dahin das Spiel im Griff und aus 2 ½ Chancen zwei Tore erzielt. Die Frotheimer störten ab der 25 Minute die Herforder früher in deren eigenen Hälfte und das Spiel wurde ausgeglichener. Erste „Torannäherungsversuche“ wurden allerdings nicht zu Großchancen, weil oft das Passspiel zu unkonzentriert war oder der Schiedsrichter eine angebliche Abseitsposition gesehen haben wollte.

Zu viele verpasste Chancen

Direkt nach der Pause spielte Meyhoff einen Pass durch die Lücke und Bollmeier netzte zum Anschlusstreffer ein. Besser hätte es für die Sandhasen nicht laufen können. Leider hatte der ansonsten gut leitende Schiedsrichter auf Abseits entschieden. Selbst die Herforder Innverteididung bestätigte, dass es kein Abseits gewesen sei. Doch der Unparteiische blieb dabei. Die Frotheimer rannten nun an und das Spiel verlagerte sich komplett in die Hälfte der Herforder. Gute Kombinationen und viele Chancen wurden nicht genutzt. Oft fehlte der berühmte Zentimeter im Passspiel oder im Abschluss. Andreas Janzen markierte in der 82. Minute nach schöner Vorarbeit über Pott und Bollmeier den überfälligen Anschlusstreffer. Kurz danach sah der Herforder Jaber die Gelb-Rote Karte. In Überzahl versuchten die Gäste nun noch wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Doch der souveräne Schlussmann der Hausherren vereitelte auch die letzte Chance durch Janzen in der 88 Minute.


Alles in allem eine unverdiente Niederlage. Leider haben die Frotheimer erst nach dem klaren Rückstand Mut gefasst ihr Spiel zu spielen. Diese Niederlage sollte aber auch den letzten Zweifelnden klar gemacht haben, dass man in dieser Liga mithalten kann und bestehen kann. Die Leistung in der zweiten Halbzeit lässt viele Zuschauer und Spieler hoffen. Gute Kombinationen und Torchancen konnte man sich herausspielen. Doch wieder war er die Chancenauswertung, die den Grünen zum Verhängnis wurde. Leider bekommt man für ein gutes Spiel keine Punkte und so langsam sollten die Frotheimer anfangen ihre Punkte zu sammeln.

(Christoph Meyhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert, C. Kellweries (36. S. Depping), M. Gräve, J. Hußmann, D. Simonjan, D. Brandenburg (55. E. Geistdörfer), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle (76. A. Janzen)

VfL Herford:
A. Fischer, H. Cavus, I. Yalmanci, D. Jusufi, R. Geffke, K. Celik, F. Colak, H. Karaaslan, R. Nahmet (12. D. Alves-Rei), A. Jaber, J. Brinkmann (65. M. Stellmach)

Tore:
1 : 0  Colak (9.), 2 : 0  Cavus (21.), 2 : 1  Janzen (82.)

 

Sehr viel investiert, wieder keine Punkte

3. Spieltag (1.9.2011): VfL Frotheim – FT Dützen  3 : 6 (2 : 2)

Etwa 250 Zuschauer fanden am Donnerstagabend den Weg zum Frotheimer Sportplatz, trotz des Blama-Startes. Kein einziger von ihnen sollte es bereuen. Es war ein temporeiches, emotionales, gutes Bezirksligaspiel von beiden Mannschaften. Den Kürzeren sollten mal wieder die Frotheimer Jungs ziehen…

Zu schnelle Gegentore nach Führung

Der Torreigen sollte schon nach sechs Minuten Spielzeit beginnen. Nach einem überlegten Diagonalball, einer guten Mitnahme von Dennis Brandenburg und einer schönen Flanke nutzte Christoph Meyhoff die zu kurz geratene Abwehr und schob den Ball zur Führung ein. Es sollte die erste Führung in der Bezirksliga sein. Endlich! Diese hatte aber nur drei Minuten Bestand. Ein hoher Ball über die Viererkette reichte, um Abwehr und Torwart zu überraschen. Kein Frotheimer reagierte und Dammasch ließ sich in der neunten Minute nicht lange bitten und schob völlig ungehindert zum Ausgleich ein. Wieder einmal ein vermeidbares Gegentor. Gleich die nächste „Chance“ im Spiel sollte die erneute Führung für die Frotheimer bedeuten. Einen Freistoß von Meyhoff aus 40 Metern faustete der Dützener Schlussmann selbst ins Tor, Eigentor in der 13. Minute. Mit der Führung im Rücken jetzt defensiv gut stehen und den heute gefährlichen Bollmeier in Szene setzen? Denkste…Postwendend der Ausgleich. Ein Freistoß von außen wurde in den Fünf-Meter-Raum gezirkelt und der kopfballstarke Köhler köpfte seine Dützer zum schnellen 2:2. Danach versuchte der Gast, das Spiel in die Hand zu nehmen und durch viele Diagonalbälle zum Erfolg zu kommen. Doch nun stand die Defensive der Frotheimer sehr geordnet und es wurde im Kollektiv mit viel Laufbereitschaft gegen den Ball verschoben. Die Sandhasen boten dem klaren Favoriten vor allem in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe. Alleine Bollmeier lief in der ersten Halbzeit zweimal allein auf das Gehäuse der Dützer zu, bekam aber den Ball nicht in das Eckige. Der Gästetorwart hielt zwei Bälle, die man nicht halten muss. Die Dützer hatten mehr Spielanteile, ohne sich aber mehr nennenswerte Torchancen erspielen zu können, außer die beiden Tore. Die Frotheimer lieferten eine starke erste Halbzeit, nach der man eigentlich wieder hätte führen müssen. Ärgerlich ist vor allem, wie schnell man leicht zu verteidigende Gegentore kassiert hat. Hätte, Wenn und Aber…Halbzeitstand 2:2

Dützer Kaltschnäuzigkeit

Direkt nach der Halbzeit lief der starke Brüggemann allein aufs Tor, schoss aber nur an den Außenpfosten. Kurz darauf ereignete sich wohl die entscheidende Szene des Spiels. Meyhoff und Bollmeier liefen allein gegen einen Abwehrspieler auf das Tor der „Turner“. Die Chance wurde mit einem halbherzigen Schuss abgeschlossen, vielleicht fehlte die Kraft oder vielleicht war zu viel Zeit zum Nachdenken. Nichtsdestotrotz hielt der Torwart und kurze Zeit später fast ein identisches Tor wie zum 1:1. Dammasch wieder völlig allein vor Gerling, der den Ball durch die Hosenträger bekommt. 3:2-Führung für den Favoriten in der 55. Minute. Noch einmal sollte Bollmeier die Chance bekommen, seine persönliche Torflaute zu brechen, wieder allein vor dem Torhüter, dieses Mal überwand er ihn, doch ein Abwehrspieler klärte kurz vor der Linie. Es kam, wie es kommen musste. Die 61. Spielminute bedeutete die 2:4 Führung für die „Roten“. Die nun immer müder wirkenden Frotheimer wussten, dass dies die Vorentscheidung war. In der 67. Minute dann das 2:5, ein Ballverlust aus der Abwehr wurde eiskalt bestraft. Der eingewechselte Stierle hätte es mit zwei (genutzten) Chancen(einmal lief er mal wieder allein auf das Gehäuse, ein anderes Mal schoss er eine Flanke direkt übers Tor) noch einmal spannend machen können, doch es sollte für die im Abschluss glücklosen Frotheimer nicht sein. Neuzugang David Simonjan erzielte dann doch noch ein Tor für die „Grünen“. Nach tollem Zusammenspiel von Stierle schloss er mit einem satten Linksschuss ab. Danach hatten die Frotheimer sogar noch einmal die Möglichkeit das 4:5 zu erzielen. In der Nachspielzeit schafften dann die Dützener ihr sechstes Tor nach einem Eckball.
In der zweiten Halbzeit sah man deutlich, warum Dützen zu den stärksten Mannschaften der Bezirksliga gehört. Sie bestimmten die Frotheimer und ließen Ball sehr gut laufen.

Alles in allem ein verdienter Sieg der Dützer aufgrund der besseren Spielanlage und besseren Chancenauswertung. Sie machten aus sieben guten Chancen sechs Tore. Die Frotheimer scheiterten alleine fünf Mal freistehend. Zu viel in der Bezirksliga! Trotzdem boten die Jungs von Trainer Sarres eine starke Leistung. Die Mannschaft macht eine guten Eindruck, wenn es bald auch mit der Chancenauswertung klappen sollte, sollte der erste Dreier nicht mehr lange auf sich warten. In allen drei Spielen hätte man mindestens einen Punkt erreichen können. Die Frotheimer stehen bald mit dem Rücken zur Wand. Alles in allem konnten heute alle Spieler stolz auf sich und seine Leistung sein.

 

(Christoph Meyhoff)

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert, P. Kowalczyk, M. Gräve, S. Depping (58. D. Gräve), D. Simonjan, E. Geistdörfer (71. M. Stierle), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, D. Brandenburg

FT Dützen:
N. Stremlau, D. Müller, M. Sperlich, S. Raetz (75. A Werner), J. Köhler, S. Ferling (58. F. Werner), L. Brüggemann, I. Dammasch, H. Kruse, T. Ruschmeier (71. T. Kühlmann), M. Neppert

Tore:
1 : 0  Meyhoff (6.), 1 : 1  I. Dammasch (8.), 2 : 1  Meyhoff (11.), 2 : 2  Köhler (16.), 2 : 3  I. Dammasch (52.), 2 : 4  I. Dammasch (61.), 2 : 5  Ruschmeier (70.), 3 : 5  Simonjan (84.), 3 : 6  Neppert (90.)

 

2011_09_01 - VfL-Duetzen Bollmeier

Quelle: NW, 2.9.2011

Debakel in Holsen

4. Spieltag (9.9.2011): VfL Holsen – VfL Frotheim  8 : 1 (3 : 1)

Wieder mal einfache Gegentore

Das Positive des Spiels vorweg: Die meisten Zuschauer kamen aus Frotheim, etwa 60 hatten die knapp 30km auf sich genommen. Wenn es dafür Punkte gäbe, wäre der VfL oben dran. Gibt es aber nicht, und damit kurz und schmerzvoll zum Spiel.
Wieder einmal dauerte es nicht lange, bis es im Frotheimer Kasten klingelte. Während einige VfL-Spieler noch diskutierten, ob ihnen nicht der Einwurf 30m vorm eigenen Tor hätte zugesprochen werden müssen, stand Holsen schon vor selbigem und netzte zum 1:0 ein (8.). Nur drei Minuten später ließ Torwart Gerling eine abgefälschte Flanke fallen. Khaled stocherte den Ball zum 0:2 ein. Erst danach wurde der VfL etwas munterer. Christoph Meyhoff nahm sich ein Herz und schoss aus der Distanz gefährlich auf das Tor, der Holsener Keeper konnte den Aufsetzer nur mühsam abwehren. Mit der darauf folgenden Ecke kam der VfL in Person von Janes Hußmann (Kopfball) zum 1:2. Danach konnte man das Spiel ausgeglichen gestalten, wobei sich Holsen durch Mittelfeldpressing zwei gute Einschusschancen herausspielen konnte. In der 35. Minute hatte Sebastian Bollmeier den Ausgleich auf dem Fuß, als er allein auf das Holsener Tor zulief, jedoch (wieder einmal) den Torwart anschoss. Mitten in die beste Frotheimer Phase fiel das 3:1 durch Siebers, bedient durch einen simplen Diagonalball, der über die Frotheimer Viererkette flog.

Selbstaufgabe nach dem 4:1

In der Viertelstunde nach der Pause passierte nichts Gravierendes, die Teams neutralisierten sich weitgehend. Mit dem 4:1 brachen beim VfL jedoch alle Dämme. Der VfL Holsen spielte jetzt seine Klasse aus, wobei ihnen zugute kam, dass Frotheim auf präzise Pässe und Zweikampfstärke fast komplett verzichtete, und schenkte dem Aufsteiger noch vier weitere Tore ein. Und überdies waren noch zwei bis drei weitere Möglichkeiten da, um das Ganze zweistellig zu gestalten, was des „Schlechten“ dann aber doch zu viel gewesen wäre.
Mit dem Abpfiff sah man in derangierte Frotheimer Gesichter irgendwo zwischen Mut- und Ratlosigkeit.

Konnte man in den ersten drei Begegnungen noch so etwas wie Mitspielen auf Augenhöhe feststellen, so bekam man gegen Holsen, die in allem eine Klasse besser waren und wunderschöne Tore schossen (vier Bälle landeten im Knick), seine fußballerischen Grenzen eindeutig aufgezeigt. Spielerisch und taktisch sicherlich das Normalste von der Welt, und es war vor der Saison klar, dass es deutliche Niederlagen geben wird (Klatschen dürfen dennoch gerne vermieden werden).
Aber: Bei Holsen gaben alle Feldspieler 90 Minuten lang richtig Gas. Der VfL zeigte hingegen auch von der Laufbereitschaft und vom Kampf her nur eine durchschnittliche Kreisliga-Leistung. Die Einzelleistungen bewegten sich irgendwo zwischen bieder und schwach: verlorene Zweikämpfe, Abspielfehler. Zumindest vom Kampfeswillen her müsste man eigentlich in allen Spielen dem Gegner eine Nasenlänge voraus sein, um das Saisonziel des Nichtabstiegs zu erreichen. Wer Bezirksligaansprüche stellt, muss mehr dafür tun als das, was gegen Holsen (nicht) zu sehen war.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert, S. Depping, J. Hußmann, M. Gräve, B. Pott, D. Gräve (46. E. Geistdörfer), D. Simonjan, C. Meyhoff (75. A. Janzen), S. Bollmeier, D. Brandenburg (46. J. Schütte)

VfL Holsen:
M. Figlarz, C. Langer, T. Thaus, J. Steinke, M. Schendzielorz (66. Fröhde), P. Siebers (71. R. Budde), J. Vossenkämper, N. Wüllner, C. Carvalho (75. P. Langer), O. Khaled, R. Hanke

Tore:
1 : 0  Siebers (8.), 2 : 0  Khaled (11.), 2 : 1  Hußmann (14.), 3 : 1  Siebers (43.), 4 : 1  Siebers (58.), 5 : 1  Steinke (61.), 6 : 1  Vossenkämper (80.), 7 : 1  Hanke (82.), 8 : 1  Wüllner (84.)

 

Endlich die ersten drei Punkte

5. Spieltag (18.9.2011): VfL Frotheim – TSV Schötmar  4 : 0 (2 : 0)

VfL mit mehr Fortune

Trotz zwischenzeitlicher Regenfälle waren es wieder knapp 200 Fußballinteressierte, die den Weg zum Frotheimer Sportplatz gefunden hatten. Und die Heimzuschauer wurden für die Holsen-Schlappe entschädigt.
Der VfL war von Beginn an die aktivere Mannschaft, während sich Schötmar relativ weit in die eigene Hälfte zurückzog. Vor allem in der recht zerfahrenen Anfangsphase merkte man beiden punktlosen Teams die Verunsicherung an.
In der zehnten Minute kam der VfL das erste Mal gefährlich vor das Schötmarer Tor, doch wie so oft in dieser Saison schaffte es Sebastian Bollmeier freistehend nicht, den Ball im Kasten unterzubringen. Nach einer Viertelstunde war es dann allerdings soweit; einen Ballverlust im Mittelfeld nutzte Frotheim, indem Bollmeier nach feinem Meyhoff-Pass freistehend vor dem Tor das 1:0 und damit (endlich) sein erster Saisontreffer gelang. Gut zehn Minuten später schoss Bollmeier den Ball von der Sechzehnerkante knallhart und platziert rechts unten in die Ecke. Das 2:0 war zu diesem Zeitpunkt hochverdient, da von Schötmar bis dahin nicht viel zu sehen war.
Das änderte sich jedoch zwischen der 30. und 45. Minute, als die Türken ihre beste Phase hatten und der VfL um ein Gegentor förmlich bettelte. Doch im Gegensatz zur gnadenlosen Chancenverwertung der letzten Gegner war Schötmar zum Glück der Frotheimer alles andere als zwingend. Die technisch starken Türken spielten sich mehrfach in aussichtsreiche Positionen und waren bei Standards gefährlich, aber glasklare Möglichkeiten hatten Seltenheitswert. Trotzdem konnte der VfL zu diesem Zeitpunkt froh sein, ohne Gegentreffer in die Halbzeit zu gehen.

Frotheim kontert

Trainer Sarres muss deutliche Worte gefunden haben, denn die Frotheimer gingen nun wieder energischer zu Werke. Ab der 55. Minute entwickelte sich eine Art „offener Schlagabtausch light“, denn Tormöglichkeiten gab es nun im Dreiminutentakt auf beiden Seiten. Der VfL konnte sich bei Torwart Gerling bedanken, der gleich vier gute Schötmarer Chancen zunichte machte. Auf der anderen Seite rettete ein Schötmarer Verteidiger für den schon geschlagenen Keeper nach Bollmeier-Schieber auf der Linie. Kurz danach wurde ein Schuss von Meyhoff an den Pfosten gelenkt. Erlösend und Spiel entscheidend war dann das 3:0 durch Bollmeiers dritten Treffer nach einem Konter. Frotheim überließ nunmehr den Gästen das Spielgeschehen, die jetzt aufgegeben hatten. Zehn Minuten vor Spielende machte Meyhoff nach Vorarbeit von Neuzugang Geistdörfer mit dem 4:0 den Deckel drauf.

Dank einer stark verbesserten, engagierten und konzentrierten Leistung in allen Mannschaftsteilen wurde ein hoch verdienter Dreier eingefahren. Dieses Duell Letzter gegen Vorletzter hätte aber auch nicht in die Hose gehen dürfen.
Schötmar verfügt(e) über mehrere technisch sehr starke Spieler, war aber vor allem mannschaftlich und von der Chancenverwertung her deutlich schwächer als die letzten Gegner Holsen und Dützen.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert, D. Brandenburg, P. Kowalczyk, J. Hußmann, J. Schütte, E. Geistdörfer (84. A. Janzen), B. Pott, S. Bollmeier (84. T. Szramowski), C. Meyhoff, D. Simonjan (76. D. Gräve)

TSV Schötmar:
H. Sunar, Z. Yagiz, A. Manou, I. Siviloglu, M. Karak (86. O. Kurban), V. Arslan, A. Görler (69. S. Sentas), M. Souk, U. Cikdemtepe, F. Ilhan, A. Akman

Tore:
1 : 0, 2 : 0, 3 : 0  Bollmeier (15., 26., 64.), 4 : 0  Meyhoff (79.)
 

St05_VfL-TSV1 St05_VfL-TSV2

nach oben

Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

Homepage

Starke Leistung, leere Hände

6. Spieltag (25.9.2011): SC Vlotho – VfL Frotheim  4 : 2 (0 : 1)

Die Frotheimer mussten auf einige Spieler verzichten. David Simonjan, Marcel Gräve und Christopher Kellweries fehlten allesamt verletzungsbedingt.
Die Anlage der Vlothoer war beeindruckend, der Platz und das Wetter versprachen schon vor dem Spiel einen tollen Fußballtag. Vor dem Spiel appellierte der bis zur 60. Minute gut leitende Schiedsrichter (danach verlor er seinen Faden) an das Fairplay – doch dieses Wort sollte von der ersten bis zur letzten Minute ein Fremdwort für Vlothoer Mannschaft, Fans und Trainerteam sein. Wenn ein Spieler verletzt auf dem Boden lag, hielt man es nicht für notwendig den Ball ins Seitenaus zu spielen. Bei einem vermeintlichen Fairplay warfen die Vlothoer den Ball zu den Frotheimern zurück, um dann sofort wieder diesen Spieler zu attackieren, Beleidigungen waren in diesem Spiel an der Tagesordnung. Die Entscheidungen des Schiedsrichters wurden ständig diskutiert und man versuchte dadurch Einfluss auf die Entscheidungen zu nehmen, was leider auch gelingen sollte. Nun zum Spiel.

Bärenstarke erste Halbzeit der Sarres-Elf

Frotheim begann ohne Respekt und kombinierte von der ersten Minute an sehr gefällig. In der 5. Spielminute war Bastian Pott auf einmal völlig frei vor dem starken Torwart Sonntag, der diese Situation für sich entscheiden konnte. Der darauf folgende Eckball sollte gleich die zweite Torchance bedeuten. Hußmann kam am langen Pfosten frei zum Kopfball, konnte aber kein Druck auf den Ball entwickeln, so dass Sonntag keine großen Schwierigkeiten hatte, diesen Ball zu fangen. Ein guter Start in das Spiel für die Sandhasen. Im weiteren Verlauf stellten die Kicker des VfL durch hohe Laufbereitschaft die Räume zu und versuchten dann, durch schnelle Kombinationen zum Erfolg zu gelangen. Die Vlothoer waren oft gezwungen, den Ball lang zu schlagen, sie wirkten ideeenlos. In der 36. Minute dann der verdiente 0:1 Treffer für die Frotheimer. Ein toller Pass von Schütte über die Abwehr hinüber fand genau den Weg zu Bollmeier, der den Torwart gefühlvoll überlupfte und zur viel umjubelten Führung traf. Vorher hatte der Schiedsrichter Bollmeier einige Male wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen oder aber die letzte Genauigkeit fehlte im Passspiel. Eine Möglichkeit hatten die Gastgeber aus Vlotho zur Führung, wo Reissmann den Ball von der Sechzehnerkante knapp am Tor vorbei schlenzte. Ansonsten waren die Vlothoer ausschließlich bei Standards gefährlich, die aber in der ersten Hälfte zu keiner Chance führen sollte. Die wohl stärkste Halbzeit der Frotheimer in der Bezirksliga-Geschichte. Hinten nichts zugelassen, und nach vorne immer wieder brandgefährlich.

Vergebene Chancen und späte Tore

Die zweite Halbzeit sollte so beginnen, wie die erste endete. Frotheim stand kompakt und konterte sehr clever. Gleich zweimal hatte Bollmeier im direkten Duell gegen Torwart Sonntag die Chance zur 0:2-Führung. Die größte Möglichkeit, die Führung auszubauen, hatte jedoch Meyhoff. Nach einem Bilderbuchkonter schob Meyhoff am leeren Tor vorbei und ließ die vermutliche Entscheidung fahrlässig liegen. Es schien wie ein Weckruf für die Vlothoer gewesen zu sein. Danach spielten sie druckvoller, ohne sich aber aus dem Spiel heraus Chancen erarbeiten zu können. Nach einem Eckball, der an allen Spielern vorbei segelte, forderten die diskussionsfreudigen Gastgeber solange Eckball, bis der Schiedsrichter zur Ecke zeigte. Es kam wie es kommen musste. Diese Ecke wurde in den Fünfmeterraum getreten und Franke verlängerte den Ball ins Tor. Danach drängten die Vlothoer auf den nächsten Treffer, fanden aber spielerisch weiterhin wenige Lösungen. Es sollte bis zur 81. Minute dauern,  bis der nächste Eckball den Weg ins Tor fand. Wieder scharf hereingetreten und wieder ein Kopfballtor. 2:1 für die Gastgeber. Frotheim hatte den spielerischen Faden verloren und nicht mehr so stark kombiniert wie noch in der ersten Hälfte. Wer dachte, das Spiel sei jetzt entschieden, der täuschte sich. Einen Freistoß kurz hinter der Mittellinie hämmerte Meyhoff direkt aufs Tor, der Torwart Sonntag wurde auf dem falschen Fuß erwischt und konnte den Ball nur noch an die Latte lenken. Der Ball senkte sich in den Fünfer, wo Pott mit dem Kopf abstaubte. 2:2 in der 83. Minute. Damit wären die Frotheimer wohl zufrieden gewesen. Bis zur 89. Minute sollte nichts mehr passieren. Durch Abstimmungsprobleme in der Hintermannschaft der Gäste konnte ein Vlothoer freistehend von außen flanken, der eingewechselte Gleisner köpfte den Ball genau in den Winkel. Schönes Tor, jedoch war auch dieser Treffer vermeidbar. Das 4:2 in der Nachspielzeit sollte dann durch einen Freistoß die Entscheidung sein. Nach dem Spiel konnten die Frotheimer keine Erklärung dafür finden, warum dieses Spiel verloren wurde. Völlig unnötig, aber die Punkte haben wieder die anderen.

Dieses Spiel macht Mut und gibt viel Selbstvertrauen. Gegen eine Spitzenmannschaft agierte man auf Augenhöhe, die Kopfballschwäche aber wurde zum Verhängnis. Eine kompakte Mannschaftsleistung wurde heute nicht belohnt, aber diese Auftritte der Grünen werden sicherlich bald Punkte bringen. Die wieder einmal toll unterstützenden Frotheimer Anhänger hätten diese Punkte ebenso verdient dafür, dass sie jede noch so große Entfernung auf sich nehmen. Ihr seid klasse!

(Christoph Meyhoff)

 

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert, S. Depping, P. Kowalczyk, J. Hußmann (30. A. Kasten), J. Schütte, E. Geistdörfer (78. P. Kulp), B. Pott (84. A. Janzen), S. Bollmeier, C. Meyhoff, D. Brandenburg

SC Vlotho:
K. Sonntag, A. Schröder, F. Bobe, B. Külbel, C. Franz, P. Kackmann, V. Pries, A. Kran (69. N. Gleisner), T. Franke, M. Reissmann, S. Strumberger (41. M. Nacar)

Tore:
0 : 1  Bollmeier (37.), 1 : 1  Franke (63.), 2 : 1  Reissmann (81.), 2 : 2  Pott (83.), 3 : 2  Gleisner (89.), 4 : 2  Schröder (90.)

 

Knappe Niederlage gegen „Mini-Hoffenheim“ II

7. Spieltag (2.10.2011): VfL Frotheim – SV Rödinghausen II  0 : 2 (0 : 0)

Brotlose Kunst in der ersten Hälfte

Bereits nach dem freitäglichen Abschlusstraining war klar, dass Trainer Holger Sarres wieder mit dem klassischen Liberosystem agieren würde (bzw. würde agieren müssen). Acht Spieler fielen aus, davon vier etatmäßige Verteidiger. Sarres war quasi zur Improvisation gezwungen. Mittelfeldkicker Bastian Pott fungierte als „Letzter Mann” - was ihm sehr gut gelang -, Alexander Kasten kam zu seinem dritten Saisoneinsatz und bildete mit Simon Depping die Verteidigung. Philipp Kulp und Thomas Szramowski gaben ihr Startelfdebüt, Sebastian Breuer und Dennis Spilker als Einwechselspieler später ihren Bezirksligaeinstand.

Der SV Rödinghausen hatte im Vorfeld des Spiels in aller Bescheidenheit darauf hingewiesen, dass ein Sieg als SV Rödinghausen gegen die „Schießbude der Liga“ nur Formsache sei. Die Häcker-Elf, gespickt mit “Untere-Amateurklasse-Stars”, die übrigens letztes Jahr noch weitgehend Rödinghausen I war, hatte in der ersten Halbzeit zwar klare Feldvorteile, kam jedoch kaum zu echten Torchancen. Das 0:0 war das folgerichtige Ergebnis eines recht emotionslos kickenden Spitzenreiters mit hohem fußballerischen Potential gegen stark ersatzgeschwächte Frotheimer, die ordentlich dagegen hielten und ihrerseits zwei gute Möglichkeiten hatten.

Verdienter Sieg für den Tabellenführer

Im zweiten Abschnitt erhöhte Rödinghausen das Tempo und kam nun zu klareren Möglichkeiten. Ein Tor wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht gegeben, doch kurz danach klingelte es im Frotheimer Kasten. Fast im Gegenzug stand Sebastian Bollmeier frei vor dem Ex-Preußen Korejtek, doch er verzog. Eine weitere Topchance von Bollmeier konnte der Rödinghauser Keeper aus dem Winkel kratzen.
Nur wenige Zeigerumdrehungen später fiel das 2:0, die Entscheidung. Rödinghausen hätte das Ergebnis danach noch um ein bis zwei Tore in die Höhe schrauben können, doch auch Frotheim erspielte sich noch zwei gute Gelegenheiten, die jedoch vom Torwächter zunichte gemacht werden konnten. Der verdiente Ehrentreffer blieb dem VfL versagt.

150 Zuschauer spendeten Frotheim Beifall; gegen die hochdotierten „Häcker-Boys“ wäre selbst in Bestbesetzung nur bei konsequenterer Torchancenverwertung was drin gewesen. Der VfL zog sich achtbar aus der Affäre, und dem SVR II reichte eine durchschnittliche Leistung zum verdienten Dreier. Mit Blick auf die finanziellen Rahmenbedingungen beider Mannschaften (der Saisonetat des VfL reicht schätzungsweise für zwei Unterschränke, eine Arbeitsplatte und einen kleinen Kühlschrank) wird man mit der knappen Niederlage leben können. Die Punkte, die allerdings bald kommen müssen, muss der VfL gegen andere Teams holen.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, A. Kasten, S. Depping, J. Schütte, P. Kulp (65. D. Spilker), T. Borchert (84. S. Breuer), D. Brandenburg, B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, T. Szramowski (71. A. Janzen)

SV Rödinghausen II:
T. Korejtek, B. Milse, F. Langkamp (75. A. Knigge), R. Kagels, J. Rasic, M. Neumann, F. Hartschwager, C. Gieselmann, A. Schal, E. Peters (78. A. Wochmin), L. Di-Bella (46. M. Selishta)

Tore:
0 : 1  Selishta (50.), 0 : 2  Peters (60.)

 

St07_VfL-SVR2

Ohauerha!

8. Spieltag (9.10.2011): SV Kutenh./Todtenh. – VfL Frotheim  5 : 0 (2 : 0)

In der Form hätte es gegen den SVR II eine zweistellige Klatsche gegeben

Das Positive zuerst: In den ersten fünf Minuten zeigten die Frotheimer guten Fußball. In der zweiten Minute vergab Christoph Meyhoff die Riesenchance zur Führung, doch dann war es vorbei mit der temporären Herrlichkeit.
Der ebenfalls mies dastehende SV Kutenhausen/Todtenhausen kam immer besser ins Spiel, und der VfL immer schlechter. Es klappte fast nichts mehr. Der SVKT war Frotheim qualitativ und vor allem hinsichtlich der Einstellung, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, absolut überlegen. Folgerichtig fielen die Tore für die Hausherren. Nach 20 Minuten führten sie bereits mit 2:0, bekannte Frotheimer Abwehrschwächen nutzend. Mit besserer Chancenverwertung hätte es nach 45 Minuten auch 0:4 heißen können.
Zu allem Überfluss brach bei Sebastian Bollmeier auch noch eine alte Verletzung auf, so dass der torgefährlichste Frotheimer zur Halbzeit ausgewechselt werden musste.

Beängstigender Unterschied

Der SVKT machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte: Er (zer)störte das Frotheimer Spiel schon im Ansatz, was allerdings ungefähr so schwer war, wie Fische aus einem Glas zu angeln, da der VfL selbst mit Raum unglaublich viele Fehlpässe fabrizierte. Kurz: Frotheim machte es dem SVKT äußerst einfach und lud ihn quasi zum Toreschießen ein (Lötkolben gegen Butter), wohingegen nach vorne nichts, aber auch gar nichts ging. Spätestens nach drei grünen Ballberührungen landete selbiger entweder im Aus oder bei einem Kutenhausener.
So kassierte man nach eklatanten Defensivpatzern (Abspielfehler im Spielaufbau, zu großer Abstand zum Gegner, unnötige und völlig übermotivierte Sense im eigenen Strafraum) die Gegentreffer drei bis fünf.

Der Spielbericht sollte einen realistischen Eindruck vom völlig verdienten Kutenhauser Sieg vermittelt haben, daher verbietet sich jetzt weitere Kritik. Positiv hervorzuheben ist, dass mit Bastian Pott wenigstens einer über 90 Minuten gute Form zeigte und dass einige Rekonvaleszente zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen konnten.
Die Mannschaft hat die Klasse, wenn sie will. Das haben wir in sechs der bisherigen acht Spiele gesehen. Die zahlreichen Anhänger, die ohne Zweifel nächste Woche in Tengern weilen werden, hoffen auf ein Quantum mehr Herzblut anstatt frustriertem Kopfhängenlassen, etwas konstruktive Kommunikation auf dem Platz und ein paar mehr gekonnte Ballstafetten.
Abstreifen, weitermachen!

 

VfL Frotheim: C. Gerling, A. Kasten (74. T. Szramowski), S. Depping, J. Schütte, P. Kowalczyk, T. Borchert, D. Brandenburg, B. Pott, S. Bollmeier (46. D. Simonjan), C. Meyhoff, P. Kulp (46. E. Geistdörfer)

SV Kutenhausen/Todtenhausen:
L. Pundt, N. Claußen, P. Spieß (57. Pferner), K. Horstmann (68. J. Finke), S. Grundlach, P. Kleine, M. Claußen, R. Kleine (65. Jussen), J. Dumschat, J. Finger, S. Stark

Tore:
1 : 0  Stark (15.), 2 : 0  Gundlach (22.), 3 : 0  Stark (52.), 4 : 0  M. Claußen (68., FE), 5 : 0  M. Claußen (85.)


 

St08_SVKT-VfL

Remis im Derby

9. Spieltag (16.10.2011): TuS Tengern II – VFL Frotheim  1 : 1 (1 : 1)

Murmeltier grüßt, wird aber schnell erschossen

Bei bestem Herbstwetter traf der VfL auf eine der Überraschungsmannschaften der Saison, den Tus Tengern II, darüber hinaus konnte man das Spiel auch als „Derby“ bezeichnen.

Der Beginn des Spiels gab wie so oft am Sonntag das gleiche Bild ab. Schon in der zweiten Minute musste der VfL wieder einen Rückstand in Kauf nehmen. Ali Oglou vollendete aus dem Gewühl heraus am langen Pfosten und der VfL hatte in den folgenden 15 Minuten noch ein paar brenzlige Situationen zu überstehen. Man hätte sich wieder mal nicht beschweren dürfen, wenn man mindestens mit 2:0 zurückgelegen hätte.
Mit einem sauber vorgetragenen Angriff über die offensiven Aktivposten Christoph Meyhoff und Sebastian Bollmeier kam man zu der ersten großen Gelegenheit, leider ging der Abschluss von Sebastian Bollmeier zwei Meter über das Tengeraner Tor. Dies schien für die Frotheimer aber sowas wie ein Weckruf zu sein, denn jetzt folgten ganz starke 25 Minuten.
Der VfL schien in der Folgezeit deutlich mutiger zu werden und gewann vor allem im Mittelfeld die Oberhand. Mit sehr guten Balleroberungen im Mittelfeld und schnellem Spiel über die Außen oder direkt in die Spitze kam man immer wieder zu guten Gelegenheiten. Leider fehlte bei einigen Flanken ein bisschen die Genauigkeit.  Tengern blieb trotz der besseren Phase der Frotheimer aber noch brandgefährlich beim Konterspiel, vor allem Ali Oglou war immer ein Unruheherd in der Hälfte des VfL. So wurde in der 30. Minute Christoph Gerling zu einer absoluten Glanztat gezwungen, als Ali Oglou Interimslibero Bastian Pott umspielte und einen Schlenzer ins lange Eck versuchte, den Gerling glänzend hielt. Irgendwo hatte man das Gefühl, dass die Frotheimer Jungs sich wieder für eine gute Phase im Spiel nicht belohnen würden.
Aber dann folgte in der 38 Minute ein Freistoß aus zentraler Position. Freistoßspezialist Christoph Meyhoff schlenzte den Ball in Richtung 16-er, wo Torjäger Sebastian Bollmeier am höchsten stieg und den Ball mit dem Hinterkopf ins lange Eck verlängerte.
In den letzten fünf Minuten hatte der VfL durchaus noch die Möglichkeit in Führung zu gehen, als Sebastian Bollmeier Innenverteidiger Christian Meier umkurvte und nur knapp am rechten Pfosten vorbeischoss.
Die letzten drei Minuten der ersten Hälfte gestalteten sich dann ausgeglichen, sodass es mit einem gerechten 1-1 in die Pause ging.

Starke 20 Minuten und schwere Beine

Der VfL schien die Halbzeitpause ein bisschen besser genutzt zu haben und kam frischer aus der Kabine als der Gastgeber. Immer wieder folgten flüssige Kombinationen durch das Mittelfeld. Gerade Simonjan, Meyhoff und Bollmeier
hatten immer eine Idee, sich durch geschickte Doppelpässe im Tengeraner Mittelfeld Luft zu verschaffen und für bedrohliche Aktionen zu sorgen. Tengern blieb durch lange Bälle in die Spitze gefährlich. Vor allem war es an diesem Tag auch das deutlich aggressivere Zweikampfverhalten als am letzten Wochenende, was den VfL stark machte. Dieses intensive Spiel merkte man den Frotheimern ab der 75. Minute aber deutlich an, als Tengern fast komplett die Kontrolle übernahm und die Frotheimer einschnürte. Frotheims Defensive schien an diesem Tag aber dem Druck der Tengeraner standzuhalten. Nun waren es die Frotheimer, die versuchten, durch schnelle Konter irgendwie noch vor das Tengeraner Tor zu kommen. Einige Angriffe wurden zu überhastet abgeschlossen, sodass man schnell wieder in die Rückwärtsbewegung musste, was den Frotheimern natürlich enorm viel an Kraft raubte. Tengern blieb auch stets bei Standards brandgefährlich, die allesamt nah vor das Frotheimer Tor flogen und immer wieder für Schrecksituationen bei den Zuschauern sorgten.
Einen Konter konnte die Frotheimer Offensivabteilung aber blitzsauber zu Ende spielen, Christoph Meyhoff nahm sich den Ball und steckte lehrbuchmäßig auf Sebastian Bollmeier durch, der den Ball leider nicht unter Kontrolle bringen konnte und so nochmal ablegte auf Meyhoff, der dann aber auch verzog. Die letzte Aktion des Spiels gehörte auch den Frotheimern, Libero Bastian Pott schlich sich mit nach vorne und ließ einen Ball mustergültig passieren, sodass Sebastian Bollmeier am schnellsten schalten konnte, aber am glänzend parierenden Christian Lömker scheiterte.
Die letzten Sekunden des Spiels passierte nichts Großartiges mehr, sodass nach zweiminütiger Nachspielzeit vom unauffälligen Schiedsrichter abgepfiffen wurde.

Deutliche Steigerung! Bei der Leistung vom Kutenhausen-Spiel musste einem noch vor dem Derby angst und bange werden, aber die Frotheimer bewiesen wie so oft diese Saison, dass sie zwei Gesichter besitzen. Heute stand mal wieder das bessere auf dem Platz.
Für Tengern zu wenig, für Frotheim ein kleines Leckerli für die Moral.
Die vielen Frotheimer Zuschauer und vor allem auch die Mannschaft würden aber gerne mal am großen Napf sitzen. Mit der Leistung von Tengern scheint das in den nächsten Spielen aber durchaus möglich!



(Christopher Kellweries)

 

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert, S. Depping, J. Schütte, P. Kowalczyk, C. Meyhoff (81. T. Szramowski), D. Simonjan (89. A. Janzen), D. Brandenburg (70. P. Kulp), B. Pott, S. Bollmeier

TuS Tengern II:
C. Lömker, C. Meier, T. Schlüter, R. Schnake, S. Hamel, A. Ali Oglou, E. Celik (46. A. von der Ahe), T. Gerfen, P. Kropp (46. C. Rohleder), M. Korff, M. Grätz

Tore:
1 : 0  Ali Oglou (2.), 1 : 1  Bollmeier (38.)
 

St09_Teng2-VfL

Enttäuschung pur

10. Spieltag (23.10.2011): VfL Frotheim – Bünder SV  0 : 1 (0 : 1)

Langsam wird es unheimlich

Und auf ein Neues: Oktoberliches Kaiserwetter, gute Zuschauerkulisse, Personalsituation wie immer leicht angespannt, aber nicht desolat.
Der VfL zeigte von Beginn an, dass man heute dem Spiel seinen Stempel aufdrücken wollte. Am besten durch ein frühes Führungstor.
Und die Chancen gegen insgesamt passive und – für Bezirksligaverhältnisse – schwache Bünder kamen. Einen kapitalen Abwehrpatzer der „Zigarrenstädter“ konnte Sebastian Bollmeier nicht zur Führung nutzen. Bastian Potts Distanzschuss strich nur um Zentimeter am rechten Torwinkel vorbei, und im Anschluss wurden zwei weitere verheißungsvolle Szenen nicht in Tore umgemünzt. Alles in allem starke 20 Minuten mit einigen sehenswerten Kombinationen, die der VfL da ablieferte. Einigen Zuschauern hatten wohl ein Déjà-vu…wer die Chancen nicht reinmacht usw.
Und dann kam die 21. Minute: Ein harmloser Vorstoß der Bünder von der linken Abwehrseite; Janik Schüttes „Abwehrversuch“ landete direkt vor den Füßen des bis dahin unsichtbaren Stürmers Perlemann, der den Ball völlig freistehend aus 15 Metern in die Maschen setzte.
Der Spruch „Ein Tor würde der Begegnung gut tun“ verkehrte sich hier ins Gegenteil, denn ab da verflachte die Partie vollkommen. Außer einem Pfostenkopfball von Tobias Borchert gab es für den VfL kaum noch Torgelegenheiten. Zweimal pfiff der nicht immer souveräne Schiedsrichter Frotheimer Angriffe wegen angeblicher Abseitsstellungen ab.
Und der Gast? Er konnte oder wollte im Prinzip gar nichts für das Spiel nach vorne machen. Gästetrainer Götze hörte man mehrfach aufgebracht ob der Leistung seiner eigenen Mannschaft quer über den Platz schreien.

Testspielcharakter in Hälfte zwo

In der zweiten Halbzeit ereignete sich fast gar nichts. Die Zuschauer sahen eine Frotheimer Mannschaft, die nicht so richtig an den eigenen Erfolg zu glauben schien und weder gut noch schlecht, sondern irgendwie spielte. Die Ballsicherheit der ersten Halbzeit war dahin, den eigenen Spielaufbau behinderte man durch leichte Fehler immer wieder selbst. Wenigstens brannte hinten nichts an, doch das lag eher an Bünde, die sich getreu dem Motto „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“ auf die Verwaltung des knappen Vorsprungs beschränkten.
Erst kurz vor Schluss, als der engagierteste Frotheimer, Trainer Sarres, die Stürmer zwei und drei einwechselte und die Liberoposition auflösen ließ, ergab sich noch ein Konter für Bünde, der am Pfosten landete. Das wäre auch des Schlechten zu viel gewesen.
Das war’s.

Im Lexikon könnte man unter „Enttäuschung“ ein Foto der langen Frotheimer Gesichter setzen.
Diese Niederlage tut richtig weh. Ohne Bünde schlecht reden zu wollen, aber hier präsentierte sich der bisher schwächste Gegner, der allerdings mit gefühlten sechs Punkten nach Hause fahren durfte.
So gut Engagement und Leistung in der ersten Halbzeit über weite Strecken waren, so enttäuschend war, dass die zweiten 45 Minuten gefühlt nur so runtergespult, fast verschlafen wurden.
Ein bisschen fehlte: nur ein paar Zentimeter Herz, Selbstvertrauen und Präzision im Passspiel. Eigentlich gar nicht viel, aber es fehlte eben.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, T. Borchert (85. A. Janzen),  A. Kasten, S. Depping, J. Schütte, C. Meyhoff, D. Simonjan, D. Brandenburg (46. P. Kulp), B. Pott, S. Bollmeier, E. Geistdörfer (73. M. Stierle)

SV Bünde:
C. Rohde, M. Sander, K. Kiel, M. Tönsing, T. Perlemann, S. Sürün (52. F. Dogan), A. Hegner (90. M. Lehmann), C. Tunc (80. T. Fischer), D. Kerpa, P. Hellweg, S. Rottmann

Tore:
0 : 1  Perlemann (21.)

 

St10_VfL-SVB01 St10_VfL-SVB02
St10_VfL-SVB04 St10_VfL-SVB05

nach oben

Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

Homepage

Glücklicher Punktgewinn bei den „Wölfen“

11. Spieltag (30.10.2011): SuS Wulferdingsen – VfL Frotheim  1 : 1 (0 : 1)

Problematische personelle Situation

Neben den, schon seit längerem, aus beruflichen bzw. privaten Gründen fehlenden Dominik Gräve und Daniel Wenig, fielen im „Wulferdingser Loch“ sieben weitere Spieler aus!!! Neben den Abwehrspielern Janes Hußmann (verletzt auf Sardinien), Marcel Gräve (Fersensporn) und Christopher Kellweries (schnupperte nach Verletzung in der Zwoten), meldete sich weiterhin fast der komplette Sturm ab.
Sebastian Bollmeier (Knie), Andreas Janzen (Kurzurlaub) und Thomas Szramowski (Grippe) standen demnach nicht zur Verfügung. Niko Westall komplettierte die Ausfallliste...

Und was macht man, wenn nur ein Stürmer zur Verfügung steht? Man spielt mit zwei Spitzen!
Eins vorab. Philipp Kulp konnte diese für ihn ungewöhnliche Rolle, bis zu seiner Herausstellung, zur Zufriedenheit ausfüllen.

Glückliche Halbzeitführung

Frotheim tat sich vor allem in den ersten zwanzig Minuten schwer, einen gut funktionierenden Spielaufbau zu gestalten. Immer wieder wurden Angriffsbemühungen durch sehr zweikampfstarke „Wölfe“ unterbrochen oder man scheiterte zu oft an ungenauem und zu hektischem Passspiel.
Demnach dauerte es auch bis zur 21. Minute, bis der erste brauchbare Torschuss, von David Simonyan abgegeben, das Wulferdingser Tor in Gefahr brachte.
Keine drei Minuten später erneut eine brenzlige Situation für das Heimtor. Einen direkten Freistoß von Christoph Meyhoff konnte Torwart Wormuth nur nach vorne abwehren. Der nachsetzende Bastian Pott traf hierbei den Außenpfosten.
Eine ähnliche Sitution führte in der 43. Minute zur Führung der Gäste. Erneut trat „Hucky“ Meyhoff aus gut 20 Metern zum Freistoß an und zirkelte den Ball, „wie in alten Zeiten“ ins linke untere Toreck.
Dass die damit feststehende Halbzeitführung als glücklich zu bezeichnen war, wollen wir an dieser Stelle natürlich auch nicht verheimlichen.
Denn die beiden stets gefährlichen Offensivekräfte Miegel und Janzen scheiterten entweder zweimal am Aluminium, an blockenden Abwehrbeinen oder Torwart Christoph Gerling.
Außerdem waren Situationen nach weiten Einwürfen und Standards nichts für Nervenschwache...

Zwei rote Karten für Frotheimer – wann hat es das zuletzt gegeben?

Weitere personelle Sorgen zur Halbzeit. Alexander Kasten konnte auf Grund von Rückenbeschwerden nicht weiter spielen.
Somit rutschte Janik Schütte von rechts auf die Verteidigerposition.
Mit der Vorgabe eines besseren Passspiels ging es in die zweite Hälfte, wobei der Wulferdingser Miegel kurz nach Wiederanpfiff die Riesenchance auf dem Fuß hatte. Sein Schuss aus zehn Metern war aber zu unplatziert und trullerte am linken Pfosten vorbei.
In den folgenden 10 Minuten konnte der VfL dann endlich zeigen, dass man durchaus in der Lage ist ein Spiel zu kontrollieren, wobei ein Schuss von Simonyan gehalten werden konnte...
Leider brachte wieder einmal ein persönlicher Fehler im hinteren Bereich den verdienten Ausgleichstreffer der Wulferdingser. Simon Depping rutschte an der eigenen Grundlinie aus und verlor somit den Ball an Johann Janzen. Dieser drang in den 16-er ein, ließ noch ein, zwei Frotheimer Abwehrspieler schlecht aussehen und zog aus kurzer Entfernung trocken und erfolgreich ab.
Mit der roten Karte für Marvin Stierle nur zwei Minuten später, schien der VfL endgültig um den bisherigen Ertrag gebracht zu werden. Der junge Frotheimer Angreifer muss sich in dieser Situation vorwerfen lassen, mit einem Foulspiel an der Mittellinie zu ungestüm agiert zu haben. Die verletzungsbedingte Auswechselung seines Gegenspielers lässt die Ahndung des Schiedsrichters als absolut nachvollziehbar erscheinen...
Dass die Heimmannschaft aus dieser numerischen Überlegenheit nicht viel anfangen konnte, lag zum einen daran, dass sich der VfL nun weit in die eigene Hälfte zurückzog und durch viel Engagement und Verschieben, die Räume noch enger machte.
Mehr als ein Schuss aus 30 Metern, den Christoph Gerling über die Latte lenken konnte, sprang somit nicht heraus.
Die eigentlich so faire und besonnene Mannschaft des VfL dezimierte sich in der 78. Minute unfassbarerweise ein weiteres Mal. Nach einem Kommentar Philipp Kulps, den man in die Kategorie „harmlos“ einstufen kann, zog Schiedsrichter Ali Tumani aus Augustdorf zum zweiten Mal knallrot!
Logischerweise spielte sich das Geschehen nunmehr zu 98% in der Frotheimer Hälfte ab. Man muss wohl eingestehen, dass ein cleverer und reiferer Gegner diese zweifache Überzahl besser genutzt und nicht so viele Fehler im Aufbauspiel produziert hätte.
Die nun massiv um den eigenen Strafraum agierenden Gäste mussten aber nur noch zwei ganz brenzlige Situationen überstehen. Zum einen zielte Verteidiger Keulertz aus 16 Metern knapp am Tor vorbei und kurz vor Schluss prüfte Deppings Hinterkopf den eigenen Torwart Gerling.
Kaum zu glauben, aber die beste Chance dieser Phase, hatten die wackeren Frotheimer. Nach einem Pass von Tobias Borchert steuerte Meyhoff allein auf Wormuth zu und scheiterte mit einem eigentlich gut geschossenen Außenristversuch, am gut reagierenden Torwart.
Es wäre vielleicht der sehnlichst erwartete, dreckige und schmutzige Sieg gewesen...

Unter dem Strich ist dieses Unentschieden in der jetzigen Situation für beide Mannschaften zu wenig.
Auf Grund des Spielverlaufs können sich die tapfer verteidigenden Frotheimer allerdings als moralischer Sieger fühlen und müssen mit diesem Punkt zufrieden sein. Abzuwarten, wie sich die personelle Lage kurzfristig entwickelt.
Neben den nun gesperrten Kulp und Stierle, ist zu befürchten, dass Depping in den nächsten Wochen ausfallen könnte.
Nach einer ungestümen Aktion seines Gegenspielers wurde ein Riss des Trommelfells diagnostiziert. Lobend zu erwähnen, dass Simon wie einige andere angeschlagene Spieler in der zweiten Hälfte auf die Zähne biss...



(Holger Sarres)

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, A. Kasten (45. D. Brandenburg), J. Schütte, P. Kowalczyk, D. Simonjan (68. E. Geistdörfer), T. Borchert (90. S. Breuer), B. Pott, P. Kulp, C. Meyhoff, M. Stierle

SuS Wulferdingsen:
M. Wormuth, A. Bäumer (62. T. Peters), B. Ruschmeier, R. Grothkopf, M. Finke, J. Korte, M. Meier (70. M. Prosser), F. Miegel (62. F. Zurheide), M. Nuhanovic, J. Janzen, M. Keulertz

Besondere Vorkommnisse:
rote Karte gegen Stierle (60.), rote Karte gegen Kulp (78.)

Tore:
0 : 1  Meyhoff (43.), 1 : 1  Janzen (58.)


 

Derbysieg

12. Spieltag (6.11.2011): VfL Frotheim – FC Pr. Espelkamp II  3 : 0 (1 : 0)

Zerfahrenes Spiel

An einem nebligen Novembertag stand das prestigegeladene Derby gegen die Nachbarn aus Espelkamp an. Es ging nicht nur um drei Punkte im Spiel Letzter gegen Vorletzer, sondern auch um Wiedergutmachung, gingen doch die letzten drei Spiele gegen die Preußen-Reserve verloren.
Wieder hatten sich 200 Zuschauer – nahezu ausschließlich Frotheimer – eingefunden. Preußen brachte außerhalb der elf Kicker im Prinzip nur den Trainer und einen Auswechselspieler mit.
Personell sah es etwas besser aus. Janes Hußmann und Sebastian Bollmeier waren wieder an Bord. Allerdings ging Letzterer noch angeschlagen in die Partie, ebenso wie Bastian Pott.

In den ersten zehn Minuten gab es drei dicke Tormöglichkeiten, zwei davon für den VfL durch Bollmeier. In der 13. Minute köpfte Verteidiger Paul Kowalczyk nach einem Eckball den nicht unverdienten Führungstreffer – sein erstes für Frotheims Erste.
Danach kam Preußen besser ins Spiel und hatte seine klarste Chance in der 18. Minute. Einen stramm geschossenen Freistoß konnte Christoph Gerling nicht festhalten, der Nachschuss landete am Außenpfosten.
In den 30 Minuten vor der Pause sah der Frotheim-Anhang ein zerfahrenes, zweikampfbetontes Spiel, das von zahlreichen Unterbrechungen geprägt war. Preußen II hatte nun zwar mehr Spielanteile, die ganz klaren Chancen blieben jedoch aus. Vor dem Tor waren sie zum Frotheimer Glück mehr als harmlos, obwohl sie des Öfteren in guter Schussposition standen.

Zwei Preußen fliegen vom Feld

Auch im zweiten Spielabschnitt wurde der Kick spielerisch zunächst nicht besser. Preußen war die etwas aktivere Mannschaft, doch der VfL spielte solide und ließ kaum etwas Zwingendes zu. Lediglich bei Standards und einigen wenigen Schüssen aus der zweiten Reihe musste Christoph Gerling seine Farben vor dem Ausgleich bewahren. Nach sechs Minuten entdeckten die Frotheimer, dass sie ja auch noch eine Offensive haben. Und mit dem ersten vernünftig vorgetragenen Frotheimer Angriff nach der Pause erhöhte der VfL auf 2:0. Dennis Brandenburg schloss einen mustergültigen Konter erfolgreich ab.
Die Führung gaben die Frotheimer dann auch nicht mehr aus der Hand, da die Preußen nach wie vor wenig torgefährlich waren und sich zudem durch zwei völlig berechtigte gelb-rote Karten selbst dezimierten. So erzielten die Frotheimer kurz vor Schluss das 3:0 (Bollmeier) und hätten durchaus noch Chancen gehabt, weitere Tore nachzulegen. Dies wäre aber des Guten zu viel gewesen.

Ein verdienter Sieg in einem Sechs-Punkte-Spiel gegen zwar bemühte, aber offensivschwache Preußen. Frotheim war schlicht und ergreifend torgefährlicher.
Wieviel der Sieg wert sein wird, bleibt abzuwarten, da die Preußen-Reserve möglicherweise in der Winterpause abgemeldet wird und die drei Punkte dann weg wären.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, A. Kasten (61. J. Hußmann), T. Borchert, S. Depping, D. Simonjan, J. Schütte, B. Pott (78. E. Geistdörfer), S. Bollmeier, C. Meyhoff, D. Brandenburg (74. A. Janzen)

FC Pr. Espelkamp II:
A. Benus, J. Lindenblatt, E. Fritz, De. Fritz, Da. Fritz, D. Papken (65. D. Schmidt), A. Müller, V. Dück, J. Hiller, M. Wischnewski, M. Wessel

Tore:
1 : 0  Kowalczyk (13.), 2 : 0  Brandenburg (51.), 3 : 0  Bollmeier (88.)

Besondere Vorkommnisse:
gelb-rote Karten gegen Dück (78.) und E. Fritz (85.)

 

St11_VfL-Pr202

Niederlage in Überzahl

13. Spieltag (13.11.2011): RW Kirchlengern – VfL Frotheim  5 : 1 (2 : 0)


Und wieder ein frühes Gegentor…

Nach dem Sieg gegen die Preußen-Reserve, reiste der VfL Frotheim mit viel Mut und Selbstvertrauen nach Kirchlengern. Die Hoffnung dort vielleicht Überraschendes für das Punktekonto zu erzielen, erhielt nach gerade einmal zwei gespielten Minuten einen herben Dämpfer...
Ein für Torwart Christoph Gerling gedachter Rückpass von Simon Depping geriet gefühlte 20 Meter zu kurz, so dass Kirchlengerns Kaymak diesen erlief und mit breitem Grinsen völlig freistehend zur frühen Führung einschob...
Sichtlich geschockt hatten die VfL-Kicker in den Folgeminuten erhebliche Probleme, sich auf das schnelle Spiel der Heimmannschaft einzustellen.
Der Mannschaft muss aber hoch angerechnet werden, dies nicht zu einer Schockstarre werden zu lassen, sondern, im Gegenteil, nach knapp zehn Minuten selbst das Heft in die Hand zu nehmen. Gut und flüssig wurde vor allem über die Mittelfeldzentrale kombiniert und immer wieder Lücken, sowohl im Zentralbereich, als auch auf den Außenpositionen erkannt und angespielt.
Daraus entstanden mehrfach vielversprechende Möglichkeiten (Bollmeier, Brandenburg, Meyhoff), die allerdings knapp ihr Ziel verfehlten oder aber vom sehr aufmerksamen Keeper Heithölter zunichte gemacht wurden.
Die beiden größten Chancen der ersten Hälfte besaß Kapitän Bastian Pott, der kurz nacheinander mit einem Kopfball knapp über und mit einem Pfund aus gut zwanzig Metern, exakt den Querbalken traf.
Trotz dieser gut anzuschauenden Offensivaktionen musste man allerdings nach Ballverlusten, vornehmlich über die Außenpositionen, immer wieder schnelle Attacken der Heimmannschaft über sich ergehen lassen...
Bei einer dieser Aktionen scheiterte der sehr agile Kaymak am Pfosten, der Nachschuss von Thelen konnte geblockt werden.
In der 33. Minute wurde leider wieder einmal deutlich, dass gegnerische Mannschaften mit mehr Erfahrung und Abgebrühtheit effektiver mit der Chancenverwertung umgehen. Nach einer Rechtsflanke bat Kaymak Libero Janes Hußmann zum Tanz und erhielt dabei deutlich bessere Haltungsnoten. Sein überlegt abgeschlossener Schuss ins lange Eck war unhaltbar.

Fazit erste Halbzeit: Wieder einmal sehr ordentlich mitgespielt und kombiniert, wobei die letzte Konsequenz im Abschluss oder beim finalen Pass vermisst werden durfte...
Im hinteren Bereich durch individuelle Fehler die Stärken des Gegners weiter gestärkt...

Drei Gegentore in Überzahl

Der zweite Abschnitt begann zunächst sehr vielversprechend. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld konnte sich Sebastian Bollmeier gegen Brkovic durchsetzen. Dieser schien an einem verfrühten Trikottausch interessiert zu sein und versuchte, Bolles Oberteil vehement an sich zu reißen. Der junge Unparteiische Linus Pook ahndete diese Aktion mit der roten Karte. Der anschließende Freistoß von Christoph Meyhoff aus 17 Metern wurde zur sicheren Beute von Goalie Heithölter...
Was tun mit einer kompletten Halbzeit in Überzahl???
Zunächst einmal ruhig angehen lassen...
Ist ja auch nicht verkehrt... Nur sollte dieser Zustand der Neuorientierung eigentlich von kurzer Dauer sein und nicht 45 Minuten anhalten.
Der scheinbare Vorteil, einen Spieler mehr zu besitzen, entpuppte sich leider als Trugschluss. Kirchlengern packte noch ein paar Prozent Bereitschaft drauf, Frotheim hingegen schien eher das Gegenteil im Sinn zu haben...
Zwar war man bemüht den erhöhten Ballbesitz zu Zählbaren zu nutzen, scheiterte aber immer wieder am fehlerhaften Spielaufbau und der unbedingt nötigen Laufbereitschaft freie Räume zu schaffen.
So war es auch nicht verwunderlich, dass genau genommen zwei Doppelchancen als magere Belohnungen zu verzeichnen waren.
Zum einen zwei Kopfballgelegenheiten von Hußmann und Kowalczyk, jeweils nach Meyhoff-Standards (67.) und ein Lattentreffer von Bollmeier und darauf folgendem Schuss von Meyhoff (79.), der knapp am Tor vorbeistrich.
Kirchlengern hingegen ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, stellte von 4er- auf 3er- Kette um, und versuchte weiterhin Nadelstiche zu setzen...
Die viel zu hohe Fehlpassquote spielte ihnen dabei recht zuverlässig in die Karten.
Dem 3:0 und 5:1 (2 mal Sebastian, 70. und 85.) gingen gravierende, persönliche Fehler voraus.
Beim 4:0 durch Thelen ließ Vorbereiter Kaymak drei Frotheimer Verteidiger wie Slalomstangen stehen, um mit einem gekonnten Rückpass den völlig freistehenden Torschützen am Fünfmeterraum zu erreichen.
Das zwischenzeitliche 1:4 durch Meyhoff (81.) kann allenfalls als persönliches Erfolgserlebnis und Ergebniskorrektur in die Statistik eingehen...

Unter dem Strich erneut kein Ertrag, sondern nüchtern betrachtet sogar ein Rückschlag für das Torverhältnis. Das vor allem in der ersten Halbzeit gut zu betrachtende Offensivspiel muss an Effektivität zunehmen. Die viel zu hohe Fehlerquote im Aufbauspiel und vor allem die individuelle Patzer, müssen dringend und vor allem schnell minimiert werden! Besonders erschreckend blieb bei diesem Spiel vor allem hängen, wie man sich in der zweiten Halbzeit in Überzahl verhalten hat. Dabei ist der Mannschaft nur bedingt vorzuwerfen, nicht viel Kreatives im Spiel nach vorne hervorgebracht zu haben. Wenn man aber mit einem Spieler mehr drei Gegentore in 45 Minuten hinnehmen muss, gibt das zu denken! Leider hat man neben der fehlenden Erfahrung den absoluten Willen vermissen lassen, Tore zu erzielen und vor allem zu verteidigen...
Da muss angesetzt werden!
Auf ein Neues gegen den FC Bad Oeynhausen II am 27.11. in der Sandhasen- Arena...!!!

 

(Holger Sarres)

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping, T. Borchert (61. T. Szramowski) J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte (83. A. Janzen), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, D. Brandenburg (83. S. Breuer)

RW Kirchlengern:
F. Heithölter, D. Buchholz, M. Brkovic, S. Thelen, T. Süme (77. C. Garbisch), M. Trampe, M. Thelen, S. Kaymak, S. Sebastian, F. Kowoll, C. Trampe

Tore:
1 : 0  Kaymak (2.), 2 : 0  Kaymak (34.), 3 : 0  Sebastian (70.), 4 : 0  M. Thelen (75.), 4 : 1  Meyhoff (85.), 5 : 1  Sebastian (87.)

Besondere Vorkommnisse:
rote Karte gegen Brkovic (47.)

 

VfL ist wieder im Geschäft

14. Spieltag (27.11.2011): VfL Frotheim – Bad Oeynhausen II  5 : 0 (1 : 0)

Der Wind, der Wind…

Christoph Meyhoff saß nach dem Spiel mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf der Auswechselbank. Kurz vor der Halbzeit war er übel gefoult worden, es ging nicht mehr weiter. Damit dürfte der Fußballdezember für ihn gelaufen sein.
Vorher hatten er und die wiederum gut 150 Zuschauer, die sich trotz der Weihnachtsmärkte am Sportplatz eingefunden hatten, eine engagierte Leistung des VfL gesehen.

Bereits nach vier Minuten ging Frotheim in Führung. Aus einer Art Pressschlag resultierte eine Bogenlampe, die der Wind ins Oeynhauser Tor pustete. Ein kurioses Eigentor (oder war es der “himmlische Kind” allein?) – und das Glück trug endlich mal wieder grün-weiß.
Beide Mannschaften hatten mit den schwierigen Platz- und Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Der VfL arrangierte sich besser mit den Rahmenbedingungen und hielt die technisch versierten Oeynhauser weitgehend vom eigenen Tor fern.
Es entwickelte sich zwischen der 5. und 35. Minute ein intensives, aber wenig attraktives Kellerduell. Die Verbandsligareserve hatte zwei gute Torgelegenheiten. Der VfL kam mit Sebastian Bollmeier einmal gefährlich vor das Gehäuse. In den letzten zehn Minuten vor der Pause drehte der VfL auf und hatte Pech, als der Schiedsrichter ihnen einen klaren Handelfmeter verwehrte.

Frotheim konsequent

Der Gastgeber kam hellwach aus der Kabine. Einen mustergültigen Konter schloss Dennis Brandenburg zum 2:0 ab. Bad Oeynhausen bemühte sich, in der Offensive Akzente zu setzen, doch viel mehr als zwei gefährliche Distanzschüsse – einen davon lenkte Christoph Gerling an die Latte – gelang den Gästen nicht.
Stattdessen kombinierte der VfL nun konsequenter in der Offensive und erarbeitete sich Torchancen, da im Gegensatz zum ersten Abschnitt der letzte Pass nun ankam. Frotheim schraubte das Ergebnis durch David Simonjan und zweimal Sebastian Bollmeier (darunter ein herrlicher Distanzschuss) in die Höhe.

Eine klare Leistungssteigerung nach intensiver Trainingswoche und eine auch spielerisch richtig gute Leistung aller 14 Männer: Sicherlich ist der Sieg um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen, denn die Gäste waren spielerisch und technisch nicht (viel) schlechter. Eine konzentrierte, engagierte Defensivvorstellung – endlich einmal ohne Abwehschnitzer – und eine äußerst effektive Chancenverwertung führten zu diesem hohen Ergebnis.
Wermutstropfen ist die Verletzung von Regisseur Meyhoff, dessen Auswechslung die Mannschaft allerdings hundertprozentig kompensieren konnte. Dafür gab Christopher Kellweries nach mehrmonatiger Verletzung sein Comeback.
Mit Blick auf die Tabelle war der Dreier lebensnotwendig. Das Tabellenende liegt dicht zusammen. Es war kein Befreiungsschlag, doch der VfL Frotheim ist wieder im Geschäft.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, J. Schütte, T. Borchert, J. Hußmann, D. Simonjan, P. Kulp, B. Pott, S. Bollmeier (77. C. Kellweries), C. Meyhoff (46. E. Geistdörfer), D. Brandenburg (67. A. Janzen)

FC Bad Oeynhausen II:
F. Bernau, C. Heberle, J. Klassen, H. Stegen, M. Korbmacher, M. Vahle, R. Rattai (46. G. Caballero), J. Schling, P. Stegen (77. K. Arduc), S. Fritz, B. Schlomann (53. C. Koch)

Tore:
1 : 0  Heberle (4., Eigentor), 2 : 0  Brandenburg (47.), 3 : 0  Simonjan (61.), 4 : 0  Bollmeier (68.), 5 : 0  Bollmeier (76.)


 

St14_VfL_FCBO2_01
St14_VfL_FCBO2_02

Eklatante Auswärtsschwäche – Null Chance im Sechspunktespiel

15. Spieltag (4.12.2011): TuS Petersh.-Ov. – VfL Frotheim  3 : 0 (1 : 0)

Gastgeber entschlossener

Nach der guten Vorwochenleistung war der wieder einmal zahlreich mitgereiste Anhang ebenso enttäuscht von Frotheims Leistung wie Trainer Sarres.
Dabei hatte es gut begonnen: In der vierten Minute kam Kapitän Bastian Pott völlig freistehend 4m vor dem Tor zum Kopfball, dieser landete aber in des Torwarts Armen.
Das war es dann aber auch schon mit der Frotheimer „Herrlichkeit“. Der Gastgeber, wochenends zuvor noch mit 7:1 abgefidelt worden, war auf Wiedergutmachung aus. Da kam Frotheim als Aufbaugegner scheinbar zur rechten Zeit. Die Petershäger wirkten insgesamt viel zielstrebiger und entschlossener, und nach vorne spielten sie einfacher und konkreter als der VfL. So kamen sie zu mehreren guten Einschussmöglichkeiten; dreimal strich der Ball nur knapp am Kasten der Grauhemden vorbei. In der 32. Minute ließ sich die VfL-Abwehr von einem Doppelpass düpieren und lag völlig zu Recht mit 0:1 hinten. Und hätte der beste Mann auf dem Platz, Schiedsrichter Mabrouk, nicht ein Abseitstor der Gastgeber abgepfiffen (richtige Entscheidung, manche hätten es aber durchlaufen lassen), dann wäre die Vorentscheidung wohl schon früher gefallen.

Frotheim pomadig

Zugegebenermaßen: Es war wirklich nicht einfach, auf dem schweren Geläuf gegen zweikampfstarke Nordkreisler was Konstruktives hinzubekommen, aber die Anzahl an Frotheimer Fehlpässen und einfachen Böcken im Spielaufbau war nicht nur nicht schön anzusehen, sondern einfach nicht bezirksligatauglich. Bis auf einen Freistoßaufsetzer von Tobias Borchert hatte der VfL in der zweiten Halbzeit keine einzige klare Torchance. Nicht einmal, als Stürmer Kwaku Duah zu viel mit dem Schiedsrichter diskutierte und des Feldes verwiesen wurde. Doch bereits vorher hatte Petershagen mit den Treffern zwei und drei den Sack zugemacht. Und bei beiden Treffern sah die Frotheimer Defensive samt Torwart nicht gerade gut aus. Selbst in Unterzahl blieb Petershagen gefährlicher.

Der VfL kam zu keiner Zeit für einen Punkt infrage und ist mit dem 0:3 noch gut bedient, wobei Petershagen-Ovenstädt keineswegs mehr Potential hatte als Bad Oeynhausen in der Vorwoche. Die Leistung der Vorwoche wurde nicht annähernd abgerufen, und das ist schwer nachzuvollziehen. Mir fehlten Leidenschaft, Laufbereitschaft und Konzentration. Im Gegenteil: Einige (nicht alle) Spieler zeigten – Verzeihung! – Alibifußball und wirkten nicht sonderlich gewillt, sich zu quälen.
Noch ist das Rennen um einen Nichtabstiegsplatz zwar nicht verloren, aber machen wir uns nichts vor: Elf Punkte aus der Hinserie sind einfach zu wenig.
Gegen Lohe wird es Zeit für eine gute Auswärtsleistung, am besten mit Punktgewinn, damit man sich motiviert in die Winterpause verabschieden kann.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping (75. C. Kellweries), J. Schütte, T. Borchert, J. Hußmann, D. Simonjan, B. Pott, S. Bollmeier, E. Geistdörfer (46. P. Kulp), M. Stierle (80. A. Janzen)

TuS Petershagen-Ovenstädt:
M. Cholewa, Y. Cekerek, D. Dinkelborg (86. T. Wittek), N. Niemann, C. Kwaku Duah, T. Damke, W. Hopp, M. Kruse, K. Pinneker (76. T. Keller), A. Stichling, T. Wulf (81. M. Cakmak)

Tore:
1 : 0  Damke (32.), 2 : 0  Kwaku Duah (71.), 3 : 0  Pinneker (80.)

Besondere Vorkommnisse:
gelbrote Karte gegen Kwaku Duah (82.)


 

St15_PO-VfL

nach oben

Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

Homepage

Mit Sieg in die Winterpause

16. Spieltag (11.12.2011): TuS Lohe – VfL Frotheim  0 : 1 (0 : 1)


Frotheim stark formverbessert

Und es gibt ihn doch – eine Kampfbahn, die schlechter ist als der heilige Rasen des VfL Frotheim. Willkommen auf dem Loher Berg.

Gegen den Tabellendritten – das Hinspiel ging unglücklich mit 0:2 verloren – war der VfL auf Wiedergutmachung nach der schwachen Vorwochenleistung aus. Doch auch Lohe wollte die 1:10-Scharte des letzten Spiels gegen Tabellenführer Rödinghausen auswetzen. Zum Glück ging das Bestreben des Gastgebers in der ersten Halbzeit in die Hose.
Dafür zeigte sich Frotheim stark formverbessert und hatte die Mehrzahl an Spielanteilen, Ballbesitz und Torchancen. Erst scheiterte Tobias Borchert per Distanzschuss am wieder einmal stärksten Loher, Fänger Erdbrügger. Wenige Minuten später setzte Sebastian Bollmeier nach kapitalem Loher Abwehrbock den Ball nur an den Pfosten.
In der 39. Spielminute wuchtete Christoph Meyhoff das Leder aus knapp 20 Metern volley in die rechte Torecke – die verdiente Führung nach wunderschönem Treffer.

VfL tut sich in Überzahl schwer

Im zweiten Spielabschnitt wurde der TuS Lohe deutlich aktiver und unterstrich phasenweise, warum man in der Tabelle eine so nördliche Position einnimmt.
Allerdings war ein Loher Spieler etwas übereifrig und foulte gleich zweimal innerhalb von fünf Minuten. Die Ampelkarte in der 57. Minute war die logische Konsequenz.
Doch wie so oft merkte man von der Überzahl aufseiten Frotheims kaum etwas, im Gegenteil: Lohe hatte nun mehr vom Spiel und hielt Frotheim bis zur 70. Minute weg vom eigenen Tor. Eine Flut an Freistößen und Flanken ergab sich für den Gastgeber. Und auch wenn die ganz klaren Einschussmöglichkeiten ausblieben, musste man auf VfL-Seite doch bis zum Schlusspfiff mächtig zittern.
In den letzten 20 Minuten ließen die Kräfte beider Teams nach. Frotheim nutzte jetzt die Überzahl zumindest im Konterspiel besser aus. Sebastian Bollmeier mit seinem zweiten Pfostentreffer (73.), David Simonjan aus 12 Metern (80.) und Thomas Szramowski freistehend vor Erdbrügger (83.) vergaben klarste Möglichkeiten, um den Sack zuzumachen. Fast hätte Lohe dem VfL die Arbeit des eigenständigen Toreschießens abgenommen: nach einer Ecke hielt der Keeper einen Abwehrversuch seines eigenen Mitspielers sensationell.
Nach fünf Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter endlich ab.

Frotheim zeigte nach dem desaströsen Vorwochenauftritt die richtige Reaktion. Der VfL machte die Sache aufgrund der mangelnden Chancenverwertung spannender, als sie hätte sein müssen, siegte aber beim Meisterschaftsaspiranten durchaus verdient. Alle zeigten eine deutlich stärkere und konzentriertere Leistung als noch vor Wochenfrist.
Mit einem (über)lebensnotwendigen Dreier und der Gewissheit, auch in der Fremde siegen zu können, verabschiedet man sich in die über dreimonatige Winterpause.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, P. Kowalczyk, S. Depping, J. Schütte, T. Borchert, J. Hußmann, B. Pott, D. Brandenburg (81. E. Geistdörfer), C. Meyhoff (73. D. Simonjan), S. Bollmeier,M. Stierle (78. T. Szramowski)

TuS Lohe:
M. Erdbrügger, P. Erdbrügger, P. Pausch (69. O. Walkenhorst), D. Tölkemeier, B. Behr, J. Weber, J. Flachmeier, L. Baumann, S. Schöbel (63. D. Borcherding), B. Vodola, A. Felde

Tor:
0 : 1  Meyhoff (39.)

Besondere Vorkommnisse:
gelb-rote Karte gegen (57.)
 

St16_Lohe-VfL01
St16_Lohe-VfL02

Landesligaabsteiger schlägt sich selbst

17. Spieltag (18.3.2012): VfL Frotheim – VfL Herford  4 : 0 (2 : 0)

Gut aus der langen Pause gekommen

Knapp 180 Zuschauer sahen bei windig-unangenehmem Frühlingswetter einen Blitzstart der Heimmannschaft im VfL-Duell. Andreas Janzen gelang dank krassem Abwehrfehler bereits nach 20 Sekunden der Führungstreffer.
Der Landesligaabsteiger versuchte dagegen zu halten und kam in der zehnten Minute zu einer glasklaren Torchance, die die Frotheimer auf der Linie klären konnten. Kurz darauf hatte Sebastian Bollmeier die Chance zum Ausbau der Führung, doch er scheiterte frei vor dem Tor. Mehr Erfolg war Andreas Janzen beschieden, der sich durch gute Trainingsleistungen unter die ersten Elf spielte. In der 15. Minute erhöhte er auf 2:0.

Die Nerven liegen blank – drei Ampelkarten für Herford

Die Gäste mühten sich um spielerisches Übergewicht und Torchancen, doch so richtig zwingend kamen sie nicht vors Frotheimer Gehäuse. Flanken wurden von Keeper Gerling gepflückt oder von der vielbeinigen Abwehr geklärt.
Durch die Herforder Offensivversuche ergaben sich für die Frotheimer Konterchancen. Eine davon nutzte Sebastian Bollmeier (57.). Damit war der Käse eigentlich gerollt. Nun zeigten sich die Gäste leider von ihrer unangenehmen Seite und fingen an, giftig bis überhart zu spielen. Der souveräne Schiedsrichter Meier schmiss folgerichtig gleich drei Gästeakteure vom Platz, die sich noch bedanken können, nicht glatt Rot kassiert zu haben. Mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit spulte Frotheim sein Pensum nun herunter, wobei Sebastian Bollmeier einen Stockfehler der Gästeabwehr zu seinem zweiten Treffer nutzte. Weitere gute Tormöglichkeiten, unter anderem einen Pfostenfreistoß von Christoph Meyhoff, ließ der Aufsteiger aus.

Der Ballbesitz war gleichmäßig verteilt, das Torchancenübergewicht aber klar aufseiten des VfL Frotheim, sodass der Sieg auch in der Höhe verdient war. In den letzten Jahren waren die Auftaktbegegnungen nach der Winterpause oftmals nicht so positiv verlaufen. Holger Sarres wird mit Freude gesehen haben, dass die Abwehr ordentlich stand und die Offensivabteilung jederzeit für eine Bude gut war. Mit Blick auf die Tabelle allerdings auch ein überlebensnotwendiger Dreier, da jetzt (weitere) schwere Kaliber auf dem Programm stehen.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, M. Gräve, S. Depping, J. Schütte, T. Borchert (74. E. Geistdörfer), J. Hußmann, B. Pott, C. Meyhoff, D. Simonjan (74. D. Gräve), S. Bollmeier, A. Janzen (69. D. Brandenburg)

VfL Herford:
A. Fischer, H. Cavus, C. Beyer (61. A. Ceylan), A. Görler, R. Nahmet, E. Colak (46. K. Tokmak), I. Yalmanci, F. Colak, A. Jaber, M. Er, C. Bedir

Tor:
1 : 0  Janzen (1.), 2 : 0  Janzen (15.), 3 : 0  Bollmeier (57.), 4 : 0  Bollmeier (82.)

Besondere Vorkommnisse:
gelb-rote Karten gegen Cavus (67.), Yalmanci (77.) und Bedir (84.)
 

St17_VfL-VfL01
St17_VfL-VfL03

Vermeidbare Niederlage gegen Aufstiegsaspiranten

18. Spieltag (25.3.2012): FT Dützen – VfL Frotheim  4 : 3 (3 : 2)


Früher Treffer

Wie schon in der Vorwoche dauerte es nicht lange, bis - bei herrlichem Wetter auf dem Dützer Kunstrasen - etwas passierte. Wiederum war es Andreas Janzen, der das 1:0 für den VfL erzielte.
Frotheim war von Beginn an die aktivere Mannschaft und hatte die Möglichkeit, die Führung auszubauen. Doch Dützen zeigte sich als stabile Bezirksligamannschaft, die in der Lage ist, zurückzukommen und jederzeit ein Tor zu schießen. Das gelang ihnen in der 16. Spielminute.
In der 33. Minute war es dann Kapitän Bastian Pott, der nach schöner Einzelleistung zur erneuten Frotheimer Führung traf.
Doch die bis dahin keineswegs überzeugenden Gastgeber konnten noch vor der Halbzeit das Ergebnis drehen. Zwei vermeidbare Treffer, einer davon ein Distanzschuss, bedeuteten die schmeichelhafte Pausenführung.

Teams neutralisieren sich

In der 51. Minute nutzte Dützen ein Missverständnis in der Frotheimer Hintermannschaft, um auf 4:2 zu erhöhen.
Danach neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. „Old-Keeper“ Dirk Baganz, der für den verletzten Christoph Gerling zur Halbzeit reinkam, konnte zwei verheißungsvolle Schüsse der Dützer entschärfen. Auf der anderen Seite traf Christoph Meyhoff in der 85. Minute zum 3:4. Zwei Minuten vor dem Ende hatte Paul Kowalczyk den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss strich nur um Zentimeter am Giebel vorbei.

Dützen präsentierte sich mit Sicherheit als die reifere Mannschaft, von einem Spiel Aufstiegs- gegen Abstiegsaspirant war allerdings nichts zu sehen. Ein Punktgewinn wäre für den VfL verdient gewesen. Aufgrund der zwingenderen Offensive konnte die FT Dützen die drei Punkte am eigenen Platz behalten.
Frotheim zeigte sich in der Defensive trotz der vier Gegentore gegen einen starken Gegner stabiler als noch im vergangenen Jahr, auch im Mittelfeld wurde gängig kombiniert. Das gibt – trotz des Punktverlustes – Anlass zu Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die Punkte müssen nicht unbedingt gegen Dützen geholt werden.

 

VfL Frotheim: C. Gerling (46. D. Baganz), S. Depping, M. Gräve, T. Borchert, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte (77. P. Kowalczyk), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, A. Janzen (58. D. Brandenburg)

FT Dützen:
P. Wehmeyer, M. Sperlich, S. Raetz, J. Köhler, S. Ferling (15. P. Badde), P. Pütz, H. Kruse, H. Dammasch (85. L. Versick), M. Neppert, L. Brüggemann, F. Werner (46. I. Dammasch)

Tore:
0 : 1  Janzen (2.), 1 : 1  Kruse (16.), 1 : 2  Pott (33.), 2 : 2  Raetz (37.), 3 : 2  H. Dammasch (44.), 4 : 2  H. Dammasch (51.), 4 : 3  Meyhoff (85.)

 

St18_FTD-VfL02
St18_FTD-VfL01

Kein Aprilscherz – VfL F. schlägt VfL H.

19. Spieltag (1.4.2012): VfL Frotheim – VfL Holsen  2 : 1 (2 : 0)

Starke erste Halbzeit

Nach der 1:8-Hinrundenpackung waren nicht nur die 120 Zuschauer gespannt auf den Ausgang dieses Spiels, das unter völlig anderen Vorzeichen stand.
Typisch für die letzten Wochen begann Frotheim druckvoll. Holsen musste sich anscheinend erst mit dem Naturrasenplatz anfreunden. Als sie diesen Prozess abgeschlossen hatten, stand es allerdings schon 1:0 (Sebastian Bollmeier nach feinem Pass von Janik Schütte). Bereits vorher (8., 15.) hatte Bollmeier zwei gute Torchancen liegen gelassen. Holsen ließ zwar durch seine Spielanlage durchblicken, eine starke Bezirksligamannschaft zu haben, war in der Offensive jedoch bis dahin einfallslos. In der 32. Minute ergab sich eine Torgelegenheit nach Frotheimer Abwehrpatzer. Steinke traf 10m vor dem Kasten aus halblinker Position den Ball aber nicht richtig.
Besser machte es Sebastian Bollmeier kurz vor der Halbzeit, als er einen Ball volley aus 16m unter den Giebel nagelte. Dieses Tor fiel in einer Phase, als Holsen mehr und mehr die Initiative übernahm.

Holsen stärker

Die zweite Hälfte gehörte fast komplett den Herfordern, die nun immer besser ins Spiel kamen. Knackpunkt der Begegnung waren zwei vergebene Hundertprozentige der Gäste zwischen der 50. und 55. Minute.
Im weiteren Verlauf drückte Holsen zwar, wurde aber nicht so richtig zwingend. Das änderte sich eine Viertelstunde vor Schluss, als Vossenkämper zum Anschlusstreffer einnetzte. Doch außer einem Freistoß, der etwa einen Meter am rechten Pfosten vorbeischnellte, kam nichts Gefährliches mehr. Die Frotheimer Abwehr hielt. Umgekehrt schafften die Gastgeber es nicht, zwei gute Konterchancen zur Entscheidung zu nutzen. Bastian Pott und Janik Schütte scheiterten. Nach 4-minütiger Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter endlich ab. Jubel!

Der Sieg ist in die Kategorie „nicht unverdient“ einzuordnen. Frotheim spielte in allen Mannschaftsteilen leidenschaftlich und man konnte spüren, wie sich alle eingesetzten Spieler gegen den drohenden Abstieg stemmten. Das war/ist auch bitter nötig und muss jetzt so weiter gehen. Holsen präsentierte sich als starkes Team, doch die Frotheimer Abwehrabteilung stand einfach besser als im Hinspiel und war sehr kopfball- und zweikampfstark.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, M. Gräve, P. Kowalczyk, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte, B. Pott, S. Bollmeier (86. E. Geistdörfer), C. Meyhoff (46. T. Borchert), A. Janzen (72. D. Brandenburg)

VfL Holsen:
B. Schmidt, T. Thaus, M. Schulze (46. R. Budde), J. Steinke, P. Siebers, J. Vossenkämper, B. Schröder, N. Wüllner, C. Carvalho, R. Hanke (62. O. Khaled), S. Fischer

Tore:
1 : 0  Bollmeier (14.), 2 : 0  Bollmeier (44.), 2 : 1  Vossenkämper (74.)


 

St19_VfL-VfL02

„Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss!“

20. Spieltag (9.4.2012): TSV Schötmar – VfL Frotheim  2 : 4 (1 : 1)


Frotheim kickt passiv

50km Anfahrt, 50 Frotheimer Zuschauer, das ist mehr als passabel.

Trotz der fast optimal verlaufenden Rückrunde stand der VfL mit Blick auf die Konkurrenzergebnisse und der kommenden schweren Gegner stark unter Druck. Auch Schötmar war für den Griff zum letzten Strohhalm im Prinzip zum Siegen verdammt.
Frotheim tat sich schwer, in die Begegnung zu finden. Schötmar wirkte entschlossener und engagierter. Der VfL ließ den wendigen und technisch starken Türken ziemlich viel Raum. Das spiegelte sich zwar in mehr Laufleistung und Spielanteilen wider, nicht aber in Sachen Torchancen. Da bedurfte es der Frotheimer Schützenhilfe. Karak nahm das Ostergeschenk – einen eklatanten Fehlpass von Janes Hußmann – dankbar an und brachte mit der ersten Torgelegenheit des Spiels Schötmar verdient in Führung (15.). Nur vier Minuten später köpfte Bastian Pott nach Torwartfehler einen von der Mittellinie geschlagenen Freistoß ins Tor. Das war es jedoch mit der Frotheimer Offensivherrlichkeit der ersten 45 Minuten. Allerdings bekamen die Türken außer einem Lattenschuss auch nichts wirklich Gefährliches mehr auf die Reihe.

Frotheim nutzt die Torchancen optimal

In der zweiten Hälfte änderte sich wenig am Spielverlauf. Schötmar wollte, Frotheim tat das Nötigste und hatte nach wie vor Probleme, Zugriff auf die Schötmarer Offensivspieler zu kriegen. Wie aus dem Nichts fiel das 2:1 für den VfL. Sebastian Bollmeier gelang aus 25 Metern ein Sonntagsschuss in den Winkel. Acht Minuten später erhöhte David Simonjan nach einem herrlich vorgetragenen Konter (der beste Spielzug des Spiels) auf 3:1 - schmeichelhaft. Die Moral der Türken war gebrochen, bis sie in der 72. Minute ein Elfmetergeschenk zum Anschlusstreffer erhielten und nutzten. Simon Deppings Gegenspieler sank clever zu Boden, der Schiedsrichter fiel darauf herein. Sebastian Bollmeier erlöste den VfL-Anhang mit seinem zweiten Tor des Tages in der 85. Minute. Brenzlige Situationen gab es auf beiden Seiten nicht mehr.

Schötmar spielte zwar nicht wie ein Absteiger, starb aber in Schönheit und vergaß, aufs Frotheimer Tor zu schießen. Die beiden türkischen Tore waren Gastgeschenke. Dem VfL reichte eine sehr, sehr mittelmäßige Leistung zum glücklichen Sieg. Die höhere Laufbereitschaft verlor gegen die bessere Chancenverwertung.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping (72. T. Borchert), M. Gräve, P. Kowalczyk, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte, B. Pott (88. D. Gräve), S. Bollmeier, C. Meyhoff, A. Janzen (77. E. Geistdörfer)

TSV Schötmar:
G. Kaya, H. Aytan, A. Alikalin, I. Siviloglu, M. Karak, V. Arslan, Z. Yagiz, M. Souk (82. M. Saridemir), M. Keles (66. A. Akman), F. Ilhan, B. Yagiz (59. M. Akbulut)

Tore:
1 : 0  Karak (15.), 1 : 1  Pott (19.), 1 : 2  Bollmeier (50.), 1 : 3  Simonjan (58.), 2 : 3  Aytan (72., FE), 2 : 4  Bollmeier (85.)
 

St20_VfL-TSV02
St20_VfL-TSV01

nach oben

Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

Homepage

43-Meter-Tor entscheidet

21. Spieltag (15.4.2012): VfL Frotheim – SC Vlotho  1 : 0 (1 : 0)

Unterhaltsame Begegnung

Vor einer wie immer klassenwürdigen Kulisse sahen die Zuschauer ein interessantes und ansprechendes Bezirksligaduell. Das Hinspiel hatte der VfL noch unglücklich verloren, doch heute sollte es anders laufen.
Mit dem steifen Wind im Rücken war Frotheim zunächt im Vorwärtsgang. In der zehnten Minute scheiterte Sebastian Bollmeier völlig blank stehend vor dem Vlothoer Tor. Auf der anderen Seite entschärfte David Simonjan einen gefährlichen Distanzschuss per Kopf.
In der 30. Minute legte sich Christoph Meyhoff den Ball zum Freistoß auf Flankenposition: Knapp hinter der Mittellinie, linke Frotheimer Angriffsseite. Wilhelm Busch hätte wohl gesagt: Und der Ball wurd’ lang und länger, die Miene des Vlothoer Torwarts bang und bänger – mit Windunterstützung segelte das Leder noch leicht berührt von Keeper Starke unter die Latte.
Kurz vor der Halbzeit hatte der VfL noch eine gefährliche Situation zu überstehen, als Paul Kowalczyk eine Gästechance so eben von der Linie kratzen konnte.
Unter dem Strich ging die Halbzeitführung aufgrund der aktiveren und spielerisch besseren Leistung in Ordnung.

Nur noch Vlotho

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Wieder einmal war es Sebastian Bollmeier, der frei vor dem Gästetor auftauchte, doch wiederum konnte er die Chance nicht verwerten.
Danach spielte allerdings nur noch der SC Vlotho. Nahezu jeder Abschlag/Abstoß wurde von den kopfballstarken Gästen erwischt, die immer mehr Oberwasser bekamen. Gefährlich wurden die Weserstädter des Öfteren bei Standards und Distanzschüssen. Zwischen der 55. und 80. Minute hatte der VfL gleich dreimal Glück: Zwei Fernschüsse landeten am Pfosten, einen konnte Bastian Pott für den schon geschlagenen Christoph Gerling von der Linie köpfen. Einen vierten Distanzschuss hielt Gerling.
Die zunehmende Verzweiflung der Gäste machte sich dahingehend bemerkbar, dass sie jetzt in die psychologische Trickkiste griffen. Das Repertoire reichte vom Einfordern von Karten, nickligen Fouls, dem peinlichen Provozieren von Gegenspielern Marke „Fremdschämen“ bis hin zum versuchten Elfmeterschinden. Doch weder diese Maßnahmen noch eine Flut an Standards führten zum Erfolg.
In den letzten zehn Minuten entdeckte dann der VfL seine Offensive wieder. So musste der Vlotho-Fänger noch zwei gefährliche Freistöße von Meyhoff und Pott abwehren. In der Nachspielzeit konterte Frotheim noch einmal. Sebastian Bollmeier legte sich den Ball am Keeper vorbei, der ihn noch außerhalb des Sechzehners mit der Hand berührte (Pfiff und Karte blieben aus!). Bollmeier schob den Ball Richtung Tor, doch ein mitgelaufener Abwehrspieler lenkte den Ball mit der Hand um den Pfosten. Entscheidung: Abstoß für Vlotho (!). Zum Glück rächte sich diese Fehlentscheidung nicht – zwei Minuten später pfiff der Schiedsrichter diese intensive Begegnung ab.

Rechnet man Spielanteile und Torchancen beider Halbzeiten zusammen, wäre ein Unentschieden sicher das gerechtere Ergebnis gewesen. Mit Blick auf das Hinspiel, gegnerische Provokationen und die eigene engagierte Leistung darf man den Dreier getrost einstecken.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, M. Gräve, S. Depping (89. A. Kasten), P. Kowalczyk, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte, B. Pott, J. Schütte, S. Bollmeier, C. Meyhoff (82. E. Geistdörfer), A. Janzen (87. D. Gräve)

SC Vlotho:
P. Starke, D. Koch, B. Külbel, C. Franz, M. Reckendorf (73. Y. Lorenz), A. Harms, T. Franke (65. V. Pries), M. Reissmann, N. Neddermann, K. Celik (53. P. Jackmann), C. Schake

Tor:
1 : 0  Meyhoff (30.)

 

St21_VfL-SCV2 St21_VfL-SCV1

VfL mit 1:6 noch gut bedient

22. Spieltag (20.4.2012): SV Rödinghausen II – VfL Frotheim   6 : 1 (3 : 0)


Nach 25 Minuten platzt der Rödinghauser Knoten

Auf Wunsch der Gastgeber wurde diese Partie bereits am Freitagabend auf dem Kunstrasenplatz des „Häcker-Wiehenstadions“ ausgetragen.
Das Spiel war gut besucht. Die meisten Zuschauer waren entweder Frotheimer oder „Fußballerpolizei“ von benachbarten oder konkurrierenden Clubs. Bei den sechs Toren der Gastgeber hatte man den Eindruck, dass der einzige Rödinghauser Zuschauer der Platzsprecher war – denn jubeln hörte man niemanden.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der Tabellenführer Rödinghausen diktierte das Geschehen über die gesamte Länge, brauchte aber 20 Minuten, um in Tritt zu kommen. Dann allerdings erarbeiteten sie sich Chancen im 4-Minuten-Takt. Das 0:3 zur Halbzeit war für Frotheim noch schmeichelhaft, denn Rödinghausen ließ vier weitere Hochkaräter ungenutzt, darunter ein Lattenschuss. Der VfL kam nicht einmal gefährlich vor das Tor der Rödinghauser und lief im Prinzip nur hinterher.

Geld schießt Tore

Im Gegensatz zum Hinspiel nahm der SVR das Spiel ernster. Wann immer sie das Tempo anzogen, hatten die Frotheimer Schwierigkeiten oder waren schlichtweg überfordert. Die logische Konsequenz: die Gegentreffer vier bis sechs zwischen der 56. und 60. Minute, die allerdings aus krassen VfL-Abspielfehlern resultierten. Zwischendurch kam endlich mal der VfL zu guten Chancen. Der Rödinghauser Keeper rettete zweimal gegen Sebastian Bollmeier in höchster Not, ein Freistoß von Christoph Meyhoff strich knapp am Tor vorbei. Kurz vor Schluss traf Janes Hußmann nach einem Eckball per Kopf zum „Anschlusstreffer“ zum 1:6. Die Aufzählung der Frotheimer Torgelegenheiten soll das reale Bild aber nicht verzerren: Rödinghausen hätte mit Leichtigkeit zweistellig gewinnen können und war dem VfL turmhoch überlegen.

Was bleibt dem VfL anderes übrig als das Spiel schnell abzuhaken und zu hoffen, dass der SVR II gegen die anderen abstiegsbedrohten Teams ebenso entschlossen auftritt?
Auf heimischem Kunstrasen und in Bestbesetzung war der Gastgeber 1-2 Klassen stärker. Frotheim bekam nur phasenweise Zugriff auf die agilen und spielstarken Herforder. Doch man sollte die „Küche im Dorf“ lassen – zwischen Etat und Anspruchshaltung beider Vereine liegen Welten.
Die Kicker von Holger Sarres müssen sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, mit zu viel Respekt, mit zu wenig Selbstvertrauen, zu leidenschaftslos, zu brav und zu bieder angetreten zu sein. Es gab nicht eine Frotheimer gelbe Karte! Die meisten fügten sich in ihr Schicksal. Hoffentlich wissen alle, dass das Torverhältnis auch zählt. Und hier ist es dem besten Frotheimer des Spiels, Torwart Gerling, zu verdanken, dass es keine schlimmere Klatsche gab.

Nicht schlimm, aber bitte wieder mehr „Feuer“ und Selbstvertrauen beim nächsten Spiel. Es wird nötig sein, denn jetzt kommen wieder Gegner auf Augenhöhe.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, A. Kasten, P. Kowalczyk (46. E. Geistdörfer), J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte (70. D. Gräve), T. Borchert, S. Bollmeier, C. Meyhoff, A. Janzen (70. M. Stierle)

SV Rödinghausen II:
A. Krack, B. Milse (60. L. Lüdtke), S. Müller, A. Knigge, N. Kerksiek, M. Neumann (65. M. Ebmeyer), L. Di-Bella, F. Langkamp, A. Schal, E. Peters (55. M. Selishta), C. Gieselmann

Tore:
1 : 0  Milse (25.), 2 : 0  Di-Bella (28.), 3 : 0  Peters (33.), 4 : 0  Schal (56.), 5 : 0  Selishta (58.), 6 : 0  Di-Bella (60.), 6 : 1 Hußmann (88.)

St22_SVR2-VfL

Kutenhausen mit widerwärtigem Punktgewinn

23. Spieltag (27.4.2012): VfL Frotheim – SV Kutenhausen-T.   2 : 2 (0 : 0)

Intensive Partie

Gut erholt zeigte sich der VfL Frotheim nach der klaren Vorwochenniederlage.
Der SV Kutenhausen-Todtenhausen agierte zu Beginn druckvoller, doch die erste Torchance hatte Frotheim durch Christoph Meyhoffs Distanzschuss aus 25 Metern. Diesen konnte Torwart Pundt noch so eben an die Unterkante der Latte lenken.
Eine Viertelstunde später tauchte Sebastian Bollmeier frei vor Pundt auf, doch er konnte den Ball nicht am Keeper vorbeibringen.
Spielerisch verlief das Duell ansonsten relativ ausgeglichen und intensiv. Kutenhausen kam in den Frotheimer Sechzehner nicht hinein.

Rudelbildung, „Fair-Play“ und eine vergebene Zwei-Tore-Führung

Die zweite Halbzeit sollte für die über 200 Zuschauer deutlich ereignisreicher werden.
Nach Meyhoffs Ballgewinn und cleverem Pass, weitergeleitet von Bastian Pott, vollstreckte Andreas Janzen zur Führung (48.). Wenige Minuten später verweigerte Schiedsrichter Lindemann Janzens Treffer zum 2:0 wegen einer angeblichen Abseitsstellung (Janzen stand allerdings hinter dem passgebenden Bollmeier). In der 62. Minute traf Bastian Pott nach einem Eckball zum 2:0. Einige weitere gute Frotheimer Möglichkeiten wurden nicht genutzt. Der Gast blieb in der Offensive harmlos.
Die spielentscheidende Szene ereignete sich in der 70. Minute: Bastian Pott schoss den Ball freistehend aus acht Metern knapp am Tor vorbei und verletzte sich bei der Aktion. Quasi im Gegenzug gelang Kutenhausen mit der ersten Torchance gleich der Anschlusstreffer.
Danach drängte der SVKT auf den Ausgleich und hatte ein klares Übergewicht, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit schoss der eingewechselte Edgar Geistdörfer den Ball ins Seitenaus, weil Simon Depping am Boden lag.
Was haben die deutsche Nationalmannschaft, 250 Millionen aktive Fußballer und Vereinsmannschaften von Traktor Ndosiwisi sogar bis zum FC Lübbecke gemeinsam? Alle halten sich an die ungeschriebene Fußballerregel: „Wenn einer am Boden liegt, spiel den Ball ins Aus. Und wenn es weiter geht, wirf oder spiel den Ball zu der Mannschaft zurück, die ihn ins Aus gespielt hat.“
Alle halten sich dran, außer dem SV Kutenhausen-Todtenhausen. Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde, indem sie den Einwurf in einen eigenen Angriff ummünzten, der zum 2:2-Ausgleichstreffer führte.
Nach dem Abpfiff kam es zu tumultartigen Szenen, weil die Frotheimer sich verständlicherweise über das befremdliche Verhalten der Mindener mächtig echauffierten. Im Zuge dessen gingen dem Kutenhausener Stark die Nerven durch und er verpasste Geistdörfer einen Kopfstoß. Dafür sah er nachträglich Rot.

Ein nicht gegebener regulärer Treffer. Eine Aktion, die den SVKT in der Unsympathenrangliste ganz vorne dabei sein lässt. Und vor allem eine Reihe leichtfertig vergebener Chancen. Einen davon reinmachen, dann kann der Gegner die Einwürfe hinschmeißen, wohin immer er will.
Es gab Zeiten, da stand man nach einem solchen Spiel mit komplett leeren Händen da. Noch sieben Endspiele und der Klassenerhalt liegt in der eigenen Hand: Genau so weitermachen und sich nicht auf andere Mannschaften/Vereine verlassen.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping, M. Gräve, T. Borchert, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte, B. Pott (72. E. Geistdörfer), S. Bollmeier, A. Janzen (82. A. Kasten), C. Meyhoff

SV Kutenhausen-Todtenhausen:
A. Pundt, J. Giessmann, N. Claußen, K. Horstmann (74. S. Gundlach), H. Finke, P. Spieß (80. R. Borcherding), S. Tomin (63. N. Pferner), P. Kleine, S. Stark, M. Claußen, J. Finger

Tore:
1 : 0  Janzen (48.), 2 : 0  Pott (62.), 2 : 1  Stark (71.), 2 : 2  Gundlach (90.+2)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Stark (Tätlichkeit nach Spielende)
 

St23_VfL-SVKT01

Tengerns Reserve holt verdienten Punkt

24. Spieltag (6.5.2012): VfL Frotheim – TuS Tengern II   0 : 0

Frotheim trifft zweimal das Gebälk

Vor wie immer stattlicher Kulisse entwickelte sich ein sehr zweikampf- und laufintensives Bezirksliga-„Derby“, allerdings auf mäßigem spielerischem Niveau. Das Fehlen von Bastian Pott machte sich aufseiten der Frotheimer negativ bemerkbar.
Der VfL versuchte, dem Spiel etwas Konstruktives zu geben, was allerdings von den griffigen Gästen zumeist im Keim zunichte gemacht wurde. Den Tengeranern, die teils in Manndeckung agierten, spielte die „britische“ Spielleitung des Bielefelder Unparteiischen in die Karten. Die zahlreichen taktischen Fouls der Tengeraner im Mittelfeld brachten maximal Freistöße, doch das Gelbzeigen blieb seltsamerweise lange Zeit aus. Dementsprechend lag etwa alle zwei Minuten ein Frotheimer Spieler am Boden und musste behandelt werden.
Beide Teams neutralisierten sich in den ersten 25 Minuten, bis Christoph Meyhoff einen Schuss von der Sechzehnerkante an den Innenpfosten knallte. Fünf Minuten konnte der Gästekeeper einen Gräve-Kopfball noch eben an die Unterkante der Latte lenken. In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeit hatte dann der TuS Tengern zwei gute Torchancen, doch Christoph Gerling konnte abwehren.

Tengern besser in der zweiten Hälfte

Am Charakter des Spiels änderte sich nicht viel, außer dass Tengern im zweiten Abschnitt öfter gefährlich in den Frotheimer Strafraum kam. Doch scheiterten sie entweder an der Frotheimer Defensive, an Christoph Gerling, der einen starken Tag hatte, vor allem aber an der eigenen mangelnden Präzision im Abschluss.
Umgekehrt hatte Frotheim kaum noch Offensivaktionen. Mehrere verheißungsvolle Angriffe konnten vom besten Tengeraner Mannschaftsteil, der Abwehr, abgeblockt werden. Zur Not wurden immer mal wieder taktische Fouls eingestreut.
So stand das Spiel bis zum Schluss auf des Messers Schneide, doch Tore sollten keine mehr fallen.

Den Punkt haben die Gäste sich verdient, da sie sehr leidenschaftlich spielten. Frotheim hielt gut dagegen, agierte aber in der Offensive nicht so gefällig wie gewohnt. Läuferisch, kämpferisch und zweikampftechnisch war es eine rassige Bezirksligabegegnung, spielerisch hatte die Leistung beider Teams allerdings nur Kreisliganiveau.

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping (46. E. Geistdörfer), P. Kowalczyk, M. Gräve, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte (75. D. Gräve), T. Borchert, S. Bollmeier, C. Meyhoff, A. Janzen (62. M. Stierle)

TuS Tengern II:
C. Zalipski, C. Meier, T. Schlüter, S. Hamel, E. Celik (78. A. von der Ahe), T. Gerfen, P. Kropp, M. Korff, S. Memic, C. Rohleder (78. P. Gessat), S. Selvi

Tore: -

 

St24_VfL-TuS2_01

Völlig unnötige Niederlage in 6-Punkte-Spiel

25. Spieltag (13.5.2012): Bünder SV – VfL Frotheim   2 : 1 (2 : 0)

Sand im Getriebe

So langsam wird es eng, seit vier Spielen konnte kein Dreier mehr eingefahren werden. Zu allem Überfluss mussten Sebastian Bollmeier und Simon Depping verletzt ausgewechselt werden.

Bereits nach fünf Minuten tauchte Bollmeier völlig freistehend vor Bündes Torwart Götze auf, allerdings schoss er diesem den Ball direkt in die Arme.
Danach übernahm Bünde die Initiative per „Kick-and-Rush“-Taktik. Wenn auch spielerisch limitiert, so präsentierten sie sich doch griffig und zweikampfstark.
Frotheim hatte Schwierigkeiten im Spielaufbau. Das lag zum einen an der eigenen hohen Fehlerquote, zum anderen jedoch an der harten Gangart der Bünder, die sich zahlreiche Nickligkeiten erlauben durften, ohne dass der Schiedsrichter dies unterband. Bündes Torchancen resultierten aus kapitalen Frotheimer Abwehrschnitzern. So kam es in der 20. Minute zum 0:1, nachdem Frotheim den Ball eigentlich schon hatte. Danach versiebte Bünde zwei weitere gute Möglichkeiten, ehe ein zweiter VfL-Patzer dem BSV einen berechtigten Elfmeter bescherte (40.). Diesen nutzte man zum schmeichelhaften 2:0.
Kurz vor der Halbzeit hatte der VfL eine Doppelchance. Zunächst lenkte Götze einen Meyhoff-Freistoß um den Pfosten. Die anschließende Ecke köpfte Janes Hußmann an den Innenpfosten.

Kaum Spielfluss: Nettospielzeit von 15 Minuten

Im zweiten Spielabschnitt bekam der VfL mehr Zugriff auf Spiel und Gegner. Torchancen blieben jedoch Mangelware und von Spielfluss konnte keine Rede sein. Handgestoppt alle 10-15 Sekunden unterbrach der schwächste Akteur auf dem Platz, der Schiedsrichter, die Partie. Im weiteren Verlauf verweigerte er Frotheim zwei glasklare Elfmeter.
13 Minuten vor Spielende erzielte Christoph Meyhoff mit einem herrlichen Freistoß den Anschlusstreffer. Danach setzte der VfL alles auf eine Karte. In der letzten Minute hatte Paul Kowalczyk den Ausgleich auf dem Fuß, doch aus 2m schaffte er es nicht, den Ball über die Linie zu stochern. So blieb es beim knappen 2:1 für den Bünder SV, der mit vielen taktischen Fouls und trödeligem Ballholen den Sieg clever über die Runden schaukelte.

Sowohl Zuschauer als auch Spieler regten sich (zu Recht) über das teilweise unerträgliche Gepfeife des Schiedsrichters auf, der nicht nur zwei Elfmeter verweigerte, sondern auch kaum Karten für Bündes „taktische Fouls“ verteilte und Frotheim mehrfach den Vorteil abpfiff.
Letztlich war es aber keine gute Leistung der Sarres-Mannen, die sich diese Niederlage selbst zuschreiben muss; viele Fehlpässe und teilweise ungeschicktes Zweikampfverhalten verhinderten einen Dreier gegen schlagbare Bünder.
Das erhöht den ohnehin schon hohen Druck, doch es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

 

VfL Frotheim: C. Gerling, S. Depping (65. E. Geistdörfer), P. Kowalczyk, M. Gräve, J. Hußmann, D. Simonjan, J. Schütte (71. T. Borchert), B. Pott, S. Bollmeier (50. M. Stierle), C. Meyhoff, A. Janzen

Bünder SV:
D. Götze, M. Tönsing, K. Kiel, M. Pierri, T. Perlemann, S. Sürün, J. Diekmann, D. Kerpa, P. Hellweg (86. T. Fischer), A. Hegner (72. A. Sürün), S. Rottmann (87. F. Dogan)

Tore:
1 : 0  Rottmann (25.), 2 : 0  Rottmann (39., FE), 2 : 1  Meyhoff (77.)
 

St25_BSV-VfL02
St25_BSV-VfL01

nach oben

Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

Homepage

Frotheim kommt unter die Räder

26. Spieltag (20.5.2012): VfL Frotheim – SuS Wulferdingsen   2 : 6 (0 : 3)

Die in allen Belangen besseren „Wölfe“ kamen gegen schwache Frotheimer zu einem nie gefährdeten Dreier. Der Vier-Tore-Abstand spiegelt den Spielverlauf wider.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, M. Gräve, P. Kowalczyk (59. A. Kasten), T. Borchert, J. Hußmann, D. Simonjan (46. A. Janzen), J. Schütte (46. E. Geistdörfer), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle

SuS Wulferdingsen:
M. Wormuth, A. Bäumer, M. Pasold, M. Finke, M. Prosser, F. Miegel (72. A. Heim), J. Janzen, R. Grothkopf, J. Korte (82. M. Meier), M. Keulertz, B. Ruschmeier (38. F. Habbe)

Tore:
0 : 1  Korte (7.), 0 : 2 Janzen (16.), 0 : 3  Miegel (40.), 0 : 4  Prosser (48.), 0 : 5  Miegel (70.), 1 : 5  Geistdörfer (75.), 1 : 6  Korte (80.), 2 : 6  Pott (90.)

Besondere Vorkommnisse:
Wulferdingsen verschießt Foulelfmeter (62.)

 

Schmerzhafte Niederlage nach zwei Torwartfehlern

27. Spieltag (28.5.2012): FC Pr. Espelkamp II – VfL Frotheim   2 : 1 (1 : 0)

Wenige Offensivaktionen

Kaiserwetter im Pürsten-Stadion und 150 Frotheimer Gäste. Die meisten Espelkamper Zuschauer linsten vom benachbarten Waldfreibad her über den Zaun.
Es entwickelte sich ein insgesamt ausgeglichenes Spiel, das vor allem von intensiven Zweikämpfen geprägt war. So kassierten die überhart einsteigenden Preußen in der Anfangsphase gleich drei gelbe Karten. Die erste Angriffsbemühung des Tabellenschlusslichts wurde sofort von Erfolg gekrönt; Christoph Gerling ließ einen harmlosen Distanzschuss von Schmidt passieren.
Preußen verteidigte auf holprig-staubigem Geläuf clever und wehrte die unpräzisen Frotheimer Angriffe meist mühelos ab.
Die beste Phase hatte Frotheim zwischen der 35. und der 40. Minute. Erst scheiterte Sebastian Bollmeier freistehend an Preußen-Keeper Benus, dann schoss Christoph Meyhoff einen Freistoß an die Latte. Im Rebound setzte Bollmeier einen Seitfallzieher an, der von Benus so eben noch entschärft werden konnte.

Kein Kapital aus Überzahl

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff flog mit Schmidt der erste Preuße nach wiederholtem Foulspiel vom Platz. In der 61. Minute nutzte Bollmeier eine Freistoßvorlage Meyhoffs zum verdienten Ausgleich.
Die meisten weiteren Bemühungen der Frotheimer, die jetzt 75% Ballbesitz hatten, blieben überwiegend im Ansatz stecken. Eigene Abspielfehler und die sich hinten reinstellende Gastgeber verhinderten den Führungstreffer. Zwischen der 65. und 85. Minute wurde der Spielfluss immer wieder durch taktische Fouls oder Wechsel unterbrochen. Die wenigen sich ergebenden Torchancen wurden nicht genutzt oder von Benus zunichte gemacht.
Preußen fand bis zu einem Pfostenschuss in der 83. Minute in Hälfte zwo offensiv nicht statt.
In der 91. Minute kassierte Fritz die zweite preußische Gelbrote. 60 Sekunden später lief der VfL in einen Konter. Gerling ließ auch diesen schwachen Schuss ins Netz gehen und so stand der VfL ohne jeglichen Punkt da.

Es gelang der Frotheimer Offensivabteilung nicht, die Torwartpatzer auszubügeln. Die Steilvorlagen Tabellenletzter und -vorletzter wurden nicht genutzt. Frotheim kann von Glück sagen, dass nach der Misere der letzten Wochen überhaupt noch die Chance besteht, den Klassenerhalt zu sichern. Die Gesamtleistung gibt trotz aller sichtbarer Anstrengungen und einer Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche wenig Anlass zur Hoffnung, in den kommenden drei Spielen die nötigen Punkte einzufahren. Von den gezeigten spielerischen Leistungen in März und April ist leider nicht mehr viel zu sehen.
Herauszuheben ist an dieser Stelle der Schiedsrichter, der jederzeit alles im Griff hatte.


 

VfL Frotheim: C. Gerling, M. Gräve, S. Depping, J. Schütte (62. T. Borchert), J. Hußmann, D. Simonjan (76. D. Gräve), E. Geistdörfer, B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle (74. A. Janzen)

Pr. Espelkamp II:
A. Benus, J. Lindenblatt, M. Wessel, E. Fritz, D. Schmidt, D. Fritz, A. Seibel (67. J. Boinski), B. Bredemeier (74. T. Hampel), A. Müller (46. K. König), V. Dück, J. Hiller

Tore:
1 : 0  Schmidt (14.), 1 : 1  Bollmeier (61.), 2 : 1  Hiller (90.+2)

Besondere Vorkommnisse:
gelbrote Karten gegen Schmidt (51.) und E. Fritz (90.+1)


 

St27_Pr2-VfL

Ein Funken Hoffnung

28. Spieltag (3.6.2012): VfL Frotheim – RW Kirchlengern   5 : 2 (1 : 0)

Verregnetes Spiel

Herbstwetter bei strömendem Regen hatte an diesem Sportfestsonntag wohl eine höhere Zuschauerzahl verhindert; immerhin waren es die üblichen 150.
Dem VfL stand ein ersatzgeschwächter Tabellendritter aus Kirchlengern gegenüber, der dennoch eine gute Mannschaft auf den Platz schicken konnte. Bei Frotheim fehlten mit David Simonjan, Simon Depping sowie dem Dauerverletzten Dennis Brandenburg ebenfalls drei wichtige Leute.
Es entwickelte sich im Verlaufe der ersten Halbzeit ein über weite Strecken ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Trotz der widrigen Bedingungen legten beide Teams ein spielerisch ansehnliches Match hin.
Torwartroutinier Dirk Baganz, der für den zuletzt formschwachen Christoph Gerling auflief, konnte sich zweimal auszeichnen. Auf der Gegenseite entschärfte Gästekeeper Radi einen Flachschuss von Marvin Stierle.
Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang Sebastian Bollmeier nach schönem Spielzug der Führungstreffer.

VfL aggressiv

In Abschnitt zwo baute der VfL in Person von Bastian Pott (Kopfball nach Eckstoß) die Führung aus, was der Mannschaft Sicherheit verlieh. Aggressivität und Konzentration waren jetzt wieder so, wie man sich das als Zuschauer wünscht und wie es auch in den erfolgreicheren Tagen praktiziert wurde.
Allerdings begann gleichzeitig eine Phase, in der Kirchlengern stärker wurde und der VfL sehr tief stand. Das ging diverse Male in der Saison schief, so auch jetzt. Dem quirligen Marcel Thelen gelang der Anschlusstreffer.
Doch nur zwei Minuten später schwächte Kirchlengern sich selbst. Trampe ließ sich zu einem Ellbogencheck gegen Christoph Meyhoff hinreißen und sah die rote Karte.
Die Überzahl nutzte der VfL, indem er durch Bollmeier (72., 85.) erhöhte. Die Gäste zeigten jedoch eine gute Moral und hatten ebenfalls Chancen. Ein Freistoß landete an der Latte. In der letzten Spielminute konnte Baganz einen Schuss reflexartig halten, dabei riss er aber Paul Kowalczyk um, der den Ball unglücklicherweise ins eigene Tor bugsierte. In der letzten Minute der Nachspielzeit stellte Frotheim den alten Abstand wieder her: Meyhoff flankte aus dem Halbfeld, Bollmeier täuschte einen Schuss an, der Ball trumpfte auf dem nassen Boden auf und senkte sich ins Netz.

Dass Fußball auch eine Kopfsache ist, bewies das Spiel gegen Kirchlengern. Ein Tor gibt Selbstvertrauen, ein Gegentor verunsichert, gerade im Abstiegskampf. In den vergangenen Spielen fehlten die entscheidenden Zentimeter, doch dieses Mal passte es. Nach einer guten spielerischen und sehr starken kämpferischen Leistung gewann der VfL hochverdient und bleibt im Rennen um den Nicht-Abstieg.

 

VfL Frotheim: D. Baganz, M. Gräve, P. Kowalczyk, J. Hußmann, T. Borchert, J. Schütte, E. Geistdörfer (74. D. Gräve), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle (79. A. Janzen)

RW Kirchlengern:
S. Radi, D. Buchholz, M. Brkovic, N. Boetzel, C. Garbisch, M. Thelen, S. Kaymak, J. Cortes (81. D. Kollmeier), F. Kowoll, C. Trampe, J. Heddinghaus

Tore:
1 : 0  Bollmeier (42.), 2 : 0  Pott (53.), 2 : 1  Thelen (64.), 3 : 1  Bollmeier (72.), 4 : 1  Bollmeier (85.), 4 : 2  Kowalczyk (90., Eigentor), 5 : 2  Meyhoff (90.+2)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte gegen Trampe (66., Tätlichkeit)

 

St28_VfL-RWK1
St28_VfL-RWK2

Keine Chance gegen verstärkte Oeynhauser Reserve

29. Spieltag (10.6.2012): Bad Oeynhausen II – VfL Frotheim   7 : 2 (1 : 1)

Hoher VfL-Aufwand

Bei bestem Fußballwetter waren es wieder einmal ca. 60-80 Frotheimer Anhänger, die den Weg in die Kurstadt nach Bad Oeynhausen auf sich genommen hatten, um der Sarres-Truppe die nötige Unterstützung im vorletzten Meisterschaftsspiel und im Kampf um den Klassenerhalt zukommen zu lassen. Der letzte Sieg gegen Kirchlengern hatte nach den Pleiten gegen direkte Konkurrenten wieder mehr Zuversicht aufkommen lassen im Lager des VfL, den Klassenerhalt zu schaffen.

Die Sarres-Truppe kam gegen den FCO, der sich wieder mal durch diverse Leihgaben der Westfalenligamannschaft verstärkt hatte, gut ins Spiel, stand eng am Gegner und war bissig in den Zweikämpfen. Trotzdem hatte der Gastgeber die ersten beiden kleinen Chancen, die aber nicht zu Erfolg führten. In der 12. Minute konnten die Frotheimer dann jubeln, denn nach einem Meyhoff-Freistoß verlängerte Bastian Pott den Ball über den herauseilenden Torwart der Gastgeber hinweg ins Tor zur 1:0-Führung. Im Folgenden hatten die Frotheimer weitere Möglichkeiten, sogar frühzeitig schon mit 2:0 in Führung zu gehen, doch die Chancen blieben ungenutzt. Immer wieder eine schlechte Figur machte bei diesen Chancen der Torhüter der Gastgeber, der keinen guten Tag erwischte. Nach gut 20 Minuten bekamen die Hausherren immer mehr Oberwasser, ohne sich dabei jedoch 100-prozentige Torchancen herauszuspielen. Noch stand die Defensive der Frotheimer gut und so bedurfte es in der 41. Minute eines Sonntagsschusses an die Unterkante der Latte, durch den die Hausherren zum verdienten Ausgleich kamen. Mit einem 1:1 ging es dann in die Halbzeit.

Kantersieg für Gastgeber

Nach der Halbzeit machten die Hausherren dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten: Sie setzten die Frotheimer Defensive unter Druck. Zudem wurde mit Jannik Göhner ein zusätzlicher Westfalenligaspieler eingewechselt. Der Druck auf die Frotheimer nahm immer mehr zu, was sich in vielen unnötigen Ballverlusten und Fehlpässen bemerkbar machte. Ballbesitz und ein Spiel nach vorne waren quasi nicht mehr vorhanden, so fiel dann auch folgerichtig in der 52. Minute das 2:1 für die Gastgeber. Doch der VfL schlug schnell zurück. Nach einem Meyhoff-Freistoß konnte der Torhüter der Gastgeber den Ball wieder mal nicht festhalten, so dass erneut Bastian Pott den Abstauber über die Linie drücken konnte. Man hatte eine gute Reaktion gezeigt, am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts. Nach einem eigenen Eckball, der ausnahmsweise mal vom Torhüter abgefangen werden konnte, kassierte man durch einen Konter das 3:2. Nach einem schnellen Abwurf auf den eingewechselten Göhner lief dieser ohne Bedrängnis übers halbe Spielfeld, spielte den Pass auf Alexander Herrmann, der umkurvte Torwart Dirk Baganz und schob zum 3:2 ins leere Tor ein. Wiederum nur wenige Minuten später segelte ein langer Einwurf des Oeynhauseners Ochs durch den kompletten Strafraum der Frotheim, so dass der völlig blank stehende Tomea am langen Pfosten zum 4:2 einköpfen konnte. Nach einem verunglückten Abstoß von Janes Hußmann wurde der Ball prompt in die Spitze gespielt, per Kopf wurde der Ball auf Mohammad abgelegt der Torhüter Baganz mit einem Lupfer überwinden konnte und schon hieß es 5:2.  Nun muss man ganz klar sagen, obwohl der VfL noch drei guten Chancen durch Bollmeier und Janzen hatte, ergab man sich seinem Schicksal und ohne wirkliche Gegenwehr fielen auch noch die Tore zum 6:2 und 7:2 für die Gastgeber, die letztlich auch aufgrund von katastrophalen 25 Minuten der Frotheimer zwischen der 57. und 82. Minute einen verdienten Heimsieg einfuhren und damit den Klassenerhalt perfekt machen konnten.

Wohl dem, der solche Möglichkeiten hat wie der FC Bad Oeynhausen. Im Endeffekt haben die Westfalenliga-Leihgaben mit 6 von 7 Toren das Spiel im Alleingang entschieden. Noch ist das Kind allerdings nicht in den Brunnen gefallen und es besteht noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt. Dazu bedarf es aber einer erheblichen Steigerung im letzten Saisonspiel gegen die wieder erstarkten Petershäger, gegen die am Sonntag gewonnen werden muss, will man den Klassenerhalt noch schaffen. Dazu bedarf es aber auch noch einiger anderer passender Ergebnisse, aber wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.

(Christian Mehrhoff)
 

VfL Frotheim: D. Baganz, M. Gräve, P. Kowalczyk, T. Borchert, J. Hußmann, J. Schütte, E. Geistdörfer (53. C. Kellweries), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff, M. Stierle (59. A. Janzen)

FC Bad Oeynhausen II:
F. Bernau, M. Korbmacher, N. Zöckler, H. Stegen, J. Klassen, J. Schling (70. S. Fritz), A. Hermann, M. Vahle (46. J. Göhner), C. Ochs, S. Mohammad (78. M. Gonzales), M. Tomea

Tore:
0 : 1  Pott (12.), 1 : 1  Ochs (41.), 2 : 1  Hermann (50.), 2 : 2  Pott (52.), 3 : 2  Tomea (57.), 4 : 2  Mohammad (69.), 5 : 2  Tomea (72.), 6 : 2  Hermann (78.), 7 : 2  Hermann (86.)

 

4:3-Krimi am letzten Spieltag - Relegationsplatz

30. Spieltag (17.6.2012): VfL Frotheim – TuS Petersh.-Ov.   4 : 3 (3 : 1)

Gute Chancenverwertung

Um es vorwegzunehmen: Dieses Saisonfinale hätte eine Sportschaukonferenzschaltung verdient gehabt, so spannend war es. Die Ausgangslage: Frotheim musste gewinnen, gleichzeitig musste mindestens einer der  Hauptkonkurrenten Wulferdingsen, Bünde und/oder Tengern II verlieren bzw. zumindest unentschieden spielen. Eines dieser Ereignisse würde den Relegationsplatz bedeuten, zwei sogar den direkten Nichtabstieg. Alles andere als ein Frotheimer Dreier hätte den direkten Abstieg bedeutet.
Die Rahmenbedingungen: Warmes Wetter, über 300 Zuschauer, Besuche von C- und B-Ligisten, deren Ligazugehörigkeit von Frotheims Abstieg oder Nicht-Abstieg abhing.

Schnell stellte sich heraus, dass beide Offensivreihen sehr stark sind, die Defensive jedoch ebenfalls beidseitig Schwierigkeiten haben sollte. Die ersten beiden guten Möglichkeiten vergaben Sebastian Bollmeier und Bastian Pott. Auf der anderen Seite hatte der VfL in der 10. Minute Riesenglück, dass Torwart Dirk Baganz einen Schussversuch so eben noch an die Unterkante der Latte lenken konnte.
Nur drei Minuten später legte der stark spielende Sebastian Bollmeier glänzend für Andreas Janzen auf, der aus kurzer Distanz einschob. Das viel umjubelte 2:0 fiel durch einen direkten, unhaltbaren Freistoßtreffer von Christoph Meyhoff. Bislang klappte viel, was in den letzten Wochen nicht funktionierte.
Doch Petershagen-Ovenstädt spielte keineswegs wie ein Absteiger, sondern zeigte sich als starker Bezirksligist, vor allem in der Offensive. So war der Anschlusstreffer durch den kaum zu kontrollierenden Mejri hoch verdient.
Doch an diesem Tage hatte der VfL immer die passende Antwort: Das 3:1 durch Janzen bereitete wiederum Bollmeier mustergültig vor.
Vor der Halbzeit hatten die Gäste noch einige gute Torgelegenheiten, die jedoch mehr oder weniger kläglich vergeben wurden.

Nervenkrieg und Nachspielzeit

Den besseren Start erwischte der VfL, der sich in den fünf Minuten nach der Halbzeit gleich drei Hunderprozentige erspielte, diese aber nicht nutzen konnte.
Ab der 51. Minute spielte dann aber nur noch der Gast und drückte auf den Anschlusstreffer. Dieser fiel in der 62. wiederum durch Mejri. Doch fast im Gegenzug flatterte ein 25m-Schuss Meyhoffs unter die Latte.
Petershagen intensivierte seine Offensivbemühungen und blieb gefährlich, ohne sich zunächst gute Torgelegenheiten zu erspielen. Doch in der 84. Minute passierte das, was passieren musste: Der erneute Anschlusstreffer nach schöner Petershäger Kombination. Doch mit Glück und Geschick brachte der VfL die Spielzeit samt fünf Minuten Nachspielzeit ohne weiteren Gegentreffer über die Bühne.

Direkt nach dem Spiel wurde das Endergebnis klar: Tengern siegte, Wulferdingsen auch (in der 94. Minute!) und Bünde…verlor. Relegation! Auslosung erfolgt morgen.

Frotheim und Petershagen zeigten ein tolles Spiel, das die Zuschauer wohl nicht so schnell vergessen werden. Der Sieg war sicherlich glücklich, die Petershäger Trauer über den Abstieg schien sich allerdings in Grenzen zu halten. Umso größer war die Frotheimer Freude über eine mögliche Freilosoption.
 

VfL Frotheim: D. Baganz, M. Gräve, P. Kowalczyk, T. Borchert, J. Hußmann, J. Schütte, E. Geistdörfer (65. D. Gräve), B. Pott, S. Bollmeier, C. Meyhoff (79. M. Stierle), A. Janzen (79. A. Kasten)

TuS Petershagen-Ovenstädt:
M. Cholewa, T. Keller, N. Niemann, S. Cakmak, T. Damke, W. Hopp, R. Mejri, A. Stichling (67. T. Lohaus), M. Kruse, W. Wittek, M. Cakmak

Tore:
1 : 0  Janzen (13.), 2 : 0  Meyhoff (15.), 2 : 1  Mejri (26.), 3 : 1  Janzen (30.), 3 : 2  Mejri (62.), 4 : 2  Meyhoff (63.), 4 : 3  Kruse (84.)

 

St30_VfL-TuSPO1
St30_VfL-TuSPO2

Nachtrag: Am Montag, d. 18.6.2012 bekam der VfL Frotheim ein Freilos zugesprochen und spielt auch in der Saison 2012/13 in der Bezirksliga.

 

nach oben

Die frühen 2010-er

Die “Erste” früher

Homepage