FB1 TT TU AER

1

SV Rödinghausen II

16

37

2

FT Dützen

16

37

3

TuS Lohe

15

30

4

RW Kirchlengern

14

29

5

VfL Holsen

16

28

6

TuS Tengern II

15

27

7

SC Vlotho

16

26

8

SV Kutenhausen/T.

14

21

9

VfL Herford

15

20

10

FC Bad Oeynh. II

16

20

11

TuS Petershagen-Ov.

16

17

12

VfL Frotheim

16

14

13

Bünder SV

16

14

14

SuS Wulferdingsen

15

10

15

Pr. Espelkamp II

14

9

16

TSV Schötmar

16

8

Sportplatzprojekt

Seit 2008 laufen die Planungen zum Projekt “Zweite Spielfläche” auf dem Sportplatz des VfL Frotheim. Jede Menge Hürden sind dabei bereits übersprungen worden, viele weitere - vor allem finanzielle - sind noch zu überwinden. An dieser Stelle soll das Sportplatzprojekt des VfL Frotheim beschrieben und begründet werden. Des Weiteren sind wir auf Unterstützung seitens der Vereinsmitglieder und von Außenstehenden angewiesen.

Nähere Informationen zum Konzept des Neubaus

“Bausteinaktion” des VfL Frotheim: symbolischer Erwerb eines Spielflächenteils

Sportplatzprojekt_VfLFrotheim

Interview zum Stand der Dinge - Oktober 2011

Die Vorstandsmitglieder Matthias Fegel, Volkmar Krato, Achim Stierle und Torsten Döding bilden den harten Kern der “Task Force Sportplatzneubau”, die sich vor etwa einem Jahr gegründet hat. Neben einigen anderen Köpfen, die in Sachen Planung, Finanzierung, Sponsorenrekrutierung und weiterer Organisation mit unterstützten, zeichnen sie verantwortlich für das aufwändigste VfL-Projekt seit dem Neubau des Sportplatzes Mitte vor über 35 Jahren. Im Interview stehen sie Rede und Antwort, um die VfL-Mitglieder über den Ist-Stand des Projektes zu informieren.

vfl-frotheim.de: Geht der Bau überhaupt los oder wann geht der Bau los?

Torsten Döding: Er geht sicherlich los. Gesagt haben wir mal, zwischen vier und sieben Jahren soll das fertig sein. Davon sind jetzt zwei Jahre weg.

Matthias Fegel: Ich hab immer gesagt, in drei bis fünf Jahren sind wir fertig. Wir sind damals davon ausgegangen, dass wir mehr Geld kriegen. Wenn das Geld da wäre, wären wir weiter.

Torsten Döding: Dann würde der Bagger den ersten Diesel verbrennen.


vfl-frotheim.de: Warum ist Frotheim fast der einzige Verein im Kreis, der nur einen bespielbaren Platz hat?

Volkmar Krato: Vielleicht hatten wir uns zu spät darum bemüht.

Matthias Fegel: Damals gab es etliche Schwierigkeiten. Der Platz sollte ja auch ei-gentlich ins Dorfzentrum. Das war möglicherweise ein Planungsfehler aus alten Zei-ten oder der Bedarf war nicht abzusehen. Vielleicht hat man über die Platzgröße der vorderen Spielfläche nicht groß nachgedacht.


vfl-frotheim.de: Angenommen, der Platz steht. Welcher wird der Hauptplatz sein?

Matthias Fegel: Der jetzige, wie gehabt.

Torsten Döding: Der neue Platz wird da sein für den Trainingsbetrieb, für Spiele der Damen- und Juniorenmannschaften. Auch mal in der Woche abends tut das dem Hauptplatz nicht weh, wenn drauf traininert wird. Aber in der dunklen, nassen Jah-reszeit würde man dann auf den neuen gehen, wenn da mal eine Flutlichtanlage drankommt.

Matthias Fegel: Unser Traum wäre, den Hauptplatz mal ein Jahr ruhen zu lassen.

Torsten Döding: Den quasi umpflügen, komplett von links auf rechts drehen. Neu einsäen und ihn ein Jahr ruhen lassen.


vfl-frotheim.de: Was eine Beleuchtungsanlage voraussetzt.
 
Torsten Döding: Richtig.


vfl-frotheim.de: Was bedeutet Errichtung eines neuen Sportplatzes eigentlich genau? Welche Arbeiten werden vorgenommen? Wird z.B. ein neuer, sportplatzspezifischer Boden eingebaut?

Matthias Fegel: Nein. Wir haben mehrere Angebote reingeholt. Die beste Variante mit sportplatzspezifischen Boden lag bei etwa 250.000 €. Und wir vom Vorstand haben uns dagegen entschieden, weil wir das nicht stemmen können. Wir haben eine zweite Variante beschlossen, wo wir uns sehr sicher sind und wo wir auch mit Fach-leuten drüber gesprochen haben, dass sie für unsere Verhältnisse reicht. Das heißt, wir werden keine Drainage einbauen.

Torsten Döding: Auch mit Blick auf die Baupläne des jetzigen Sportplatzes sind wir zu dem Entschuss gekommen, dass der sandige Untergrund eine Drainage nicht unbedingt notwendig macht.
 

2011_10_SportplatzTaskForce

Das Foto ist zwar gestellt, die Arbeit, die der harte Kern der ”Task Force” Sportplatzneubau leistet, ist jedoch echt. Volkmar Krato, Torsten Döding, Matthias Fegel und Achim Stierle beraten, organisieren, tauschen sich aus und konzipieren.

vfl-frotheim.de: Welche Arbeiten müssen gemacht werden?

Matthias Fegel: Die Bäume samt Wurzeln sind bereits weg. Böschung abtragen, gu-cken, wie viel gesunder Mutterboden darin ist und dann neuen Mutterboden auffahren. Fläche ebnen. Ein weiteres Auskoffern ist nicht geplant.

Achim Stierle: Wir haben eine schriftliche Zusammenstellung. Enthalten ist eine Wasserzuleitung, eine Erweiterung der vorhandenen Flutlichtanlage, Satz Tore plus Netze, Ballfangnetz verzinkt mit Montage, Untergrund des Baugeländes vorbereiten, Demontage des vorhandenen Zauns, was schon passiert ist, Boden bearbeiten 0,5m tief auf- und abtragen inklusive vermessen, überschüssigen Boden laden und abfah-ren, Rohr- und Kabelgraben ausheben, Leitungen verlegen und verfüllen, Sportplatzrasen liefern, Fläche einsäen einschließlich düngen. Das ist unsere Berechungsgrundlage.

Matthias Fegel: Wir sind insgesamt etwa bei einer Summe von ungefähr 100.000 €.


vfl-frotheim.de: Sind eine Beleuchtungs- und eine Lautsprecheranlage eingeplant?

Torsten Döding: Mit der neuen Beleuchtungstechnik reichen schon vier Pfosten mit Kannen aus.

Achim Stierle: Um erstmal den Trainingsbetrieb auch abends gewährleisten zu kön-nen, sind provisorisch zwei Strahler geplant, die an den vorhandenen Masten befestigt werden. Insgesamt kostet das 10.000 €, darin ist allerdings die komplette Verka-belung für nachher alle Masten enthalten.

Torsten Döding: Etwa 2.000 € kostet ein Flutlichtmast mit Strahlern, allerdings ohne Anschluss und ohne Befestigung und Einbau. Eine Lautsprecheranlage soll auch kommen.


vfl-frotheim.de: Ihr habt einen Finanzierungsplan erstellt. Wie viel Geld ist denn vor-handen und wieviel wird noch gebraucht?

Volkmar Krato: Wir haben ca. 33.000 €. Fast alles ist durch die Bausteinaktion zu-stande gekommen. Etwa zwei Drittel fehlen noch.

Achim Stierle: Durch Privatspenden und das von uns organisierte Osterfeuer ist auch was reingekommen. Davon haben wir letztlich Quadratmeter gekauft.


vfl-frotheim.de: Fühlt ihr euch von der Stadt Espelkamp und der Politik ausreichend unterstützt.

(10 Sekunden Schweigen)

Matthias Fegel: Ja. Die sagten, sie haben kein Geld. Wenn wir den Antrag vor zehn Jahren gestellt hätten, hätten wir wahrscheinlich mehr gekriegt. Über unsere Dorfpolitiker wird schon das eine oder andere geregelt, leider nicht aber die großen Sachen.


vfl-frotheim.de: Börninghausen hat vor einiger Zeit 750.000 € vom Land gekriegt, um den Aschenplatz zu renovieren. Seid ihr neidisch oder sollten wir unseren Platz mit Dioxin verseuchen?

Matthias Fegel (lacht): Wenn wir auf ein Römergrab treffen sollten, würden wir auch mehr Unterstützung kriegen. Aber dann wird leider auch Baustopp sein.

Torsten Döding: Das kann man zwar nicht mit unserem Fall vergleichen, aber wenn man das liest, wird man schon neidisch. Das zeigt, dass irgendwo immer noch Geld vorhanden ist.

Matthias Fegel: Ich glaube auch, man kann noch Geld kriegen. Aber dafür bräuchten wir eine Art Manager, der von so etwas richtig viel Ahnung hat und der vor allem Zeit hat, um versteckte Gelder aufzutreiben. Aber das ist sehr zeitaufwändig.


vfl-frotheim.de: Vielleicht fehlt uns auch die politische Versiertheit oder politische Be-harrlichkeit?

Achim Stierle: Genau das. An dieser Stelle finde ich nämlich die Unterstützung der Stadt zu wenig. Dass die in dem Moment gesagt hätten: „Wir können euch zwar kei-ne Gelder geben, aber jegliche Unterstützung, seien es Arbeiten vom Bauhof, Bauplanungen, Vermessungen. Oder Anträge ausfüllen…“

Matthias Fegel: Damals haben sie gesagt, sie übernehmen die Fläche und die Projektierung. Das mit der Fläche haben sie gemacht, nur bei der Projektierung sind sie zurückgerudert. Leider ist ja auch nichts protokolliert worden. Ich bleibe dabei: Uns fehlt einer, der Zeit hat und weiß, wo man den Hebel ansetzen muss, um Geld für solche Vorhaben zu kriegen.


vfl-frotheim.de: Wenn ihr die Uhren auf 2008 zurückdrehen könntet, würdet ihr irgendetwas anders machen?

Torsten Döding: Nein. Was in unseren Möglichkeiten lag, haben wir gemacht.

Volkmar Krato: Gut wäre, wenn man die Uhr zehn Jahre zurückdrehen könnte.


vfl-frotheim.de: Auf welche Eigenleistung oder Mehrbelastungen müssen sich die VfL-Mitglieder einstellen?

Matthias Fegel: Eine Beitragserhöhung kann zum Thema werden, was aber nicht nur am Sportplatzneubau allein liegt. Das hat auch mit dem Angebot des VfL zu tun. Un-ser jetziges Angebot kann man mit den Mitgliederbeiträgen so eben noch erhalten, aber nicht weiter ausbauen. Und zur Eigenleistung: Wir werden Leute mit Equipment, die zum Beispiel einen Trecker haben, gezielt ansprechen, uns mitzuhelfen, aber wir werden keinen zwingen.

Torsten Döding: Einige von denen haben sich auch schon angeboten.


vfl-frotheim.de: Wird es eine einmalige Sonderzahlung für die Frotheimer Vereinsmitglieder geben, so wie es bei Pr. Espelkamp der Fall war?

Matthias Fegel: Nein, das kommt für uns nicht in Frage.


vfl-frotheim.de: Wie läuft es bei der Bausteinaktion?

Torsten Döding: Im Vergleich zu anderen Vereinen, die eine ähnliche Aktion gestartet haben, ist das ganz gut angelaufen. Aber jetzt stagniert es.

Matthias Fegel: Die Großsponsoren haben ihr Geld gegeben. Aber von einigen aus dem eigenen Verein sind wir schon etwas enttäuscht. Jetzt fehlt der kleine Zehner.

Volkmar Krato: Bis jetzt haben nur ungefähr 80 Mitglieder etwas gespendet. Das ist für einen Verein von fast 1.100 Mitgliedern schon etwas enttäuschend. Nicht einmal 8% des ganzen VfL…

Achim Stierle: Es haben auch einige Privatpersonen etwas gegeben, die nicht einmal Mitglieder sind oder die seit Jahren nicht auf dem Sportplatz waren.

Matthias Fegel: Ich hoffe, dass wir noch Vereinsmitglieder mobilisieren können, noch etwas in die Bausteinaktion reinzugeben.

Volkmar Krato: Irgendwie wird das nicht genügend honoriert, dass wir als Vorstand sehr viel Zeit in die Geschichte stecken.


vfl-frotheim.de: Man wird nicht alle Adressaten über die Homepage erreichen. Wie kann man diese anderen denn mobilisieren?

Achim Stierle: Es war schon bewusst so, dass wir nicht gleich alles Pulver verschie-ßen wollten, sondern immer mal wieder die Aktion anschieben. Es war aber auch gleich klar, dass das ganze Zeit braucht.

Matthias Fegel: Klar könnte man von Tür zu Tür tingeln, aber wir wollen auch nicht betteln gehen.


vfl-frotheim.de: Wie aufwändig ist die ganze Projektplanung und -organisation?

Matthias Fegel: Wir sitzen einmal im Monat zusammen und sprechen darüber, sind aber auch zwischendurch immer am Ball. Es ist ständig Thema in Vorstandssitzun-gen. Es ist kein Full-Time-Job, und das könnten wir ja auch gar nicht leisten, aber jeder hat seine Aufgaben und arbeitet nebenher daran. Es ist zeitintensiv, aber es ist zu packen.

Volkmar Krato: Wir warten jetzt im Prinzip darauf, dass weiter Geld reinkommt. Die momentane Arbeit dreht sich eigentlich nur darum, die Bausteinaktion weiter anzuschieben.


vfl-frotheim.de: Wie lange habt ihr über einen Kunstrasenplatz nachgedacht?

Achim Stierle: 10 Minuten, bis das erste Angebot reinkam. Es ist 150.000 € von un-serer Realität entfernt.


vfl-frotheim.de: Was passiert mit dem Geld der Bausteinaktionen, wenn der Sport-platzneubau nicht zustande kommt?

Torsten Döding: Gehen wir davon aus, dass der Neubau realisiert wird. Sollte es nicht klappen, müssten wir neu darüber nachdenken.

Matthias Fegel: Das Ding wird gebaut, daher brauchen keine Gelder zurückgezahlt werden. Fertig!

Achim Stierle: Wir haben eine ganz klare Kalkulation. Wir wollen 60.000 – 70.000 € zustande bekommen. Wir können ein Darlehen aufnehmen, das in maximal zehn Jahren wieder zurückgezahlt wird und das wir tragen können, um uns oder unsere Nachfolger nicht zu hart zu belasten.



vfl-frotheim.de: Ich fasse das Finanzielle zusammen. Zwei Drittel der Summe fehlen, in der Vereinskasse ist nichts, was man in das Projekt hineintun könnte. Etwa 30.000 € sollen durch ein zinsgünstiges Darlehen aufgebracht werden?

Achim Stierle: Genauso ist es.


vfl-frotheim.de: Welche Unterstützung von außen wünscht ihr euch?

Achim Stierle: Wir wünschen uns, dass jeder, der sich irgendwie mit dem Verein verbunden fühlt, sich an der Bausteinaktion beteiligt. Unser großes Problem ist, dass sich viele, viele häufig nach dem aktuellen Stand erkundigen, aber einige von denen selbst noch nichts zur Bausteinaktion beigetragen haben.

Matthias Fegel: Dazu brauchen wir viele freiwillige und fleißige Bauhelfer, damit wir endlich loslegen können.


vfl-frotheim.de: Was können denn die Mitglieder als bauliche Eigenleistung einbrin-gen?

Matthias Fegel: Kabelkanäle buddeln mit dem Spaten, Erde bewegen, den Platz begradigen, Harken, Sträucher pflanzen.

Achim Stierle: Und alles, was die Technik betrifft. Leute, die aus dem Fach Wasser kommen, Leute, die aus dem Fach Strom kommen.

Matthias Fegel: Steine sammeln, wenn wir keinen vernünftigen Mutterboden haben sollten.


vfl-frotheim.de: Zurück zur Eingangsfrage. Wann geht der Bau denn nun los?

Matthias Fegel: Wenn die Bausteinaktion abgeschlossen ist. 

 

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